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Was früher blüht, ist länger tot
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Beschreibung:
»Humbleham soll schöner werden!« Der Ort im Herzen von Rutland will unbedingt den begehrten Preis »Rutland in Bloom« für das schönste Dorf im County gewinnen.
Doch unmittelbar vor dem Besuch der Jury kommt der Wirt des örtlichen Pubs bei einem schrecklichen Unfall ums Leben. Während Dorfpolizistin Helen Franklin noch klärt, wie es dazu kommen konnte, wird ein Jurymitglied auf offener Straße erschossen.
Das ruft Scotland Yard auf den Plan: Ausgerechnet Ben Baxter, mit dem Helen einmal liiert war, soll den Mord an dem Politiker aufklären. Und es ist nicht der letzte Todesfall inmitten der blühenden Pracht – offenbar will jemand den Sieg Humblehams um jeden Preis verhindern.
Erst als sich Helen und Ben zusammenraufen, kommen sie einer perfiden Verschwörung auf die Spur, die sie zurück in die Vergangenheit führt …





















Unterhaltsamer CosyCrime mit Hand und Fuß
**Inhaltsangabe Verlag:**
»Humbleham soll schöner werden!« Der Ort im Herzen von Rutland will unbedingt den begehrten Preis »Rutland in Bloom« für das schönste Dorf im County gewinnen. Doch unmittelbar vor dem Besuch der Jury kommt der Wirt des örtlichen Pubs bei einem schrecklichen Unfall ums Leben. Während Dorfpolizistin Helen Franklin noch klärt, wie es dazu kommen konnte, wird ein Jurymitglied auf offener Straße erschossen.
Das ruft Scotland Yard auf den Plan: Ausgerechnet Ben Baxter, mit dem Helen einmal liiert war, soll den Mord an dem Politiker aufklären. Und es ist nicht der letzte Todesfall inmitten der blühenden Pracht – offenbar will jemand den Sieg Humblehams um jeden Preis verhindern. Erst als sich Helen und Ben zusammenraufen, kommen sie einer perfiden Verschwörung auf die Spur, die sie zurück in die Vergangenheit führt ...
Ein wunderbar britischer Krimi – ein wenig skurril, witzig, voller Pointen und unerwarteter Wendungen!
**Meine Inhaltsangabe:**
Helen hat sich von der Londoner MET in ihr Heimatdorf versetzen lassen, füllt dort die Rolle der Dorfpolizistin aus und umsorgt ansonsten ihre Mutter nach einem Schlaganfall. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb um das schönste Dorf laufen auf Hochtouren, die Jury ist vor Ort, da wird der Wirt des Pubs tot aufgefunden. Ein Dartpfeil steckt in seinem Genick. Helen ermittelt, unterstützt von Kollegen der MET. Als dann am selben Tag auch noch ein Jurymitglied erschossen wird, bei dem es sich um ein Mitglied des Parlaments handelt, ruft das das Scotland Yard auf den Plan. Ausgerechnet Helens Ex Ben übernimmt den Fall. Helen fühlt sich nicht wohl dabei, weiß aber ihre Professionalität zu wahren. Und tatsächlich schaffen die beiden es, wie früher zusammenzuarbeiten und eine Spur nach der anderen aufzudecken. Spätestens bei der 3. Leiche ist klar: die Fälle hängen zusammen und dem Mörder muss schnell das Handwerk gelegt werden.
Erster Satz: »Sie haben da was.«
**Mein Eindruck:**
Das Cover gefällt mir sehr gut und man erkennt auch direkt, dass es ich um einen CosyCrime handelt. Der glänzt mit dem Setting eines beschaulichen, hübschen englischen Dörfchens, welches in mir sofort Fernweh auslöste und mit bildhaft beschriebenen Charakteren, die ich mir perfekt vorstellen konnte. Mir gefällt, dass hier nichts an den Haaren herbeigezogen ist, sondern alles Hand und Fuß hat. Sei es die Tötungsarten (vor allem der Mord am Wirt, super perfide) oder auch die Ermittlungen im Zusammenspiel mit mehreren Instanzen und dem dazugehörigen Kompetenzgerangel. Die Auflösung fand ich super gelungen, mit meinen Verdächtigungen lag ich bis zuletzt falsch. Ich bin froh, dass das Verhältnis zwischen Helen und ihrem Ex nicht ausufernd Thema war, sondern eher am Rand mitspielte und die Story nur ergänzte und nicht dominierte. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen, so dass es nicht wundert, dass ich in Nullkommanichts durch das Buch durch war. Die Hauptfigur Helen war mir teilweise zu ambivalent gezeichnet (einerseits total selbstbewusst in Job und Leben, dann wieder sehr schwach und kindlich, was ihre Vergangenheit in London betrifft und ihre aktuelle Beziehung zu ihrer sehr fordernden Mutter). Fazit: ein kurzweiliger, durchdachter Krimi für Fans englischer CosyCrimes, die nicht ganz so weichgespült sind. Von mir sehr gute 4/5 Sterne.
Morde und idyllische Gärten
„Was früher blüht, ist länger tot“ von Karen Finch ist ein Wohlfühlkrimi im britischem Stil, der Auftakt zu einer Serie.
Kurz zum Inhalt:
Humbleham möchte den Preis als das schönste Dorf im County gewinnen. Knapp bevor die Jury eintrifft, verstirbt der Wirt des Pubs unter rätselhaften Umständen. Die Dorfpolizistin ermittelt noch, da wird eines der Jurymitglieder während der Dorfbesichtigung erschossen. Scotland Yard entsendet Unterstützung – ausgerechnet Ben, ihren früheren dienstlichen und auch privaten Partner.
Abgesehen davon, dass das kräftige Grün auffällt, kann ich dem Cover nicht viel abgewinnen. Ein Foto eines typisch englischen Prachtgartens hätte meiner Meinung nach auf den Schauplatz besser eingestimmt. Auch der Titel ist leider nichtssagend. Selbst nach Beendigung des Krimis konnte ich nicht nachvollziehen, was er aussagen soll. Das Buch erschien 2025 im Verlag HarperCollins.
Der Schreibstil ist flüssig, locker und bildhaft. Das britische Ambiente, vor allem die Blütenpracht und die von vielen Arten geprägte, vielseitige Gartengestaltung, ist eindrucksvoll beschrieben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, verfügen jedoch über keine Zeitangaben. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart in einem fiktiven englischen Dörfchen. Ich hätte hinsichtlich des doch recht umfangreichen Personenkreises ein Personenverzeichnis geschätzt.
Bis auf den Prolog wird das Geschehen aus Helens Perspektive erzählt. Man schaut ihr quasi von Beginn an über die Schulter, ist in die Ermittlungen integriert und am selben Wissensstand wie sie. Generell verläuft die Handlung relativ ruhig. Das Umfeld ist beschaulich, inklusive der gut dosierten Einblicke in Helens Privatleben. Die Polizei tappt lange Zeit im Dunkeln, inwieweit die beiden Morde zusammenhängen, welches Motiv dahinter stecken könnte. Das Reizvolle an diesem Krimi ist auch die Tatsache, dass man als Leser wunderbar miträtseln kann. Die Spannung köchelt stets vor sich hin. Denn immer wieder gibt es unerwartete Wendungen. Schließlich entdeckt Helen durch Zufall zwar eine Verbindung, zudem gibt es noch weitere Mordanschläge. Doch es kristallisiert sich kein wahrer Täter heraus – immer passt irgendetwas nicht: entweder ist kein Motiv vorhanden oder keine Möglichkeit. Bis Helen etwas Wesentliches auffällt. Der Fall ist gelöst. Recht überraschend für mich.
Was die Charaktere anbelangt, so sind die Menschen im Großen und Ganzen gut vorstellbar gezeichnet, dem Genre gemäß nicht sehr in die Tiefe gehend. Im Mittelpunkt steht Helen, die junge sympathische Dorfpolizistin. Sie ist nach Jahren bei der Londoner Kriminalpolizei in ihr Heimatdorf zurückgekehrt, um ihre kranke Mutter zu unterstützen. Vorübergehend, hofft sie. Denn sie möchte wieder als Kriminalbeamtin arbeiten. Nicht nur die Beziehung zu ihrer Mutter, die ihre Tochter in egoistischer Weise vereinnahmen will, ist schwierig, sondern auch zwischen Ben und ihr steht irgendein Missverständnis. Doch die beiden mögen sich nach wie vor. Ich hoffe auf interessante private Wendungen im Folgeband.
Mit „Was früher blüht, ist länger tot“ ist Karen Finch ein gelungener Auftakt für eine neue Reihe gelungen. Ich mag den Schreibstil der Autorin, deren Krimis, die sie unter Pseudonymen Carine Bernard und Karina Ewald verfasst, ich schon seit Jahren mit Begeisterung lese. Auch dieser Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen, sowohl das beschauliche Lokalkolorit, als auch die Protagonisten. Ich denke, hier steckt noch einiges Potential sowohl für weitere Fälle als auch in der privaten Entwicklung der Protagonisten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.