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Viral. Blutrausch

Der erste Fall für die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke. Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3710901405

ISBN-13: 

9783710901409

Auflage: 

1 (24.02.2022)

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 222.852
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3710901405

Beschreibung von Bücher.de: 

Wenn die Wahrheit von Mythen verdrängt wird.

In seinem Roman entführt uns der Bestsellerautor und Kriminalbiologe Mark Benecke in einen unbekannten, düsteren Teil unserer Gesellschaft, wo Verbrechen und Verschwörungsglaube eine unheilvolle Verbindung eingehen.

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt am Main. Immer wieder werden Leichen von jungen Frauen aufgefunden, denen mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen an Blut abgenommen wurden. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch je länger sie für ihre Ermittlungen braucht, desto schneller verbreiten sich im Netz Verschwörungsmärchen – die nach und nach zu einer ganz eigenen, wahrhaftigen Bedrohung werden.

»Viral« ist eine mitreißende moderne Sherlock-Holmes-Geschichte, die überdies zeigt, welche Gefahren in unserer vernetzten Welt lauern.

Kriminetz-Rezensionen

Eher blass und blutleer, den Blutrausch suchte ich vergeblich

Privatermittler Bastian Decker und seine Partnerin werden zur Unterstützung in einem Mordfall hinzugezogen. Zwei völlig blutleere Opfer sorgen für große mediale Aufmerksamkeit und ordentlich Druck bei der Mordinspektion. Seine ehemalige Dienststelle und die Ermittlungsarbeit sorgen bei Decker aber erst einmal für deprimierende Déjà-vus und kaum begonnen, scheint der Fall auch schon geklärt.

»Viral. Blutrausch« ist der erste Kriminalroman des bekannten Fachbuchautors Mark Benecke. Auf den ersten Eindruck wirkte das toll gestaltete Buch-Cover auf mich verspielt wie ein Jugendroman aus dem Fantasy-Genre. Es ist durch seine spektakuläre Gestaltung wirklich sehr auffallend, im Inneren verbirgt sich aber schon ein Krimi für Erwachsene. Man vermutet, im Buch wird es sicherlich aufregend und gruselig.

Die anfangs auch noch recht vielversprechenden Ermittlungen in der Real-Vampir-Szene fielen dann aber schnell komplett unter den Tisch und der Krimi entwickelte sich in eine völlig andere Richtung. Die Story beschäftigte sich im Mittelteil hauptsächlich mit den Befindlichkeiten von Privatermittler Bastian Decker. Diese Entwicklung nahm dem Buch leider völlig die Spannung und ich musste mich überwinden, die Geschichte weiterzuverfolgen. Während der Lektüre hatte man oft den Eindruck, ganze Abschnitte würden fehlen, da sich die Handlung und Ermittlung sprunghaft weiterentwickelte und der Leser dabei nicht mitgenommen wurde. Auch der Schreibstil hat mich nicht abgeholt. Als es dann zum Ende hin noch mal spannend zu werden schien, war der finale Showdown aber auch schon wieder vorbei.

Mein Fazit:
Dieser Krimi entsprach so gar nicht meinen Erwartungen, deshalb bin ich auch sehr enttäuscht. Optik und Inhalt passen nicht zusammen, es war weder spannend noch unterhaltsam. Von der Idee interessant, aber schlecht umgesetzt. Titel und Plot suggerieren leider eine völlig andere Richtung, schade.

Vampire in der Großstadt?

Mark Benecke hat seinen ersten Kriminalroman geschrieben und sich dabei ein tolles Thema ausgesucht. Es geht um blutleere Frauenleichen. Die Ermittlungen führen in ein Milieu, in dem sich Blutsauger wohlfühlen könnten. Privatermittler und Polizei arbeiten zusammen, um die Mordserie zu stoppen, doch bis dahin gibt es noch viel zu ermitteln. Ein gelungener Fall, der für mich ruhig noch 100 Seiten hätte länger sein dürfen.

»Viral. Blutrausch« ist ein moderner, aktueller Krimi. Es gibt Verschwörungstheoretiker in Form von Doktor Q, Menschen, die einem Vampir in Menschengestalt huldigen und eine Polizei, die von der Politik beeinflusst wird. Alle Themen fließen spannend in die Handlung ein, hätten aber ruhig etwas mehr Raum bekommen können.

Das gilt auch für die Entwicklung der Charaktere. Sich dabei auf Bastian Becker, einen ehemaligen Polizisten mit Psychosen, und Janina Funke zu konzentrieren, die als Privatermittler andere Wege als die Polizei zu gehen bereit sind, ist hervorragend. Während die Polizei schnell schon einen Täter präsentieren kann, der sich auch noch in seiner Opferrolle suhlt, erkennt nur Bastian, dass dieser es nicht sein kann. Die Ermittlungsarbeit hat also gerade erst begonnen, als man schon mitten im vampirischen Umfeld angekommen ist. Doch der »Schneewittchen-Mörder« macht es ihnen nicht so einfach.

Der richtige Täter hat es dann auch verdient, dass man als Leser froh ist, dass er erwischt wird. Es ist also ein Crime-Noir-Krimi, wie er sein muss: spannende Handlung, tolles Thema, interessante Ermittler und der Wunsch nach mehr.

Deshalb kann ich auch nur hoffen, dass Mark Benecke weitere Krimis mit Bastian Becker schreiben wird. Ich fände es toll, wenn ich mehr über dessen Leben und seine Ermittlungsmethoden erfahren könnte. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht. Das, was man zu lesen bekommt, ist spannend und unterhaltsam, weshalb ich es Fans seltsamer Kriminalfälle empfehlen kann.

Becker & Funke 1 - Schneewittchen, Vampire und Verschwörungen

Eine blutleere weibliche Leiche wird in der Öffentlichkeit aufgefunden. Hauptkommissarin Christine Peterson übernimmt den Fall. An ihrer Seite hat sie neben Professor Frenzel, dem Rechtsmediziner, auch die junge Kollegin Alina Brinkmeier. Zusätzlich fordert sie Unterstützung von Bastian Becker an. Dieser arbeitete früher mit ihr zusammen, jetzt ist er in Berlin ein Privatermittler, der von Albträumen gequält wird und seine Schulden nicht bezahlen kann. Zusammen mit seiner Partnerin Janina Funke mischt er bei den Ermittlungen mit. Alina verfolgt den Ansatz von Vampirismus. Als eine 2. Leiche gefunden wird, macht der Innenminister Druck, und es wird auch prompt der Real-Life-Vampir Dulac verhaftet, der kein Alibi hat und die Tat auch nicht abstreitet. Doch Becker glaubt nicht an seine Schuld und muss zu unkonventionellen Mitteln greifen. Währenddessen sorgen Verschwörungstheorien im Internet für Demonstrationen angeführt von Dr. Q, einem Querdenker der schlimmsten Sorte.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, auch wenn es eher zu einem Jugend-Krimi als zu einem Crime Noir passt.

Ich durfte schon einige Bücher des Autors lesen, der ja auch durchs Fernsehen als Experte bekannt ist. Bei einem Vortrag von ihm, stieß ich auf dieses Buch und war doch überrascht, da ich mir den doch eher nüchternen Wissenschaftler schwer in der Rolle eines Krimiautors vorstellen konnte. Tatsächlich legt der Autor aber in diesem Krimi weniger Wert auf wissenschaftliche Finessen, sondern konzentriert sich auf die Hauptcharaktere und die Wendungen, die das Buch zu bieten hat.

Der Schreibstil ist ausgezeichnet; die Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt, auch wenn die Stadt in der die Morde passieren, namenlos bleibt.

Der Plot ist sehr interessant gewählt und verbindet unkonventionelle Ermittler mit Themen, die immer wieder aktuell sind (z.B. Druck auf die Ermittler und Verschwörungstheoretiker).

Der Spannungsbogen ist gut, könnte aber definitiv noch höher sein. Dennoch hat es Mark Benecke geschafft, dass ich das Buch mit 232 Seiten sehr schnell zu Ende gelesen habe, da ich wissen wollte, wie es weitergeht. Dazu trägt vor allem Bastian Becker bei, der mir sehr gut gefällt und wohl die eine oder andere Gemeinsamkeit mit dem Autor aufweist.

Der Täter selbst wird für Krimi-Fans keine wirkliche Überraschung sein, dafür umso mehr die Story, die der erste Band und der erste Versuch einer fiktiven Krimi-Story ist. Band 2 liegt schon bereit und ich freue mich.

Fazit: Solider Krimi-Auftakt von Dr. Made. 5 von 5 Sternen