Cover von: Voodoo Berlin
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Voodoo Berlin

Der zweite Fall für Hauptkommissar Heiko Brandt. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740805072

ISBN-13: 

9783740805074

Auflage: 

1 (23.05.2019)

Preis: 

14,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 50.872
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740805072

Beschreibung von Bücher.de: 

Hauptkommissar Heiko Brandt war Ethnologe und hat bei Bergstämmen, Seenomaden und in Slums gelebt - überall auf der Welt. Jetzt arbeitet er beim LKA.

Sein neuer Fall weckt dunkle Erinnerungen an seine Zeit in Afrika. Hat er es mit einem Ritualmord zu tun? Bei den Recherchen stößt er in obskuren Hinterzimmern auf alten Volksglauben, gefährliche Zeremonien und dunkle Mächte.

Kriminetz-Rezensionen

Es gibt Dinge, die sind so erschreckend, dass ich sie mir nicht mal vorstellen möchte

Der Einstieg in Voodoo Berlin ist so erschreckend und widerwärtig, weil es so real ist. An einem afrikanischen Mädchen wird eine sogenannte Mädchenbeschneidung, also eine Genitalverstümmelung, vorgenommen. Das erste Mal habe ich in dem Buch Wüstenblume vor vielen Jahren darüber gelesen und ich war heute genauso geschockt, angeekelt und wütend wie damals, wie man jemandem, noch dazu einem Kind, so etwas antun kann.

SOKO
Danach geht es weiter mit dem »Sonderkommissariat für Tötungsdelikte mit fremdkulturellen Hintergrund« und den Ermittlern Brand und Erbay. Ein Sonderkommissariat mit einem derart sperrigen, aber irgendwie typisch deutschen Namen gibt es hoffentlich nicht wirklich. Allerdings hoffe ich das auch ein bisschen, was die beiden Ermittler angeht. Ich würde jedenfalls mit beiden nicht so gern zusammenarbeiten. Ich finde, Polizeiarbeit ist Teamwork – davon haben beide keine Ahnung.

Klischees
Verschrobene, eigenbrötlerische und irgendwie vorgeschädigte Ermittler sind in – weiß ich. Aber diese beiden nerven mich mit ihren Marotten und Eigenarten schon ziemlich. Mich von den beiden durch das Flüchtlingselend und durch die offenbar recht große afrikanische Community Berlins sowie die Voodoo-Szene mit ihren Priestern steuern zu lassen, fand ich recht schwierig. Ich fand das alles schon sehr klischeehaft, aber vor allem fand ich einiges recht unglaubwürdig – was in einer fiktiven Geschichte ja passen würde.

Krimiplot
Der eigentliche Krimiplot ist auf jeden Fall gut konstruiert und hatte viel Potenzial, was aber meiner Meinung nach überhaupt nicht ausgeschöpft wurde. Immer wieder geriet der Kriminalfall in den Hintergrund, weil sich entweder die Ermittler irgendwie profilieren mussten oder weil es mal wieder Zeit für eine Runde, meiner Meinung nach, sehr klischeebehafteter Sozialkritik war. Das Ende der Story ist dann auch recht bitter – passt aber zur vorangegangenen Geschichte.

Mein Fazit
Voodoo Berlin ist eine durchaus spannende Geschichte mit sehr viel Potenzial, das aber meiner Meinung nach nicht mal zur Hälfte ausgeschöpft wird. Schade drum, aber meins war das Buch leider nicht.