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Wellengrab
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ISBN-10:
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Beschreibung:
»Ein hochaktueller, packender Kriminalroman. Ahnhems bester Fabian-Risk-Roman bislang.« Skånska Dagbladet
An einem Spätsommerabend versinkt die Küste Schwedens plötzlich in völliger Dunkelheit. Kommissar Fabian Risk erlebt den Blackout von seinem Segelboot aus, gemeinsam mit seiner Tochter Matilda.
Zurück in Helsingborg werden Fabian Risk und seine Kollegen mit einer Reihe scheinbar unerklärlicher Fälle konfrontiert, die auf den rätselhaften Stromausfall folgen. Zeugen verhalten sich seltsam, und nichts will zusammenpassen.
Mitten in diesem Chaos meldet sich auch eine frühere Freundin von Fabian – ihre Tochter ist verschwunden. Bei der Suche nach dem Mädchen findet Fabian Risk eine Verbindung zu dem Stromausfall. Doch was übersieht er?





















Ein Netzwerk mit perfidem Plan
Es ist schon eine ganze Weile her, seit der letzte Band aus der Reihe um Fabian Risk erschienen ist, daher habe ich mich auf diesen neuen Krimi sehr gefreut.
Fabian Risk ist mit seiner Tochter Matilda auf einem Segeltörn, als an der Küste Schwedens der Strom ausfällt. Als er zurück in Helsingborg ist, werden er und seine Kollegen mit verschiedenen unerklärlichen Fällen konfrontiert. Nichts fügt sich zusammen und die Zeugen verhalten sich seltsam. Dann meldet sich eine alte Bekannte von Fabian, weil deren Tochter verschwunden ist. Bei der Suche nach dem Mädchen erkennt Fabian Verbindungen zwischen den ganzen Fällen. Doch was soll das alles?
Auch dieses Mal konnte mich Stefan Ahnhem wieder mit seinem packenden Schreibstil überzeugen. Kurze Kapitel sorgen für Spannung und Tempo.
Risk ist ein Mensch, der für seinen Beruf lebt, daran ist auch seine Ehe gescheitert. Er und seine Kollegen sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber bei den Ermittlungen perfekt. Alle Charaktere sind authentisch und vielschichtig dargestellt.
Immer wieder gibt es Wendungen, die einen unsicher machen, wer und was hinter allem steckt. Doch was die Ermittler dann herausfinden, ist erschreckend und leider absolut nicht unwahrscheinlich. Zum Glück gibt es Personen, die sich nicht unterkriegen lassen und dem Wahnsinn entgegenstellen.
Ich kann diesen spannenden und temporeichen Thriller mit Tiefgang nur empfehlen.
Fetter Schmöker für spannungsgeladene Lesestunden
Mein erster Gedanke, als dieses Buch auf dem Postweg bei mir ankam, war: Was für ein fetter Schmöker! Schon lange habe ich kein so dominantes und wuchtiges Buch mehr in den Händen gehalten, und die momentan dunkle Jahreszeit mit verhältnismässig viel Lese-Freizeit ist dafür ideal.
Und noch etwas ist mir direkt nach dem Auspacken aufgefallen: Es riecht leider sehr streng und chemisch unangenehm, was vermutlich am Buchdruck liegt. In den vier Tagen, in denen ich das Buch durchgeschmökert habe, hat sich das leider nur minimal gebessert. Bei jedem umblättern empfing mich wieder dieser grässliche Chemiegeruch. Das Cover hingegen ist farblich ansprechend gestaltet. Allerdings weiss ich nicht, weshalb der Titel „Wellengrab“ gewählt wurde, denn für mich hat er keinen klaren Bezug zur Geschichte. Entweder wurde der Titel aus dem Original einfach falsch übersetzt oder ich kapiere es einfach nicht.
Bereits vor längerer Zeit hatte ich einen weiteren Band dieser Serie gelesen, wobei ich mich nicht mehr wirklich an den Inhalt erinnern kann. Meinem Lesefluss hat dieses fehlende Vorwissen jedoch keineswegs geschadet, denn das Buch lässt sich problemlos auch als Einzelband lesen.
In dieser Folge geht es um einen mysteriösen Stromausfall – und natürlich um Mord, wie es sich für einen Kriminalfall gehört. Es macht grossen Spass, Fabian Risk und seiner neuen Kollegin Linn beim Ermitteln quasi über die Schulter zu schauen und dem rätselhaften Fall Schritt für Schritt auf die Spur zu kommen. Das Thema entführte Kinder als Druckmittel geht mir als Mutter besonders nahe. Teilweise empfand ich das Buch als so grausam, dass es für mich eher einem Thriller als einem klassischen Krimi gleicht.
Trotz aller Grausamkeit herrscht jedoch eine durchgehende Hochspannung, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es in rasender Geschwindigkeit zu Ende gelesen habe. Ein weiterer Pluspunkt sind die recht kurzen Kapitel, die immer wieder dazu verleiten, nur noch ein Kapitel weiterlesen zu wollen – wobei es natürlich nie dabei bleibt.
Ausserdem ist das Buch sehr zeitgemäss, da Themen unserer aktuellen, alles andere als leichten Zeit aufgegriffen werden, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Absolut spannend
Der siebte Fall für Fabian Risk ist mein erster, mein letzter wird er bestimmt nicht sein, denn ich bin total abgetaucht in finstere Machenschaften, die mir total suspekt sind und die Ängste in mir hervorrufen.
Alles beginnt mit einem Stromausfall, der die gesamte Küste Schwedens betrifft. Zu dieser Zeit befinden sich Fabian Risk und seine Tochter Matilda auf ihrem Segelboot.
Zurück in Helsingborg haben Fabian Risk und seine Kollegen rätselhafte Fälle auf den Tisch bekommen. Die Frage drängt sich auf, ob diese in Zusammenhang mit dem großflächigen Blackout stehen wie etwa ein Banküberfall, auch scheinen Kinder zu verschwinden, was dann doch wieder dementiert wird. Als dann Fabians Tochter verschwindet, spitzt sich die Lage zu.
„Wellengrab“ - das über 16 Stunden und 51 Minuten dauernde Hörbuch wird von David Nathan gesprochen. Seine dunkle, warme Stimmlage passt sich perfekt dem Geschehen an. Er gibt jeder einzelnen Person seine charakteristischen Merkmale, was das Hören trotz der düsteren, sehr beklemmenden Story sehr angenehm macht.
Der Autor versteht es, seine Leser und/oder auch seine Hörer bis zum Schluss in Atem zu halten. Die vielschichtige Story ist fesselnd, zudem äußerst mysteriös. Ein Mädchen verschwindet, die Eltern schweigen, ich verdächtige aber den Vater und frage mich schon, wie die Mutter tickt, warum sie sich so seltsam verhält. Das ist nur einer der Fälle, die durchweg Fragen aufwerfen, die erst dem Ende zu Sinn ergeben. Auch Fabians Kollegin ist privat involviert. Wie genau, bleibt lange im Ungewissen. Spuren führen in ein feudales Anwesen, in eine Schule, es geht um Datendiebstahl, um Cyberangriffe und um noch sehr viel mehr.
Einmal drin in der Story gibt es kein Halten mehr. Was verbindet diese Einzelschicksale miteinander? Egal, wohin man sieht, überall lauern Gefahren, selbst ein Schlaganfall sorgt für Verdachtsmomente. Die vielen losen Fäden fügen sich zusammen, ja. Auch wenn es lange dauern mag und man starke Nerven braucht - selbst dem Ende zu geht es brutal zur Sache – so hat man zum Schluss den Überblick. „Wellengrab“ ist ein hochspannender Thriller, der nach mehr verlangt.
Böse Mächte
Dies ist mittlerweile der 7. Band um den schwedischen Kommissar Fabian Risk und seinem Team. Das Cover düster und geheimnisvoll, den Titel konnte ich allerdings nicht der Geschichte zuordnen. Kurze Kapitel die meistens mit einem Cliffhanger enden, klarer, gut lesbarer Schreibstiel, realistische Ermittlungsarbeit. Am Anfang laufen viele Handlungsstränge langsam zu einem Ganzen zusammen, die Spannung baut sich auf, die Ereignisse überschlagen sich.
Von seinem Boot beobachtet Fabian Risk, wie die Küste Schwedens plötzlich in Dunkelheit versinkt. Gleichzeitig kommt es zu einem Banküberfall. Kinder verschwinden und kommen verstört zurück, Zeugen verhalten sich seltsam. Fabian braucht lange um hier die Zusammenhänge zu erkennen. Sie stoßen auf eine Geheimorganisation die vor schlimmen Verbrechen nicht zurückschreckt.
Ich war hin und her gerissen zwischen Realität und Fiktion. Einige Szenen waren für mich verwirrend und ich konnte die Ereignisse teilweise schwer einordnen und Zusammenhänge herstellen. Kommissar Zufall spielte oft eine große Rolle. Die Handlung sprang sehr viel hin und her, manchmal zu genau beschrieben, oder sehr schnell abgehandelt. Der spannende Schluss ließ mich mit vielen unbeantworteten Fragen zurück.
Trotz der vielen Seiten ein spannender, unterhaltsamer Krimi, den ich gerne empfehlen kann. Für mich der bisher Beste von Stefan Ahnhem.
OMG!
Fast viereinhalb Jahre mussten die Fans der Reihe um Fabian Risk warten, bis endlich ein neuer Roman erschienen ist. Wie in der realen Welt, sind auch in der Reihe mehrere Jahre vergangen. Über den Inhalt will ich gar nicht so viel erzählen, und am besten liest man auch gar nicht den Klappentext, der wieder einmal zu viel spoilert.
Fabian Risk scheint mittlerweile einigermaßen in seinem Leben angekommen zu sein. Er trauert natürlich noch, hat aber einen guten Draht zu seiner Tochter, die mittlerweile studiert und ihrem Vater ein bisschen Glück in der Liebe gönnen würde. Eigentlich wollten die beiden zu Beginn des Romans das Wochenende miteinander verbringen, doch dann gibt es erst einen Stromausfall, und schließlich wird Fabian zu einem neuen Fall gerufen. Dass dieser sich als ein wahrer Albtraum entwickeln würde, konnte er da noch nicht ahnen.
Neben Fabian trifft man auch ein paar bekannte Kolleg:innen von ihm wieder, und sogar die Dänin Dunja Hougard ist überraschenderweise wieder mit von der Partie. Ziemlich früh lernt man auch bereits die Antagonist:innen kennen, deren Taten nicht nur auf vielen Ebenen sehr perfide sind, sondern auch mehr als erschreckend.
Ich hatte schnell den Eindruck, als hätte Stefan Ahnhem zunächst vielleicht gar keinen neuen Band geplant, auf Grund der, wie soll ich sagen, Weltlage, aber nicht umhin gekonnt, dieses Thema aufzugreifen. Dass dieses so aktuell wirkt, ist wohl das erschreckendste an diesem Roman, macht aber auch einen Teil der Spannung aus.
Und spannend ist der Roman, ich mochte ihn kaum aus der Hand legen. Was hier geschieht ist so unglaublich, und dennoch kann man sich vorstellen, dass es real sein könnte, dass Menschen dazu fähig sein könnten. Erzählt wird aus einigen Perspektiven, auch auf Seiten der Antagonist:innen, das erhöht die Spannung zusätzlich, denn als Leser:in weiß man oft ein bisschen mehr als die Ermittler:innen, was einen zusätzlich mitfiebern lässt.
Ich bin ziemlich geflasht von dem Roman, der sehr spannend ist, aber leider auch sehr aktuell. Unbedingte Leseempfehlung für Genrefans!