Cover von: Was am Ufer lauert

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Was am Ufer lauert

Der zweite Fall für Gianna Pitti
Buch
Broschiert, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

346200767X

ISBN-13: 

9783462007671

Auflage: 

1 (08.05.2025)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 70.681
Amazon Bestellnummer (ASIN): 346200767X

Beschreibung: 

Der zweite Fall der Polizeireporterin Gianna Pitti am malerisch-mörderischen Gardasee.

Eine unbekannte Frauenleiche, ein Entführungsversuch und geheime Schriften Winston Churchills, die womöglich die Weltgeschichte verändern: Gianna und ihre Familie verstricken sich erneut in brisante Ermittlungen.

Die junge Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo, der zurück am See ist, einen Informanten am Ostufer treffen. Da scheint niemand zu sein. Doch dann sieht sie etwas im Wasser liegen. Eine Frauenleiche! Und: Ein Wagen fährt los. Wer sitzt darin? Der Mörder? Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf steht: Churchills Geheimnis.

Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. In der Bibliothek der Familienvilla finden sie Aufzeichnungen von Giannas Urgroßvater, der seinerzeit einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte, dem wohl schönsten Flecken am See.

Indes fallen in Malcesine Schüsse: ein Entführungsversuch eines britischen Historikers, der zu Winston Churchill forscht. Hängt der Vorfall mit dem Mord am Ufer zusammen? Wer ist die Tote? Und was hat es mit dem amerikanischen Ostküstenmillionär auf sich, der an der Baia delle Sirene einen baufälligen Ansitz gekauft hat?

Langsam versuchen die Pittis, das Geflecht aus Verbrechen und politischen und historischen Geheimnissen zu entwirren – werden ihre Funde am Ende die Geschichte umschreiben?

Kriminetz-Rezensionen

Was am Ufer lauert

Bei der Gerichtsreporterin Gianna meldet sich nach seinem plötzlichen Verschwinden vor einem Jahr ihr Vater wieder, er möchte mit ihr zusammenarbeiten. Deshalb beauftragt er sie, am Gardasee einen Informanten zu treffen, der ihr geheime Schriften von Wintson Churchill übergeben will. Aber als Gianna dort eintrifft, findet sie nur die Leiche einer Frau, aus dem Wasser holt sie eine CD Hülle, die etwas mit den Churchill Unterlagen zu tun haben scheint. Der Marchese, ihr Onkel, soll ihnen dabei weiterhelfen. Sie meinen, dass in Marcheses umfangreicher Bibliothek etwas zu finden wäre. Der Marchese ist ein etwas schrulliger Mann mit beginnender Demenz. Er möchte aber behilflich sein. Dann ist auch plötzlich ein Wissenschaftler verschwunden, der über Churchill referieren wollte, anscheinend entführt von den Leuten, die die Frau getötet haben. Der Marchese macht sich selbst als Detektiv an die Sache heran und gerät in große Gefahr. Dies alles geschieht vor der wunderbaren Kulisse des Gardasees, dessen Schönheit hier immer wieder beschrieben wird. Aber trotz aller Schrecken wird auch das Dolce Vita und die guten Speisen und Weine dem Leser näher gebracht. Ein Krimi, der anfangs ein wenig seicht dahinfließt, aber am Ende zu an Raffinesse und Aktion gewinnt. Das Cover könnte einem Urlaubsprospekt entsprungen sein. Der blaue Himmel und der See strahlen um die Wette.

Gianna Pittis zweiter Fall

Mit "Was am Ufer lauert" hat der Autor Lenz Koppelstätter die Fortsetzung seines Gardasee-Krimis "Was der See birgt" veröffentlicht.
Zum besseren Verständnis des Handlungsablaufes empfiehlt es sich dringend, die Fälle der Reihe nach zu lesen, da sie großenteils aufeinander aufbauen.
Ein besonders für Italienkenner und -Urlauber angenehm lesbares Buch, dessen einziges Manko darin besteht, dass es sich über eine ganze Strecke in Nebenschauplätzen verliert, und damit den eigentlichen Kriminalfall etwas vernachlässigt. Erst im letzten Viertel erreicht die Spannung durchgehend das erwartete Niveau. Die ungelösten Rätsel finden eine logische Lösung des bisherigen Geschehens, und erbringen einen insgesamt angenehmen, versöhnlichen Abschluss.
Das Gardasee-Feeling trägt dabei wesentlich zu einer empfehlenswerten Lektüre bei.

Zuwenig Spannung

Ich kenne die Grauner Reihe dieses Autors,welche ich gerne gelesen habe und war auf die neue Reihe sehr gespannt.Im Mittelpunkt steht die Journalistin Gianna Pitti,welche auf die Bitte ihres Vaters, der nach längerer Abwesenheit wieder am Gardasee zurück ist, einen Informanten treffen. es findet sich am vereinbarten Treffpunkt niemand ein, stattdessen trifft sie auf eine Frauenleiche im Wasser, welche kurz darauf wieder verschwunden ist. Eine CD Rom Hülle, welche bei der Leiche gefunden wird, trägt die Aufschrift: „Churchills Geheimnis“.
In die nun folgenden Ermittlungen ist die gesamte Familie eingebunden. Das sind neben ihrem Vater, ihr Onkel der Marchese Francesco und ihre Chefin,die Chefredakteurin Elvira Sondrini.
Was eigentlich ein spannendes Thema hätte sein können, erweist sich leider als das Gegenteil,die Geschichte tröpfelt vor sich hin ,es gibt ständig wechselnde Nebenschauplätze,wodurch der Spannungsbogen leidet.
Die Familie, mit diversen Querelen, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, wobei Marchese Francesco mir als witzige und angenehme Persönlichkeit auffiel.

Fazit:

Viel Familiendrama,wenig Krimi.

Ein weiterer Fall für Polizeireporterin Gianna Pitti

Nach einem Jahr absoluter Funkstille ist Arnaldo Marchese Pitti-Sanbaldi wieder zurück in seiner Heimat in Riva del Garda am Gardasee. Und er spannt für seine neue Recherche gleich seine Tochter Gianna ein. Die soll ein paar Kilometer vor Malcesine auf einem kleinen Grünstreifen Jemanden treffen, der ihr eine CD-ROM übergibt. Mehr weiß sie nicht. Doch außer ihr und einem schwarzen Jeep ist dort niemand. Bis sie im Wasser eine Frauenleiche liegen sieht. Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf steht - Churchills Geheimnis.
In ihrem zweiten Fall am malerisch-mörderischen Gardasee versucht Polizeireoorterin Gianna Pitti zusammen mit ihrem Vater Arnaldo, ihrem Onkel Francesco Marchese Pitti-Sanbaldi und der Chefredakteurin des Messaggero di Riva Elvira Sondrini nun herauszufinden, was es mit der Toten aus dem See und der leeren CD-ROM-Hülle auf sich hat und wer die Tote ist. Dann wird der britische Historiker Prof. Dr. Sheppard, der zu Winston Churchill forscht, entführt. Hängt das mit der Toten aus dem See zusammen?

Die dunklen Wolken auf dem Cover, die über den Gardasee ziehen, lassen mich schon vermuten, dass es hier nicht direkt zu einer Auflösung kommen wird.
Genau wie die Stimmung des Covers versteht es Autor Lenz Koppelstätter sehr gut die Stimmung in der Geschichte geheimnisvoll und undurchsichtig zu gestalten. Da die Ermittlungen hauptsächlich von Gianna, ihrem Vater, ihrem Onkel und Elvira ausgehen, hängt eine leise, suchende Spannung über allem, was sich hier abspielt. Die vier erzählen ihre Sicht auf die Dinge in wechselnden Abschnitten, wobei sehr viel Privates eine Rolle spielt. Dabei gesellt sich ganz langsam ein Puzzleteilchen zum anderen und ergibt zum Schluss ein großes Ganzes, das keine Fragen mehr offen lässt. Die Cliffhanger, die bei den verschiedenen Sichtweisen entstehen, haben es mir nur selten erlaubt, mal eine kleine Pause einzulegen. Die treiben die Spannung, die sich ganz langsam aufbaut, voran.
Die vier Charaktere mit denen ich es hier hauptsächlich zu tun bekomme, finde ich gut ausgearbeitet und vorstellbar. Alle vier sind mir recht sympathisch. Wobei ich den exzentrischen, leicht zur Demenz neigenden Marchese noch ein bisserl lieber mag, wie seinen Bruder und die beiden Damen. Aber auch die anderen Menschen, die ich hier kennenlerne, sind farbig und gut vorstellbar skizziert.
Der Gardasee und seine Umgebung werden gekonnt in die Geschichte eingeflochten. Auf der vorderen Umschlagseite bekomme ich eine Karte des Sees, die mich beim orientieren unterstützt. Ich bin sehr gerne mit Gianna auf ihrer Vespa durch die wunderschöne Gegend gefahren und habe dabei Lust bekommen, den Gardasee endlich auch mal zu besuchen.
Autor Lenz Koppelstätter baut viele Informationen zu Winston Churchill und den Duce del Fascismo Benito Mussolini ein, was mir sehr gut gefallen hat.

Obwohl dieser Krimi zum großen Teil von den persönlichen Zusammenhängen der Familie Pitti-Sanbaldi und den Belangen des Messaggero di Riva gespeist wird, bin ich den kriminellen Spuren gerne gefolgt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war überrascht, welches Resultat mir der Autor dann vorlegt.

Ein ungewöhnlicher 2. Gardasee-Fall

Gianna Pitti freut sich nach all der vergangenen Aufregung am See, endlich ihren Vater Adriano wiederzuhaben und ihren verdienten Urlaub zu genießen. Sie hat sich einiges vorgenommen zu erledigen, doch natürlich auch sich zu erholen. Für ihren Vater hat sie zunächst einen kleinen Auftrag zu erledigen und soll am See jemanden treffen. Doch an Stelle des angekündigten Informanten zieht Gianna eine Tote aus dem Wasser! Neben der Leiche dümpelt eine leere CD-Hülle, mit der Aufschrift „Churchills Geheimnis“. Ab diesem Zeitpunkt bleibt keine Zeit mehr für Erholung und zusammen mit ihrer Chefin Elvira, Vater Adriano und Onkel Francesco beginnt eine Jagd nach dem Geheimnis der Toten. Denn die Ereignisse am See überschlagen sich, als sich herauskristallisiert, dass die Journalisten nicht die einzigen Interessenten sind.

Nach einem gelungenen ersten Teil des Südtiroler Autors Lenz Koppelstätter, geht es mit Band zwei “Was am Ufer lauert” weiter mit spannender investigativer Ermittlungsarbeit am Gardasee. Es geht sowohl um Mord, als auch um pikante Geheimnisse aus dunkler Nazivergangenheit, die bis ins hier und jetzt ihre Auswirkungen haben. Sehr einfallsreich, lebhaft und unterhaltsam gestrickt. Besonders gefallen mir hier auch die einprägsam unkonventionell angelegten Charaktere des Autors. Giannas seltsam versnobten Onkel Francesco finde ich liebenswert schrullig und mit einem Augenzwinkern dargestellt. Insgesamt hat sich hier am See aber ein effizientes Team gebildet, das auch für künftige Ermittlungen gut gerüstet ist. Findige Journalisten als Schnüffler sind mal eine Abwechslung im Krimi-Alltag.

Mein Fazit:
Die Verbindung der Themen Churchill/Mussolini/Gardasee im Krimi fand ich prima konstruiert und absolut interessant gewählt. Die Seiten flogen dahin, abwechslungsreich und schnell gelesen.
Gerne mehr davon.

Leider zu wenig überzeugend

Gianna Pitti, die junge Polizeireporterin, soll im Auftrag ihres Vaters einen Informanten am Ostufer des Gardasees treffen. Doch stattdessen findet sie eine ermordete Frau und eine leere CD-Rom-Hülle mit der Aufschrift: Churchills Geheimnis
Zusammen mit ihrem Vater Arnaldo, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und der Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht Gianna herauszufinden, was es mit der Toten und Churchills Geheimnis auf sich hat. Onkel Francesco findet in der Familienvilla das Tagebuch von Giannas Urgroßvater, der vor Jahrzehnten mit Winston Churchill befreundet war.
Während sie versuchen, die Identität der Toten zu klären, werden Gianna, ihr Vater, aber auch Onkel Francesco von bewaffneten Männern verfolgt und ein britischer Historiker, der zu Winston Churchill forscht, wird entführt.
Gianna und ihre Familie versuchen, das Rätsel zu lösen. Dabei gerät die Handlung allerdings immer wieder etwas in den Hintergrund und die Konflikte der Familie nehmen breiten Raum ein. Das ist zwar durchaus unterhaltsam und man freut sich, dass die doch sehr unterschiedlichen Mitglieder der Familie Pitti wieder zueinander finden. Dennoch leidet darunter die Spannung und nicht jeder Handlungsschritt wird schlüssig weiterverfolgt.
Für mich ist ,,Was am Ufer lauert“ bisher Koppelstätters schwächstes Buch. Schade, da sowohl die sympathische Journalistin Gianna als auch der Gardasee als Schauplatz vielversprechend ist.

Spannung am Gardasee

Nachdem ihr Vater gerade erst wieder zurückgekehrt ist, will die Journalistin Gianna Pitti die Bitte ihres Vaters nicht ablehnen, geheime Informationen in Empfang zu nehmen. Zur Übergabe kommt es aber nicht, stattdessen findet Gianna die Leiche einer älteren Frau im Meer. Bei ihr entdeckt sie die Hülle einer CD-Rom mit der Beschriftung "Die Geheimnisse Winston Churchills". Gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Onkel macht sie sich nun auf die Suche nach dem Täter und der Vergangenheit Churchills, die mit der Gardasee-Region anscheinend zusammenhängt...

Der erfolgreiche Autor Lenz Koppelstätter konnte mich bereits mit seinen Kriminalromanen um den sympathischen Ermittler Commisario Grauner begeistern, so dass ich nun sehr gespannt auf sein neues Projekt vom Gardasee war. "Was am Ufer lauert" ist bereits der zweite Band aus der Reihe, aber ich hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme, so dass das Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Koppelstäätter erzählt die Geschichte in seinem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, mit dem er den Leser schnell in die Gardasee-Region entführt. Der Spannungsbogen wird mit der toten Frau und dem Geheimnis um Churchills Vergangenheit sehr gut aufgebaut und über die anschließenden Ermittlungen auf einem guten Niveau gehalten. Die Story wirkt gut durchdacht und konnte mich bis zum Finale, welches den fall mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung abrundet, in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Was am Ufer lauert" ein gelungener Regionalkrimi, der mit einer guten Mischung aus Lokalkolorit und Spannung überzeugen kann, aber aus meiner Sicht nicht ganz an das Niveau der Südtirol-Kriminalromane um Commisario Grauner heranreichen kann. Ich empfehle das vorliegende Buch durchaus als soliden Kriminalroman und bewerte ihn mit guten vier von fünf Sternen.

Trotz Geheimdiensten fehlte es mir an Spannung

Buchmeinung zu Lenz Koppelstätter – »Was am Ufer lauert«

»Was am Ufer lauert« ist ein Kriminalroman von Lenz Koppelstätter, der 2025 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Dies ist der zweite Band um die junge Polizeireporterin Gianna Pitti-Sanbaldi, die am Gardasee ermittelt.

Zum Autor:
Lenz Koppelstätter, Jahrgang 1982, ist in Südtirol geboren und aufgewachsen. Er arbeitet als Medienentwickler und als Reporter für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Salon. 2015 startete bei Kiepenheuer & Witsch die Krimireihe um den Südtiroler Commissario Grauner, die ein großer Erfolg bei Leser:innen und Presse ist.

Klappentext:
Die junge Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo, der zurück am See ist, einen Informanten am Ostufer treffen. Da scheint niemand zu sein. Doch dann sieht sie etwas im Wasser liegen. Eine Frauenleiche! Und: Ein Wagen fährt los. Wer sitzt darin? Der Mörder? Bei der Leiche findet Gianna eine CD-ROM-Hülle, darauf steht: Churchills Geheimnis.
Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. In der Bibliothek der Familienvilla finden sie Aufzeichnungen von Giannas Urgroßvater, der seinerzeit einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte, dem wohl schönsten Flecken am See.

Zum Inhalt:
Journalisten auf der Suche nach Churchills Geheimnis am Gardasee. Als er eine Tote gibt stellt sich die Frage, wer noch beteiligt ist und auch vor Mord nicht zurückschreckt?

Meine Meinung:
Der Autor Lenz Koppelstätter ist ein guter Erzähler, der interessante und vielleicht etwas überzeichnete Figuren ins Rennen schickt. Von Anfang an hat mich aber gestört, wie Gianna Pitti mit der Polizei eher nicht zusammen arbeitet. Sie findet eine Leiche und macht sich einfach aus dem Staub, ohne in Not zu sein. Da hilft auch der amüsante Schreibstil wenig. Francesco empfand ich als sehr gelungene Figur und Arnaldo als sehr bestimmt mit Geheimnissen und guten Ideen, aber auch mit Problemen in der Umsetzung. An Gianna musste ich mich erst langsam gewöhnen. Der Fall selber blieb lange Zeit unklar und die Aktionen der Geheimdienste, wenn es denn welche waren, sorgte für weitere Verwirrung. Gefallen haben mir die Nebenhandlungen um Demenz und Lebensfähigkeit klassischer Zeitungen. Die Handlung und leider auch die Spannung nahmen erst spät Fahrt auf. Dafür gab es atmosphärische Beschreibungen vom Leben am Gardasee und den Aufenthalten Churchills. Die Auflösung hat mir gefallen und lag weit außerhalb meiner Erwartungen. Insgesamt habe ich mich vor allem wegen des Schreibstils gut unterhalten und hoffe, dass der nächste Titel spannender sein wird.

Fazit:
Diesem atmosphärischen Krimi mangelt es leider lange Zeit an Spannung. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (65 von 100 Punkten).

Churchills Geheimnis

Was am Ufer lauert, Krimi von Lenz Koppelstätter, Ullstein eBooks
Der zweite Fall der Polizeireporterin Gianna Pitti am malerisch-mörderischen Gardasee
Die Polizeireporterin Gianna Pitti soll für ihren Vater, der wieder zurückgekehrt ist, einen Informanten am Gardasee treffen. Was sie vorfindet ist eine Wasserleiche in den Fluten. Bei der Leiche entdeckt sie eine leere CD-Hülle mit der Aufschrift Churchills Geheimnis.
Derweil fallen in Malcesine Schüsse, ein Professor der über Churchill forscht, sollte entführt werden. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. Gibt es Verbindungen zu Giannas Urgroßvater der einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte?
Die Geschehnisse setzen unmittelbar nach den Geschehnissen vom Vorgängerband ein, deshalb konnte sich nach der Lektüre von Band 1, sofort Lesefluss beim Weiterlesen einstellen. Ein wunderbares Setting, welches hervorragend und sehr bildhaft beschrieben ist und eine flüssige Schreibweise kann ich nur bestätigen, die durch die Auffinde-Situation befeuerte Spannung steigert sich mehr und mehr und erst nach verschiedenen Wendungen und Verwicklungen rund um die Familie der Reporterin kann der Fall geklärt werden, der Ermittlungszeitraum beträgt drei Tage weshalb das Buch in drei Teile aufgeteilt ist, Immer wieder wechseln die Erzählstränge, die mit den Namen der jeweiligen Personen überschreiben sind, ab. Das befeuert die Spannung, das macht es dem Leser schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Lebhafte und amüsante Dialoge sind eine Stärke der Handlung. Italienische Begriffe und Phrasen sind kursiv hervorgehoben, dadurch stellt sich italienisches Feeling ein. Ebenfalls kursiv erscheinen Eigennamen von Büchern, Zeitschriften, Liedern, Speisen und Getränken. Im Text ist ein Fußballrätsel integriert, welches ich mit Freude zusätzlich gelöst habe, die Lösungen sind im Anhang angegeben. Vorne im Buch zuerst die Karte des Gardasees mit Umgebung, damit ist ein Überblick über das Setting gewährleistet. Ebenso lockert das Gedruckte eine To-Do-Liste auf die handschriftlich eingefügt ist. Gleichfalls als Notiz, das Rezept für ein traditionelles Gebäck, welches von Churchill bevorzugt wurde. Handschriftlich und italienisch mit deutscher Übersetzung. Diese Rosinenkekse möchte einmal nachbacken.
Zu Beginn der Lektüre ergeben sich Geschehnisse langsam, als sich die Ereignisse überschlagen ist das letzte Drittel des Buches, sehr spannend. Auch in Band zwei ist es nicht leicht dem Geschehen zu folgen so viele Namen und Zusammenhänge, zu viele Szenenwechsel, man muss sich gehörig konzentrieren, auf die historischen und politischen Inhalte. Hier wünsche ich mir für die nächsten Bände etwas mehr Überblick und Klarheit. Aus dem Ermittlertrio Gianna, dem Marchese Francesco, ihrem Onkel und Elvira, Giannas Chefin der Chefredakteurin der Lokalzeitung, ist ein Quartett geworden. Der verschollene Vater Giannas, Arnaldo Pitti ist wieder aufgetaucht. Allesamt Personen mit Charakter, durch die Erzählung aus der Sicht der jeweiligen Personen, ist eine nachvollziehbare und authentische Darlegung möglich. Die interessanteste Figur auch in diesem Band Marchese Francesco, was es mit seiner Vergesslichkeit auf sich hat ist noch immer nicht geklärt, er hat Stil Witz und Eleganz. Die anderen Figuren wirken echt, nur Arnaldo Pitti-Sanbaldi, der lange verschollene Vater, ihn kann ich noch nicht so richtig einordnen.
Mir gefällt die „Ermittlungen am Gardasee – Reihe“ von Koppelstätter gut, ich werde weitere Folgen auch lesen, doch die Commissario Grauner-Reihe des Autors finde ich interessanter.
Ich empfehle den Kriminalroman, allen Koppelstätter- und Gardasee-Fans. Von mir gibt es 4 Sterne, weil es so schwer ist, in der Reihe den Überblick zu behalten.

Churchills Geheimnis

Journalistin Gianna Pitti soll auf Bitten ihres Vaters Arnaldo einen Informanten am Ostufer des Gardasees treffen und etwas in Empfang nehmen. Doch stattdessen findet sie eine Frauenleiche im Wasser und ein Auto entfernt sich. Bei der Leiche liegt eine leere CD-Hülle mit der Aufschrift „Churchills Geheimnis“. Natürlich wollen Gianna, ihre Familie und ihre Chefin der Sache auf den Grund gehen. Das ist nicht ganz ungefährlich, denn schon bald fallen Schüsse in Malcesine.
Ich kenne auch schon den ersten Band aus der Reihe „Ermittlungen am Gardasee“. Obwohl dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, ist es vorteilhaft, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der Schreibstil ist locker und leicht. Die Atmosphäre am Gardasee ist schön bildhaft dargestellt.
Gianna Pitti mag es, wenn sie vor Ort ist, wo etwas passiert. Als sie die Tote im See findet, überlegt sie daher, ob sie die Polizei informiert oder doch lieber selbst ermittelt. Dieses Mal wird sie auch von ihrem Vater unterstützt, der als Investigativ-Journalist eine Zeitlang verschollen war. Die Überraschung bei seinem Auftauchen muss Gianna erst mal verdauen. Mit von der Partie ist natürlich auch wieder Giannas Onkel, der schrullige Marchese Francesco Pitti-Sanbaldi, sowie ihre Chefredakteurin Elvira Sondrini. Gemeinsam ermitteln sie recht unkonventionell.
Auch wenn sich die Aufklärung etwas zieht, so macht es doch Spaß, dieses ungewöhnlichen Ermittlerteam bei seinen Recherchen zu begleiten. Glücklicherweise hatte die Familie in der Vergangenheit Verbindungen zu Churchill, so dass sie das Geheimnis und den Mord am Ende schlüssig auflösen können.
Mir hat dieser unterhaltsame Krimi mit viel Lokalkolorit gut gefallen.