Cover von: Water
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Water

Der Kampf beginnt. Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 464 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3896675303

ISBN-13: 

9783896675309

Erscheinungsdatum: 

21.03.2016

Preis: 

19,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 875.551
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3896675303

Beschreibung von Bücher.de: 

Das Wasser wird knapp: ein düsterer, actiongeladener Blick auf die Apokalypse.

Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert.

Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.

Kriminetz-Rezensionen

Wenn für uns Selbstverständliches zum Luxusgut wird …

Der Einstieg in »Water – Der Kampf beginnt« ist ein bisschen mühsam oder langwierig, allerdings ist es notwendig, die beiden Hauptprotagonisten Angel Velasquez und Lucy Monroe etwas ausführlicher vorzustellen. Angel ist ein Söldner, der für die Wasserbehörde von Nevada überall dorthin geht, wo es brenzlig wird – Lucy ist Reporterin und immer der neuesten Story und dem angesagtesten Gerücht auf der Spur. Daneben gibt es natürlich noch weitere, für die Story wichtige, Personen – aber das würde zu weit führen.

Phoenix, Arizona
Aufgehängt ist die Geschichte an den Schicksalen von Lucy und Angel und trotzdem spielen sie eigentlich nur Nebenrollen. Die tatsächliche Hauptrolle gebührt den immer weiter versandenden, sterbenden Städten wie Phoenix, deren Schicksal Paolo Bacigalupi in sehr eindrucksvollen, einprägsamen Worten schildert. Wenn der Liter Wasser mehr als 10 Dollar kostet, wer würde da nicht auf merkwürdige und sicher auch mal illegale Ideen kommen? Wer würde sein letztes bisschen Wasser nicht bis aufs Blut verteidigen?

Verzweiflung gegen Verstand
An der Verzweiflung der ganz normalen Einwohner verdienen der Staat, große Firmen und jede Menge Hochstapler, die ihnen versprechen mit Fracking Grundwasser zu Tage zu fördern. Dass diese sich damit lediglich ihren eigenen Platz in einer der hochmodernen Arkologien verdienen wollen, weiß man zwar, aber es wird gerne verdrängt. Als dann das Gerücht umgeht, in Phoenix sei eine neue Wasserquelle aufgetaucht, kommt plötzlich so etwas wie Goldgräberstimmung auf – mit allen negativen Aspekten, die man schon damals am Klondike beobachten konnte.

Auf der Abschussliste
Durch dieses Gerücht begegnen sich auch Lucy und Angel, wenn auch mit ganz anderen Zielen und Voraussetzungen. Doch unversehens finden sie sich auf derselben Seite wieder, auf der Seite derer, die auf der Abschussliste der Reichen und Mächtigen stehen, auf der Abschussliste von Angels eigenen Leuten. Mit allen Mitteln kämpfen sie plötzlich beide um ihr Überleben und es wird ein harter, blutiger Kampf.

Action
Mit derselben Eindringlichkeit, mit der Bacigalupi die verelendeten Städte, die Sandstürme und den Überlebenskampf mit wenig oder ohne Wasser geschildert hat, beschreibt er dann den Überlebenskampf gegen die Söldnertruppen, denen Angel selbst angehört hat. Es knallt und explodiert am laufenden Band irgendwas irgendwo und es fließt jede Menge Blut. Ein bisschen fühle ich mich wie in einem Actionfilm á la „Die Hard“ – manchmal ist es mir ein bisschen zu viel :-) Die Balance zwischen dem ruhigen „achtet-auf-den-Klimawandel“ – Teil und dem „alles-in-Deckung“-Teil ist nicht immer gelungen, aber meistens passt es :-)

Spannend und eindringlich
Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden, welcher Teil des Buches mir besser gefallen hat, ich neige aber mehr zu dem ruhigen, aber dadurch umso mehr beunruhigenden, Teil, aber in der Gesamtheit fand ich »Water – Der Kampf beginnt« spannend und sehr gut geschrieben. Ich finde das Szenario vorstellbar, auch wenn ich hoffe, dass es so weit wie in dem Buch nicht kommt. Wer mal wegen Bauarbeiten zwei Tage von der Wasserversorgung abgeschnitten war, bekommt eine ganz kleine Vorstellung davon, wie es wäre, wenn dieser Zustand länger anhalten würde.

Mein Fazit
»Water – Der Kampf beginnt« beeindruckt mit einem gut durchdachten Plot und einer sehr eindringlichen Schreibweise. Das gelegentliche Überangebot an Blut und Action konnte ich dadurch locker verschmerzen.