Cover von: Vergessene Gräber
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Vergessene Gräber

Der fünfte Mara Billinsky Thriller
Buch
Taschenbuch, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404180933

ISBN-13: 

9783404180936

Auflage: 

1 (21.12.2020)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404180933

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich.

Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint. Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug …

Kriminetz-Rezensionen

Rachezug

In Frankfurt gibt es eine grausame Mordserie. Scheinbar schlägt der Täter willkürlich zu, doch die Opfer haben etwas gemeinsam. Sie sind jung und erfolgreich. Mara Billinsky und ihr Partner Jan Rosen übernehmen den Fall. Ihre Ermittlungen führen zu einer ehemaligen russischen Balletttänzerin. Es scheint so, als ob sie eine Ahnung hat, was es mit den Morden auf sich hat. Auch ihr eigener Sohn verschwindet und doch schweigt sie weiter – zu viel Angst …

»Vergessene Gräber« ist der 5. Fall mit der Ermittlerin Mara Billinsky, genannt die »Krähe«. Das Buch lässt sich auch prima ohne Vorkenntnisse lesen. Ich kenne die vorherigen Bände noch nicht, bin aber  super in die Handlung reingekommen. Man hat zwar nicht die komplette Vorgeschichte der Charaktere, aber Leo Born greift es nochmal auf und beschreibt so, dass Neueinsteiger keine Probleme beim Folgen haben.

Mir hat der Schreibstil gefallen. Er ist sehr flüssig zu lesen. Das Setting hat mir auch gut gefallen. Es wurde alles schön beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte mit Mara durch Frankfurts Straßen zu ziehen.

Zu Beginn gab es verschiedene, voneinander unabhängige Verbrechen, die das Buch von Anfang an interessant und spannend gemacht haben. Dazu dann die Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten. Und einige Cliffhanger an den Kapitelenden haben zusätzlich für Spannung und Abwechslung gesorgt. Meist war es so, dass es einen Cliffhanger gab, aber dann war erst eine andere Perspektive dran, bevor an den Cliffhanger angeknüpft wurde.

Trotzdem fand ich einige Szenen doch etwas zäh und langatmig, als ob Lücken gefüllt werden sollten. Auch bei der Ermittlungsarbeit von den beiden Ermittlern hatte ich das Gefühl, dass sie nur auf der Stelle treten.

Was ich noch ein wenig störend fand, war, dass es mir zu viel Russenmafia war. Aber das ist, denke ich, auch eher Geschmackssache. Mein Thema war es nicht.

Mein Fazit:
Für ein Highlight hat es leider nicht gereicht auch, wenn es spannend war. Aber aufgrund einiger zäher Szenen und dass es nicht mein Thema war, gibt es von mir 3,5 Sterne und trotzdem eine Leseempfehlung.

Spannender Frankfurter Thriller

In Frankfurt wird eine junge Rechtsanwätin entführt, tagelang gefoltert und festgehalten. Man findet später ihre Leiche. In einer anderen Wohnung liegt seit Wochen ein Toter, der vor seinem Tod gefoltert wurde. Es wird ein junger Mann in seiner Wohnung gequält und getötet. Und kurz darauf verschwindet der Sohn einer bekannten ehemaligen Ballerina. Es scheint, als wäre ein Monster am Werk. 

Mara Billinsky und Jan Rosen ermitteln mit ihrem Team und haben alle Hände voll zu tun. Dazu kommt, dass Jan Rosen privat Probleme mit seiner Freundin hat. Und sie ihn damit auch noch in Atem hält …

Mara Billinsky ist eine eigensinnige Ermittlerin – sie ist total anders als Ermittler so sind. Ihr Aussehen ist speziell – schwarz umrandete Augen, schwarze Kleidung und Tattoos machen sie anders …

Zusammen mit Rosen ist sie ein Team, das sich ohne viele Worte versteht und zusammen ermittelt.

Für mich war es der erste Fall mit Mara Billinsky von Leon Born – dieser hat schon vier Vorgänger-Romane um diese Ermittlerin geschrieben. 

Ich war in dem Fall von der ersten bis letzten Seite gefangen. Spannend erzählt der Autor Leon Born den Thriller. Der Schreibstil ließ mich an der Seite der Charaktere den Fall erleben – 5 Sterne. 

Es wird nicht mein letzter Thriller von dem Autor gewesen sein und ich freue mich über neue Fälle mit Mara Billinsky und Jan Rosen.

Die Rache der vergessenen Gräber

»Die Rachsucht ist ein verkehrtes Gut, heile nicht Übel mit Übel.« (Herodot)

Frankfurt wird von einer brutalen Mordserie heimgesucht, willkürlich werden junge, erfolgreiche Menschen aus reichem Elternhaus zu Tode gefoltert. Zudem finden sie noch ein Opfer, bei dem die Identität bisher ungeklärt ist. Doch dann entdecken Mara Billinski und Jan Rosen in Radka Steinmann jene Ballerina wieder, die auf dem Bild der Unbekannten war. Sofort ist Mara klar, dass sie etwas mit dem unbekannten Toten zu tun hat. Doch selbst als ihr eigener Sohn gekidnappt wird, schweigt sie beharrlich weiter. Was hat sie zu verbergen oder vor wem hat sie Angst? Mara ist sich sicher, dass ihr alter Bekannter Blochin wieder seine Hände im Spiel hat. Schnell wird ihre Annahme bestätigt, da alle Familien der Opfer eine Verbindung nach Russland haben. Jan Rosen ist derweil auf der Suche nach der Prostituierten Anyana, die er nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Meine Meinung:  
Das Cover zeigt wieder eine Krähe, die als Kosename für Ermittlerin Mara Billinsky steht. Der Schreibstil ist spannend, informativ und sehr gut recherchiert.

Inzwischen hat sich Mara gut in Frankfurt eingelebt und selbst mit ihrem Vorgesetzten Klimmt ist die Lage deutlich entspannter geworden. Doch der neue Fall mit den junge, intelligenten Opfern, die alle aus einem reichen Elternhaus stammen, scheint niemand im Team locker zu lassen. Außer der brutalen Folterung gibt es keine Gemeinsamkeit. Doch dann tauchen weitere Opfer außerhalb Frankfurts auf und Rosen entdeckt, das die Familien ihre Namen geändert haben. Zudem wendet sich die ehemalige Ballerina Radka Steinmann an die Polizei, weil ihr Sohn gekidnappt wurde. 

Da fällt Mara ein, wo sie diese Frau schon einmal gesehen hat. Zufälligerweise kennt Maras Vater Radka sehr gut aus der Vergangenheit. Er unterstützt sie, indem er versucht, mehr aus ihr herauszubekommen und gerät dabei in Lebensgefahr. 

Derweil ist Jan Rosen wie verändert, die flüchtige Bekanntschaft der Prostituierten Anyana beschäftigt ihn total. Er macht sich auf die Suche nach ihr, will ihr helfen und findet sie auch. Was jedoch nicht nur für ihn zu einer großen Gefahr wird. 

Im fünften Mara-Billinsky-Fall wurde wieder ein interessantes Thema ausgewählt. Denn es geht um »Pominalnij sto« eine russische Gedenkfeier, bei der es in der Vergangenheit zu einem Schicksalsschlag kam. Mehr will ich allerdings nicht verraten, das solltet ihr lieber selbst lesen. Dass es jedoch so etwas wirklich im realen Leben gab, hätte ich niemals vermutet. Man findet zwar recht wenig dazu, doch das, was ich fand, war umso unfassbarer. Chapeau, da hat der Autor diesmal wirklich eine Thematik, die zwar wieder einmal nach Russland führt, doch für mich total neu war. 

Besonders gut gefiel mir, wie er den Spagat zwischen den Erlebnissen Rosens und dem eigentlichen Fall dargestellt hat. Durch den ständigen Wechsel der Handlungen bleibt der Spannungsbogen recht hoch und die etwas zähe Ermittlungsarbeit spiegelt dagegen die Realität wider, was mir sehr gut gefiel. Ebenso die einzelnen Charaktere, die wieder sehr gut ausgedacht waren, allen voran Mara. Dass ihre Beziehung zu ihrem Vater Edgar inzwischen deutlich besser ist, gefällt mir besonders gut. Dass der Täter so agiert, konnte ich einerseits verstehen, anderseits war es schon hart, was er seinen Opfern antat. Schade nur, dass die wichtigen Personen zu viel Einflüsse haben, um immer wieder ihrer Strafe zu entkommen. Wie herzlos sie dabei sind und sogar in der eigenen Familie über Leichen gehen, fand ich schon krass. 

 Für mich einer der besten Fälle aus einer interessanten Thrillerreihe, die ich wärmstens empfehlen kann und von mir gibt es erneut 5 von 5 Sternen.

Extrem Spannungsgeladen

In Frankfurt geschehen brutale Morde an jungen Menschen, die die Kripo vor große Rätsel stellen. Wo ist die Verbindung zwischen diesen Toten?

An den Toten werden Symbole gefunden, die die Ermittler entschlüsseln  müssen. Doch dafür ist im Team von Mara Bilinski Jan Rosen zuständig. Der Computerspezialist entdeckt eine Verbindung zur russischen Mafia und die Verbindung zwischen den jungen Ermordeten ist deren Herkunft. Alle Familien stammen aus Russland, nur bei Viktor Tannheim ist es lange unklar. Doch auch Mara ist sehr umtriebig, um ihren Lieblingsfeind Blochin festzusetzen. 

Aber die beiden Polizisten sind auch privat angespannt. Jan hat starke Gefühle für Anyana, eine Prostituierte, die im Frankfurter Untergrund zu Hause ist. Maras Vater kreuzt in diesem Fall ihre Wege, da er die Mutter eines Opfers, Radka Steinmann, kennt. Doch was ist das Motiv für die Morde?

Doch sie stoßen bei ihren Ermittlungen nicht nur auf die Beteiligung des Frankfurter Untergrunds, sondern es taucht immer wieder das Wort pominalni stol auf. Ob das auf Rachemorde hinweist? Es wird noch einiges aufzudecken sein, aber Mara und Jan sind ein gutes Team.

»Vergessene Gräber« von Leo Born ist ein extrem spannungsgeladener Thriller. Die Story bietet eine Menge spannender Momente und es handelt sich nicht alleine um die sehr brutalen Morde, sondern auch um die verschiedenen Ermittlungsschritte, die hier geschildert werden. Schon früh im Thriller werden Hinweise gegeben, die am Ende dann das ganze Bild darstellen. Sei es der erste Tote, der im weiteren Verlauf eine besondere Rolle einnehmen wird. Aber auch die Symbole, die sich auf den Toten befinden, sind eine sehr interessante Idee, Spuren zu legen. Die Idee der Story, den Eltern die Kinder zu nehmen, wird im Laufe des Thrillers auch das Bild komplettieren. 

Die Personen, die hier eine Rolle spielen, sind Mara und ihr Kollege Jan, beide sehr unterschiedlich, aber in der Ergänzung ein ideales Team. Auch der brummelige Chef der beiden, Hauptkommissar Klimt, ist zwar manchmal nicht mit den Methoden von Mara einverstanden, aber der Erfolg gibt ihr meistens recht. Auch die Veränderung der typischen Art und Weise zu agieren – Mara draufgängerisch und Jan kontrolliert und vorsichtig – im Laufe des Thrillers ist eine sehr interessante Option, vielleicht auch für weitere Fortsetzungen.

Anyana und Edgar, Vater von Mara, spielen hier sehr unterschiedliche Rollen, aber bringen auch eine emotionale Schiene in diesen Thriller. Der Racheplot, basierend auf der Geheimdienstschiene, ist in meinen Augen schon sehr realistisch, auch dass es Beeinflussungen von oberster Stelle gibt, ist – meine ich – in diesen Sphären nachvollziehbar. Ebenso ist die Zurückhaltung der Eltern der ermordeten Kinder nicht ungewöhnlich. Die Verquickung von Geheimdienst und Mafia ist für mich ebenfalls nachvollziehbar. Die Verbindung zwischen dem Titel und der restlichen Handlung wird nach und nach aufgedeckt.

Mein Fazit ist ganz einfach: Ich habe schon lange keinen derartig spannenden Thriller gelesen, der auch vom Schreibstil flüssig lesbar ist und in dem die Spannung bis auf die letzte Seite ausgebaut wird. Für mich ein Buch, das es absolut wert ist, gelesen zu werden!!  

Späte Rache: Billinsky und Rosen auf den Spuren der Russenmafia

Kurz zum Inhalt:
Eine junge, erfolgreiche Studentin, deren ganzes Leben noch vor ihr lag, wird tot in Frankfurt gefunden. Kurz darauf verschwindet noch ein Student. Weiters wird auch noch die Leiche von Simon Jenal gefunden, der schon länger tot war und den keiner zu vermissen scheint.  Der einzige Zusammenhang aller Opfer ist, dass sie jung und erfolgreich sind.  

Mara Billinsky, von allen »die Krähe« genannt, und ihr Partner Jan Rosen führt eine Spur zu einer ehemaligen russischen Balletttänzerin, die mehr über die Morde zu wissen scheint, als sie zugibt. Und die aber weiter eisern schweigt, sogar als ihr eigener Sohn verschwindet …

Meine Meinung:
Der 5. Fall der Krähe führt Mara und Jan diesmal zur Frankfurter Russenmafia und zu einem späten Rachefeldzug. Der Fall ist wie immer in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Wichtige Vorkommnisse aus den vorigen Bänden werden geschickt in die Geschichte integriert.

Der Schreibstil von Leo Born ist wie gewohnt packend, spannend und die Szenensprünge sowie Cliffhanger an den Kapitelenden lassen einen nur so durch das Buch fliegen, weil man immer wissen will, wie es weitergeht.

Auch wenn ich anfangs dem Russen-Thema eher skeptisch gegenüberstand, konnte mich die Geschichte doch überzeugen. Es ist so mitreißend geschrieben, man fiebert mit.

Mir hat in diesem Band ganz besonders die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten gefallen. Jan Rosen wird noch mutiger, auch wenn er es leider in brenzligen Situationen immer noch zu wenig ist. Mara wird ruhiger, auch wenn sie immer noch gefährliche Alleingänge wagt; und sie baut endlich eine richtige Beziehung zu ihrem Vater auf, der mir in diesem Band zum ersten Mal sympathisch ist.

Es gab auch einige traurige Szenen, wo man mitgefiebert und mitgelitten hat (ich sage nur: Anyana Lupescu, die man aus dem vorigen Band kennt; und der Angriff auf Edgar Billinsky).

Der Fall selbst lässt anfangs viele Fragen offen: Was haben die toten Jugendlichen gemeinsam? Und wieso schweigen alle Eltern? Und wie hängt das mit dem russischen Hintergrund zusammen, der auch verschwiegen wird?
Auch auf die Auflösung kam ich lange nicht. Einerseits fand ich sie gut konstruiert, andererseits konnte ich das Motiv nicht soo ganz nachvollziehen; diese Rache nach sooo vielen Jahren …

Toll finde ich auch wieder, dass das Cover mit der Krähe Wiedererkennungswert hat und sich eindeutig der Mara Billinsky-Reihe zuordnen lässt.

Fazit:
Der 5. Teil der »Krähe« punktet mit den meisten persönlichen Entwicklungen der Protagonisten. Aber auch ein spannender Fall fesselt und unterhält. Ich vergebe 4,5 Sterne.

Frankfurts dunkle Seiten

Frankfurt wird von grausamen Morden erschüttert. Junge Menschen, die mitten im Leben stehen und frei von Sorgen sind, werden auf brutale und grausame Weise ermordet. Der Mörder scheint keinem Schema zu folgen. Mara Billinsky und ihr Partner Jan Rosen stehen vor einem Rätsel. Was verbindet die Ermordeten? Was ist das Motiv? Neid auf das sorgenfreie Leben der jungen Menschen?

Die Ermittlungen führen die beiden Kriminalkommissare zu einer ehemaligen russischen Balletttänzerin. Irgendetwas scheint sie zu wissen und zu verbergen. Nur was? Und vor wem hat die Profitänzerin so große Angst?

Ungeahnt erhält Mara Unterstützung von ihrem Vater, während Jan Rosen ganz andere Dinge im Kopf hat und nicht recht bei der Sache zu sein scheint.

Der mittlerweile 5. Fall mit Mara Billinsky lässt den Leser wieder in Frankfurt am Main abtauchen. Leo Born nahm mich mit durch Gassen von Frankfurt, die ich nicht kenne und auch keinen gesteigerten Wert darauf lege, aber auch mit an Orte, die mir wohlbekannt sind und ich gerne mal besuche, sollte ich in Frankfurt weilen.

Doch auch ohne Ortskenntnisse kommt man mit der Geschichte zurecht. Der Autor nimmt einen an die Hand und zeigt dem Leser das Frankfurt von Mara Billinsky. Die Vorkenntnis der vorangegangenen Bände ist hilfreich im Hinblick auf zwischenmenschliche Beziehungen, jedoch ist sie für den eigentlichen Fall unerheblich. Der Fall ist in sich abgeschlossen.

Mara taucht wieder in die Tiefen Frankfurts ein und versucht, die ganzen Hotspots, Morde und Personen zusammenzufügen. Ihr Gefühl sagt ihr, dass alles irgendwie zusammenhängt, aber sie sieht den gemeinsamen Nenner noch nicht. Auch der Leser ist in diesem Dilemma und versucht selbst, dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Das Tempo in dem Buch ist rasant und kleine Cliffhanger, bedingt durch Perspektivenwechsel hielten mich in Atem. Da kamen die kleinen Zwischenschübe, in denen man den Gedanken und Überlegungen der Protagonisten folgen konnte, sehr gelegen, um ein wenig Atem schöpfen zu können.

Leo Born versteht es, einen rasanten Thriller zu schreiben, ohne seine Leser dabei atemlos zurückzulassen. Auch schafft er es, brutale und blutige Morde zu beschreiben, ohne dass das Blut gleich aus den Seiten tropft und es einen zu sehr abstößt, dass selbst weniger eingefleischten Lesern der Spaß am Weiterlesen genommen wird.

Fazit:
Spannend, rasant und leider viel zu schnell gelesen stellt das Buch für mich einen sehr gelungenen Auftakt zum Lesejahr 2021 dar. Ich freue mich schon jetzt auf das Wiedersehen mit Mara Billinsky und ihrem Partner Jan Rosen und hoffe doch sehr, dass es bald weiter gehen wird, denn Frankfurt bietet gewiss noch weiteren dunklen Gestalten Unterschlupf …

Toller Thriller mit gelungenem Spannungsaufbau

Frankfurt wird von einer grausamen Mordserie heimgesucht. Die Opferwahl scheint willkürlich, nur eins haben sie gemeinsam: Sie sind jung und erfolgreich. Mara Billinsky und Jan Rosen übernehmen die Ermittlungen, die sie zu einer ehemaligen russischen Balletttänzerin führen, die mehr zu wissen scheint. Aber sie schweigt eisern, selbst als ihr eigener Sohn verschwindet. Aber Mara lässt sich nicht aufhalten und gerät dabei mitten in einen tödlichen Rachefeldzug …

Vergessene Gräber ist der fünfte Teil der Mara-Billinsky-Reihe aus der Feder von Leo Born.

Mara Billinsky und Jan Rosen bekommen es mit einer grausamen Mordserie zu tun, bei der junge und erfolgreiche Menschen umgebracht werden. Ihre Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch weil die beiden von ihrem Vorgesetzten Gegenwind bekommen. Eine Spur führt zu einer ehemaligen russischen Primaballerina, die aber nicht kooperieren will, auch nicht, als ihr Sohn verschwindet und wohl das nächste Opfer ist. Aber wenn Mara sich in etwas verbissen hat, hält sie keiner auf und so ermittelt sie gegen alle Widerstände zum Trotz weiter.

Ich mag Mara Billinsky als Charakter sehr. Sie ist eine ungewöhnliche Ermittlerin, die nicht nur durch ihr Aussehen heraussticht, sondern es sich oftmals auch durch ihr Auftreten nicht leicht macht. Aber sie hat einen eisernen Willen ihre Fälle aufzuklären und auch in diesem Fall setzt sie wieder alles daran den Täter zu schnappen. Die Reibereien mit ihrem Vorgesetzten gehören schon irgendwie dazu und ich lese sie immer wieder gerne, da hier Maras störrischer Charakter und ihre Spürnase richtig zur Geltung kommen. Das Verhältnis zu ihrem Vater scheint langsam besser zu werden, auch wenn es wohl noch etwas auf tönernenden Füßen steht. Ich bin gespannt, wie sich dies noch weiter entwickeln wird.

Jan Rosen tritt in diesem Teil für mich aus Maras Schatten und bekommt seinen eigenen Raum in dieser Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Mit dem Herzen am richtigen Fleck, aber immer zu schüchtern und zurückhaltend, geht er bei den Ermittlungen immer wieder ein wenig unter. Diesmal wird er sehr gefordert, was seiner persönlichen Entwicklung richtig guttut, aber alles hat auch seine Schattenseiten und mit diesen muss Rosen stark kämpfen.

Rosen ist das genaue Gegenteil von Mara, ihre Arbeitsweisen unterscheiden sich deutlich voneinander, aber genau deshalb passen sie für mich als Partner so gut zusammen, und mittlerweile sind sie so ein gutes Team, dass  sie ihrem Partner immer den Rücken freihalten. Ein ungewöhnliches Team, dem ich gerne durch die Geschichte folge.

Die Ermittlungen gehen nur schleppend voran und trotzdem hat der Thriller ein hohes Tempo, das einem in Atem hält. Der Fall ist verwickelt und so führen die Spuren und Erzählstränge erst nach und nach zueinander. Der Autor schafft es, durch den Aufbau der Geschichte die Spannung auf hohem Niveau zu halten, und auch die Nebenhandlungen haben ihre eigene Spannung, bei der ich als Leser mitzitterte, ob das mal gut ausgehen kann. Ein wirklich spannender Thriller, der mich an die Seiten fesselte.

Mein Fazit:
Ein toller Thriller, der mich durch die Entwicklung der Protagonisten begeisterte, aber vor allem durch den gelungenen Spannungsaufbau an die Seiten fesselte.