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Eine zu viel
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Einer von ihnen ist tot. Und einer von ihnen ist ein Mörder.
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein. Zehn Tage sollen sie dort verbringen: nachtrauern, zusammenrücken, vielleicht neu beginnen.
Doch Connie hütet ein brisantes Geheimnis: Rays Testament – und die Wahrheit, die es an die Oberfläche bringen wird.
Während Connie den richtigen Moment für ihre Offenbarung sucht, kippt die Stimmung wie das Wetter in den Highlands. Wer steht zu wem? Und was geschieht, wenn die größte Gefahr nicht draußen lauert, sondern mit am Tisch sitzt?
Ein abgeschiedenes Ferienhaus in den schottischen Highlands. Eine trauernde Familie. Und mehr als nur ein großes Geheimnis.
Samantha Hayes bei dtv:
Eine von uns
Eine zu viel



















Familiengeheimnisse
Nach dem Tod ihres Vaters kommt eine Familie in einer abgelegenen Lodge in den schottischen Highlands zusammen, um gemeinsam zu trauern. Doch als ein verborgenes Geheimnis und ein brisantes Testament ans Licht zu kommen drohen, geraten Beziehungen ins Wanken und alte Konflikte brechen auf. Bald wird klar, dass die größte Gefahr innerhalb der Familie lauert.
Die Handlung wird aus den verschiedenen Perspektiven von den Figuren Connie, Kate, Darby, Bea und Theo im Wechsel erzählt. Grundsätzlich finde ich solche Erzählweisen gut, da unterschiedliche Blickwinkel für Spannung sorgen und man lange im Ungewissen bleibt. Allerdings konnte der Spannungsaufbau mich nicht überzeugen. Die vielen Geheimnisse der Figuren wären eigentlich die perfekte Grundlage für einen fesselnden Thriller gewesen. Hin und wieder werden zwar falsche Fährten eingestreut, doch die erhoffte Spannung wollte sich nicht einstellen.
Allgemein wirkte die Handlung sehr konstruiert. Es passiert unglaublich viel und immer mehr Tragödien werden aufgedeckt. Irgendwann war es einfach zu überladen. Weniger wäre hier mehr gewesen. Das Ende fand ich auch nicht rund. Es blieb sehr offen und frei für Interpretationen.
Jede der Figuren schien zwar ihre eigenen Geheimnisse zu haben und vor den anderen etwas zu Verbergen, aber trotz ihrer Geheimnisse blieben die Figuren sehr oberflächlich. Sie wirkten eher wie Mittel zum Zweck, um die Handlung voranzutreiben, statt wie echte Menschen mit nachvollziehbaren Motiven. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Zudem wirkten die Dialoge recht plumb, sowie einige Handlungen der Figuren nur schwer nachvollziehbar.
Die Kulisse mit der abgelegenen Lodge in den schottischen Wäldern fand ich an sich gut. Es hätte durchaus Potenzial für eine beklemmende Atmosphäre. Stattdessen wurde das Potenzial verschenkt und es blieb lediglich nur die Kulisse, aber hat die Spannung nicht verstärkt.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber ist mehr oder weniger auch nur oberflächlich ohne wirklich in die Tiefe zu gehen.
Mein Fazit:
Ein Thriller mit einer interessanten Grundidee, einem vielversprechendem Setting und Figuren voller Geheimnisse. Leider bleiben sowohl die Charaktere als auch die Spannung hinter ihren Möglichkeiten zurück. Durch die oberflächliche Figurenzeichnung, wenig authentische Entwicklungen und eine stellenweise überladene Handlung konnte mich der Thriller leider nicht wirklich packen.
4.5 Sterne von mir – Gefährliche Geheimnisse
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt seine Witwe Connie ihre drei Töchter und deren Familien in das Ferienhaus in den schottischen Highlands ein: Sie muss mehr als ein lange gehütetes Geheimnis offenbaren, da Rays Testament es erfordert …
Der atmosphärische, ausdrucksstarke Schreibstil, die Figurenzeichnung und die beklemmende Dynamik zwischen den Familienmitgliedern sind brillant, die Handlung schreitet durch die fünf Perspektiven mit viel Introspektion jedoch eher langsam voran. Die unheilvollen Andeutungen und das zerstörerische Verhalten der Charaktere erzeugen von Anfang an Spannung – Spannung, die subtil beginnt und zum Ende hin immer nervenaufreibender wird!
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Connie, ihren Töchtern sowie Darbys Stiefsohn Theo. Kate ist zupackend, zuverlässig, aber voller Misstrauen. Darby ist wildromantisch, Bea ist eine Chaotin und Theo wirkt mürrisch. Die Figuren sind so charakterisiert, dass man sie von Anfang an mühelos auseinanderhalten kann, und man bekommt einen guten Eindruck ihren Beziehungen zueinander. Durch Einblicke in ihre Vergangenheit lernt man sie zudem immer besser kennen sowie verstehen.
Fast alle haben Geheimnisse, die allmählich ans Licht kommen und diese Enthüllungen führen zu überfälligen Konfrontationen, schmerzhaften Erkenntnissen, aber auch zu so etwas wie Frieden? Die Konflikte zwischen den Familienmitgliedern sind packend gestaltet und die bodenlosen Abgründe, die sich auftun, ergeben ein erschütterndes, dunkelschwarzes Gesamtbild.
Das abgelegene Ferienhaus in den schottischen Highlands und das deprimierende, nass-kalte Wetter sind der perfekte Rahmen für die düstere Handlung und kommen optimal zum Tragen.
“Eine zu viel” ist ein ergreifendes Familiendrama und ein raffinierter Thriller voller schockierender Überraschungen! Der intensive Erzählstil, die sorgfältig ausgearbeiteten Figuren und die tiefschürfend-psychologische Ebene verleihen diesem vielschichtigen Spannungsroman Substanz und das Ende hat es in sich!!!