Cover von: Das Vermächtnis des Künstlers
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Das Vermächtnis des Künstlers

Teil 1 der Bragolin-Trilogie. Ein Venedig-Krimi
Buch
Taschenbuch, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3958199321

ISBN-13: 

9783958199323

Erscheinungsdatum: 

09.03.2018

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 161.100
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3958199321

Beschreibung von Bücher.de: 

Teil 1 der mitreißenden Mysterie-Serie: Eine Reihe mysteriöser Mordfälle führt George Mallory nach Venedig.

Dr. George Mallory, Dozent für Psychologie an der Universität von Virginia, glaubt nicht an paranormale Phänomene. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, deren natürliche Ursachen ans Licht zu bringen. Als er einen Brief aus Venedig erhält, in dem ihm die Kuratorin eines venezianischen Kunstmuseums von einer seltsamen Serie von Todesfällen berichtet, ist seine Neugier geweckt. Die Fälle scheinen miteinander verknüpft zu sein, denn alle Opfer besaßen ein Gemälde des Künstlers Bragolin. Man erzählt sich, dass den Malereien ein Fluch anhaftet, der die Eigentümer in den Wahnsinn, manchmal sogar in den Tod treibt. George macht sich auf den Weg, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Er ahnt jedoch nicht, in welch große Gefahr er sich dadurch begibt ...

Kriminetz-Rezensionen

Bragolins dunkles Vermächtnis

Am 4. September 1985 kommt das Ehepaar Humphrey und Linda Murray aus Rotherham in England bei einem Hausbrand ums Leben. Dieser tragischen Geschichte wohnt ein Mysterium bei, denn alles Hab und Gut der Eheleute verbrennt, bis auf ein völlig unbeschädigtes Ölgemälde, welches sich im Keller befand, da wo das Feuer laut der Feuerwehr ausbrach.

Gordon McBane nimmt sich in seinem Thriller des Mysteriums der weinenden Kinder von Bragolin an. Tatsächlich beruhen diese Geschehnisse auf wahren Begebenheiten. Es kam in den achtziger Jahren vorwiegend in England zu einer regelrechten Brandepidemie. Über 40 Fälle wurden registriert. Allen Hausbränden war gemeinsam, dass sie zerstörerisch waren, nur jeweils ein Gegenstand wurde verschont. Ein Ölgemälde eines Malers, dessen wahre Identität bis heute nicht restlos geklärt ist. Über sechzig Bilder von weinenden Kindern soll „Bragolin“ angefertigt haben, ein Großteil wird mit den verheerenden Hausbränden in Verbindung gebracht.

An die Entdeckung dieses Mysteriums und den real existierenden Bericht aus der „SUN“ knüpft der Autor an und konstruiert seinen Thriller. Dazu schickt er seinen Protagonisten Dr. George Mallory, Dozent für Psychologie und Parapsychologie an der Universität von Virginia, auf Einladung einer Museumskuratorin nach Venedig. Eben jene alte Dame hat es sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Bilder Bragolins zu sammeln und in ihrem Museum auszustellen. Ebenso möchte sie die Herkunft der Bilder und die Identität des Malers restlos klären. George soll in seiner Eigenschaft als Parapsychologe das dunkle Geheimnis erforschen. Es fehlen jedoch noch zwei Bilder. Das Portrait eines Jungen und eines Mädchens, von denen man annimmt, dass sie Geschwister sind. George ist fasziniert und beginnt mit seinen Ermittlungen.

Meine Meinung:
Von den ersten 300 bis 350 Seiten war ich restlos fasziniert. Nicht nur wegen der Spannung, die der Autor zu erzeugen vermag, sondern vielleicht auch darum, dass vieles auf Tatsachen beruht. Das ist schon mächtig gruselig. Ich bin diesen Seiten atemlos gefolgt und habe nebenbei viel parallel recherchiert und kann bestätigen, dass der Autor sich akribisch mit diesem Thema auseinandergesetzt hat und es für uns Leser wirklich spannend kompakt verpackt hat. In dem Moment, wo McBane allerdings das Gebiet der nachweisbaren Fakten verlässt, endet auch abrupt die Spannung und alles, was ich vorher als angenehm empfand, hier diesbezüglich seinem recht ausschweifenden Schreibstil und seine oft weit ausholenden fantasievollen Beschreibungen von Landschaft und Leuten, wirkten auf einmal ermüdend, weil sie für meinen Geschmack die Geschichte übertrieben lang werden ließen. Alles kam mir irgendwie disharmonisch vor. Was mich jedoch nach einiger Zeit richtig störte, war sein fast inflationäres bedienen im Fundus der rhetorischen Stilmittel. Ein Beispiel hierzu: „Es wollte Ihre Augen?“ fragte Dr. Verlmonte hypertonisch. Also hysterisch oder schrill hätte ich verstanden, hypertonisch ist wirklich eine solche Übertreibung, die mich zum Kopfschütteln veranlasste. Ich habe mich jedoch weiter tapfer durch die restlichen 400 Seiten gequält, nur um festzustellen, dass der erste Teil sang- und klanglos endet. Ich nehme jetzt also an, dass McBane diese Geschichte auf weiteren 1400 Seiten zerredet. Das ist wirklich schade.