Cover von: Verkauft
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Verkauft

Alma Liebekinds 4. Fall
Buch
Broschiert, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

380008001X

ISBN-13: 

9783800080014

Auflage: 

1 (14.02.2020)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 380008001X

Beschreibung von Bücher.de: 

Während eines Krankenhausaufenthalts beobachtet Alma Liebekind, von Beruf Psychiaterin, dass ein Todesfall in der Klinik anscheinend vertuscht wird. Sie kann sie es nicht lassen, sie muss das Geheimnis dieses ominösen Todesfalles lüften. Ihre neugierige Mutter steht ihr dabei tatkräftig zur Seite. Wieder einmal kommen die beiden Almas Freundin Erika, der Chefinspektorin, in die Quere. Bald gibt es eine heiße Spur zu einem Flüchtlingsheim, in das sich Alma und ihre Mutter einquartieren, um verdeckte Ermittlungen zu führen. Alma kann ihr Wissen über die Abgründe der menschlichen Seele für die Aufklärung des Falles zu nutzen.

Kriminetz-Rezensionen

Verkauft

Leider kannte ich noch keinen Roman über Alma Liebekinds Fälle von Constanze Dennig. Aber ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Die wunderbare Kombi von Mutter und Tochter war echt klasse zu lesen. Und gespielt wird das ganze auch noch in meiner Traum-Stadt Wien.

Es geht um eine Psychologin, die ein Geheimnis um einen Mord in einer Klinik, wo sie arbeitet, aufdecken und lösen möchte. Voller Elan und Neugierde stützt sie sich dabei ins Abenteuer und ihre überaus taffe Mutter hilft ihr dabei. Diesmal war es bei einem Besuch in einem Sanatorium, die heiße Spur führt die Psychiaterin Alma Liebeskind in ein Flüchtlingsheim, denn dort hatte sich ein Ehrenmord ereignet. Aber wie passt das alles zusammen und wie stehen die Todesfälle mit dem Ehrenmord im Zusammenhang?

Alma und Ihre Mutter sind schon echt ein unschlagbares Team, in Ihrer urigen Sprache wird das Ganze ermittelt, es sind auch viele Fachausdrücke von der Medizin im Gebrauch, die zum Glück in der Fußzeile erklärt werden, aber das war schon sehr speziell.

Das Buch hat mir schon sehr gefallen, da hier auf ein aktuelles Thema, das hier auch zu finden ist, zurückzuführen ist, die Flüchtlingskrise und natürlich auch das große Thema Ehrenmord bei den Muslimen. Das Thema ist nach wie vor heiß und auch sehr brisant aktuell.

Das Ende war für mich jetzt sehr überraschend, aber klasse gemacht.

Leider kein klassischer Krimi!

Das Cover und der Klappentext von »Verkauft, Alma Liebekind ermittelt« hat mich extrem neugierig gemacht, ich habe mir Spannung und einen rasanten Krimi vorgestellt, obwohl ich noch kein Buch der Autorin Constanze Dennig gelesen habe. Doch etwas habe ich mich von dem düsteren Cover in der Klinik blenden lassen, meine Krimierwartung wurde nicht erfüllt.

Ich würde »Verkauft« eher als Cosy-Krimi auf »Wiener Art« bezeichnen, mehr Cosy als Spannung.

Die Kapitel sind teilweise ziemlich lang, ohne dass irgendwas passiert. Ich habe eine Menge über Almas Leben erfahren, aber auch genauso viel über ihr Liebesleben. Es hat lange gedauert, bis Tempo in die Ermittlungen und dem Fall kam.

Martha hat während Almas Krankenhausaufenthalt eine Leiche beobachtet. Sofort setzt sie ihre Tochter davon in Kenntnis und beide sind sofort hellhörig und wollen wissen, was die Klinik für ein Geheimnis hat.

Hier haben mich viele Dialoge erwartet, die sich teilweise wiederholt und in die Länge gezogen haben. Dialoge zwischen Alma und ihrer Mutter Martha, ihrem Liebhaber »Michelangelo«, ihrer Freundin Erika usw. Erst im letzten Drittel kam langsam etwas Krimifeeling auf, das Ende war sehr abrupt und für mich persönlich sehr unzufrieden.

Ganz am Anfang des Buches wurden die Protagonisten in einem Steckbrief kurz vorgestellt, was mir sehr geholfen hat alle Charaktere einzuordnen. Die Hauptprotagonistin Alma Liebekind-Spanneck ist Nervenärztin in Wien und spielt in ihrer Freizeit gerne Ermittlerin, am besten im Duo mit ihrer Mutter Martha. Alma ist mir sehr sympathisch, taff, selbstbewusst und ziemlich neugierig. Die Mutter ist noch neugieriger und ihrer Tochter meistens einen Schritt voraus.

Der Schreibstil ist sehr gut. Schön detailliert, flüssig und viele Fremdwörter aus dem Bereich der Medizin und dem österreichischen Wortschatz kamen vor, die als Fußnoten erklärt wurden. Alle Protagonisten wurden gut beschrieben und wirken somit sehr lebhaft. Dies sind die positiven Seiten von »Verkauft«.

Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber ich habe mich auf einen Krimi eingestellt.

Wer auf der Suche nach einem schrägen Ermittlerduo und viel Humor ist, ist mit diesem Buch bestens bedient. Ich vergebe noch 3 Sterne. Einige Abschnitte waren ziemlich albern.

Mein erster Fall mit Alma Liebekind

Noch halb in Narkose nach einer OP ist Psychiaterin Alma Liebekind überzeugt, eine Tote auf einer Bahre an sich vorbei fahren gesehen zu haben. Auch Mutter Martha hat aus einem Fenster die abgedeckte Bahre beobachtet. Nur bei ihren Nachfragen beim Klinikhauspersonal will niemand etwas von einer Leiche wissen. Der Spürsinn von Alma und Martha ist geweckt. Als dann in einem Flüchtlingsheim eine junge Frau ermordet wird, hält die beiden Spürnasen nichts mehr.

Noch vor der eigentlichen Geschichte lerne ich einige der Protagonisten ausführlich kennen, was für mich beim Lesen sehr hilfreich war. Ich konnte mir von Anfang an die Personen recht gut vorstellen.
Die neugierige und selbstbewusste Alma mochte ich von Anfang an, ihre Mutter hat etwas gebraucht um sich meine Sympathien zu verdienen. Toyboy Michael, auch Michelangelo genannt, der meint, er wäre ein Autor, ist in meinen Augen ein Lebenskünstler, der es geschafft hat, sich von einer gut situierten Dame aushalten zu lassen. Mein Fall ist er nicht. So haben alle Mitwirkenden ihre guten und weniger guten Seiten, ihre Ecken und Kanten.

Für mich war es der erste Fall, den ich mit Alma und ihrer Mutter zusammen gelöst habe. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl etwas Gravierendes nicht zu wissen. Konnte der Handlung ab der ersten Seite sehr gut folgen. Ob ich die ersten 3 Fälle auch noch lösen will, werde ich mir noch überlegen.

Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Alma und ihrer Mama, Alma und ihrer Freundin, Alma und Michael usw. Sie machen die ganze Geschichte lebensecht und nachvollziehbar. Ich erfahre sehr Vieles aus Almas Privatheben, was sie für mich noch greifbarer macht. Was dabei etwas zu kurz kommt bzw. auf der Strecke bleibt, ist die Spannung.

Ich mag es, wenn in einer Geschichte heraus zu lesen ist, wo ich mich befinde. Hätte ich es nicht vorher gewusst, stelle ich schon sehr bald fest, dass ich hier in Wien bin. Worte aus dem wienerischen, dem Latein, das Martha gerne verwendet und aus dem Jiddischen werden für Unkundige als Fußnoten erklärt. Die Handlungsorte sind gut beschrieben und machen Lust auf die Stadt Sigmund Freuds.

Zum Schluss bekomme ich noch ein Kurzinterview von Constanze Denning zum Buch.

Ein leichter Krimi mit aktueller Brisanz, lebensnahen Personen in der Stadt Wien. Launige Unterhaltung ist garantiert.

Verdeckte Ermittlungen

Alma Liebekind, Psychiaterin in Wien, ist nach einem Abort in eine Klinik eingeliefert worden und sieht dort, wie eine tote Frau abtransportiert wird. Die Frau scheint aus einem nahegelegenen Flüchtlingsheim zu stammen, wie Alma herausfindet. Doch der Täter ist schnell gefunden, da es sich um einen Ehrenmord handeln soll.

Mit ihrer umtriebigen Mutter ermittelt sie verdeckt weiter. Obwohl sie nach dem Abort noch sehr geschwächt war, kann sie es nicht lassen, sich um den Fall zu kümmern. Auch ihre Freundin, Kommissarin Ecker, ist das nicht recht, ebenso wenig Almas Freund Michael. Doch davon lassen sich Alma und ihre Mutter nicht ablenken. Alma bewirbt sich dort als ehrenamtliche Psychiaterin und ihre Mutter als Vorlese-Oma. Doch so kommen sie nicht weiter. Also versuchen sie alles, um mehr Informationen zu bekommen und bearbeiten ihre Quellen, den Gerichtsmediziner und die Kommissarin. Doch außer Ärger kommen sie nicht weiter, sie bemerken nur, das in dem Flüchtlingsheim viele Frauen schwanger sind. Das macht Alma stutzig, vor allem da der gynäkologischen Leiter der Klinik, in der sie den Abort auskuriert, irgendwie darin verwickelt scheint. Aber da gibt es viele Fragezeichen, die Alma noch bearbeiten muss, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Der Kriminalroman „Verkauft“ von Constanze Dennig bietet alles, was eine gute Story ausmacht, Spannung, Unterhaltung, Humor und in diesem Fall eine Menge Wiener Schmäh. Die Hauptpersonen sind sehr gut dargestellt und erweisen sich als Meister ihres Fachs. Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann.

Schräg mit viel Wiener Schmäh

Die Psychiaterin Alma Liebekind entdeckt bei einem Aufenthalt in einer noblen Frauenklinik einen Todesfall, von dem angeblich niemand weiß. Schon bald merkt sie, dass es weitere Ungereimtheiten gibt. Die Spuren führen zu einem Flüchtlingsheim. Alma kann nicht anders, sie muss ermitteln, und ihre Mutter hilft ihr tatkräftig mit. Da gerät sie selbst in Gefahr …

Die neugierige Alma kann gar nicht anders, sie kann sich auch wider besseres Wissen nicht heraushalten, und findet in ihrer Mutter eine geeignete Komplizin. Das Buch sprüht von Anfang bis Ende vom Wiener Schmäh, die Personen sind zum größten Teil recht schräg geraten. Leider fand ich Alma ein bisschen zu nervig, und auch die Personen in ihrem Umfeld waren mir etwas zu skurril geraten. Die Kommunikation unter diesen Protagonisten war manchmal ganz witzig, manchmal aber auch sehr aufgesetzt. Der Fall selbst ist clever konstruiert, auch die Mauscheleien, die Alma anstößt, fand ich ganz humorvoll. Es ist der vierte Band einer Reihe, doch der Fall ist in sich abgeschlossen, man kann sich auch als „Quereinsteiger“ gut mit den Personen zurechtfinden. Ein Personenregister zu Beginn der Lektüre hilft dabei.

Insgesamt hat mich dieses Buch etwas zwiespältig hinterlassen, so richtig überzeugen konnte mich diese Geschichte nicht. Mal sehen, ob ich mir noch einen weiteren Band dieser leicht schusseligen, aber dennoch cleveren Möchtegern-Ermittlerin zulegen werde. Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen.