Cover von: Wenn du mich tötest
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Wenn du mich tötest

Psychothriller
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426305127

ISBN-13: 

9783426305126

Erscheinungsdatum: 

01.04.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 332.221
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426305127

Beschreibung von Bücher.de: 

Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...

Kriminetz-Rezensionen

Mir fehlt der Thrill beim Thriller

Zum Inhalt:
In Schottland meldet der deutsche Tourist Julian seine Frau als vermisst. Da er von einem Fischer bei einem Streit mit ihr beobachtet wurde, steht der Verdacht eines Gewaltverbrechens im Raum. Deshalb wird John Gills aus Inverness zurück in seine Heimat gerufen, um die dortige Polizei zu unterstützen. Mit seinen eigenen privaten Problemen kämpfend, beginnt er, die Beziehung von Julian und seiner Frau zu hinterfragen, um das Rätsel um deren Verschwinden zu lösen.

Mein Eindruck:
Das skandinavische Gefühl erreicht die schottische Küste: In diesem Roman tummeln sich mehr oder weniger kaputte Typen mit mehr oder weniger kaputten Beziehungen, Sorgen um das Geld, Problemen mit Alkohol und wenig Verständnis beim Partner. Wenn jetzt noch die eine oder andere übel zugerichtete Leiche auftauchen täte, könnte auch ein schwedischer Name auf dem Titel stehen. Sprachlich ist dieser Roman wirklich gut, die Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf Großbritanniens Norden und ein ordentlicher Schuss Übersinnliches lässt ein gewisses Kribbeln aufkommen.

Aber dann … passiert so gut wie nichts. Dadurch verflüchtigt sich das Kribbeln und man schlägt Seite um Seite in wohlgeformter Sprache um, erfährt aber immer weniger und das Wenige interessiert dann irgendwann auch nicht mehr wirklich. Möglicherweise ist das dem Umstand geschuldet, dass es keine echte Hauptperson gibt, mit der man lieben und leiden könnte und dass die Quasi-Hauptfiguren nicht besonders sympathisch agieren. Nein, eigentlich sind sie sogar alle eher unangenehm, um „Alice im Wunderland“ zu zitieren. Leider sind einem nicht nur die Personen gleichgültig, es kommt auch – nach wirklich gutem, mysteriösen Beginn – keine wirkliche Spannung auf – das absolute No Go für einen auf dem Cover versprochenen Thriller. Am Ende klappt man das Buch zu, nicht ganz enttäuscht, weil die sprachliche Kunst überzeugt, aber eben doch eher gelangweilt.

Mein Fazit:
Ein schöner Schreibstil für einen guten Plot, der durch zu viele Einzelschicksale zerfasert

John Gills ermittelt

Julian Than macht mit seiner Frau Laura Urlaub in Schottland in der Sandwood Bay. Doch Laura ist verschwunden und Julian bittet in Kinlochbervie um Hilfe. Die Polizei ist schnell davon überzeugt, dass Julian seine Frau ermordet hat. Dieser bestreitet die Tat, doch er verhält sich merkwürdig. Da wird eine weibliche, kaum noch zu identifizierende Leiche angespült. Außerdem findet man Blutspuren im Zelt und Zugang zu Lauras Online-Tagebuch. Und wieso hat sie ihr Handy nicht mitgenommen, wenn sie tatsächlich freiwillig gegangen ist? Die Suche nach der Lösung führt alle an ihre Grenzen …

Karen Winter zeichnet Julian Than so, dass man ihn definitiv nicht mögen kann. Aber auch zu Laura finde ich einfach keinen Zugang und keine Verbundenheit. Die Rückblenden sind so aufgebaut, dass man die Geschehnisse quasi rückwärts erfährt. Das strengt mich persönlich ein wenig an. Ich bin an der Geschichte drangeblieben, weil ich unbedingt wissen wollte, was denn nun geschehen ist. Das Ende ist sehr überraschend und wirklich mit gar nichts zu vergleichen, das ich bisher gelesen habe. Aber wirklich zufriedengestellt hat es mich nicht.

Wirklich gemocht habe ich John Gills. Von ihm hätte ich gern mehr gelesen. Seine Figur ist schön aufgebaut, sein Privatleben spielt mit, ist aber nicht der Mittelpunkt. Er ist eine Figur, die sehr ausbaufähig ist. Aber ob er Stoff für eine Serie bietet, bezweifle ich.

Schottland als Hintergrund für die Story ist interessant, jedoch hätte Karen Winter die Geschichte ebenso gut an jeder anderen Küste spielen lassen können.

Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, warum dies ein Psychothriller ist. Am Ende dann – ja, da habe ich es verstanden. Aber tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Bis dahin fühlte sich alles wie ein normaler Krimi an.

Obwohl ich mich nicht durch das Buch quälen musste, kann ich nicht mehr als drei Sterne geben. Die Idee für den Plot gefällt mir noch immer sehr, auch die Wendung am Ende, aber dazwischen ist zu viel verlorengegangen. Trotzdem hatte ich eine angenehme Lesezeit und finde das Buch nicht schlecht.

Wo ist Laura?

Als Julian Tahn in dem kleinen Ort Kinlochbervie an der schottischen Küste auftaucht und sich ein Zimmer im Pub mietet, erregt er Aufmerksamkeit. Peter Dunn, der sich unter den Gästen befindet, erkennt ihn, weil er ihn vor ein paar Tagen zusammen mit seiner Frau mit seinem Boot zur Sandwood Bay, einem beliebten Touristenziel, gefahren hat.

Als Julian nun seine Frau Laura bei der Polizei als vermisst meldet, wird Peter misstrauisch. Er erinnert sich an einen Streit zwischen den Eheleuten, was er der Polizei auch mitteilt.

John Gills, der aus dem kleinen Ort stammt, beginnt mit den Ermittlungen. Als sich im zurückgelassenen Zelt der Eheleute Blutspuren finden, gerät Julian unter Mordverdacht und wird in Untersuchungshaft genommen. Obwohl er immer wieder seine Unschuld beteuert und auch keine Leiche gefunden wird, hegt John Gills weiter Zweifel.

Die Geschichte wird flüssig erzählt und es kommt immer wieder zu neuen Wendungen. Trotzdem kam für mich keine wirkliche Spannung auf. Ich würde das Buch als dramatischen Eheroman bewerten, ein Thriller war es in meinen Augen nicht.

Lebt Laura Thann noch?

Das Ehepaar Laura und Julian Than verbringen ihren Urlaub an der schottischen Atlantikküste und eines Tages kommt Julian verdreckt in den Ort zurück, sucht sich ein Hotelzimmer und meldet seine Frau als vermisst. Peter Dunn, ein Bootsführer, der die beiden kurz zuvor noch zu einem Ausflug mitgenommen hat, berichtet von einem heftigen Streit zwischen den Eheleuten. Angeblich hatte die trinkfreudige Laura dabei ein Messer in der Hand und wollte sich umbringen. Detective Sergeant John Gills wird der Fall übertragen und er muss zurück in seinen Heimatort, um den Fall zu klären. Julian gibt an, dass Laura lediglich Wasser holen wollte und nicht mehr zum Zelt zurückkehrte. Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten.

Die Autorin hat die Story auf nur 315 Seiten erzählt. Das hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass alles kurz und knapp erzählt wurde. Das Spannungsniveau war durchgängig hoch, aber die handelnden Figuren wurden mir nicht vertraut. Julian Thann selbst verweigert nähere Angaben, deshalb kann man als Leser nur Vermutungen anstellen, was gewesen sein könnte. Gewünscht hätte ich mir persönlich mehr Informationen zur Vergangenheit, wie waren denn die Ehen von Julian und warum neigte er zu Gewaltausbrüchen. Auch Peter Dunn hätte ich gerne näher kennen gelernt und gewusst, weshalb John Gills ein gestörtes Verhältnis zu seinem Vater hat. Die Auflösung des Falles war vorhersehbar, zwar nicht in allen Details, und einige Fäden (z.B. wer war nun die Frauenleiche am Strand, was hat Monique ihrem Gynäkologen alles über ihre Ehe erzählt etc.) wurden nicht fortgeführt. Die schottische Landschaft und die Atmosphäre liebt die Autorin, das merkt man an ihren ausführlichen und sehr anschaulichen Beschreibungen.

Fazit:
Der Thriller liest sich beklemmend, fesselnd und flüssig, aber manches wurde mir persönlich einfach zu schnell abgehandelt. Um die Sache für meine Begriffe runder zu machen, hätten einige Seiten mehr nicht geschadet.

Wo ist Laura ?

Der Klappentext klang eigentlich recht vielversprechend und es ging auch gleich spannend los, doch als klar war, worum sich der ganze Plot im Grunde dreht, war für mich die Spannung weg. Hier hätte eine längere Ungewissheit mich als Leserin mehr bei der Stange gehalten. Unterschwellig hatte ich als das Gefühl, das ... Und genauso kam es dann auch. Sehr vorhersehbar, leider. Das Ende überraschte mich auch nicht wirklich. Die Autorin hat es ziemlich konstruiert und lasch daherkommen lassen.

Bis auf Emma, die Pub- und Hotelwirtin ist mir keine Person sympathisch gewesen. Einzig und allein die Landschaftsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen, so das ich mich sogar über diese Region in Schottland kundig gemacht habe. Positiv möchte ich daher noch den Schreibstil von Karen Winter erwähnen, der ohne viel Schnick-Schnack schnell zu lesen ist.

Fazit: Kein Psycho-Thriller, der Gänsehaut verursacht und der sehr vorhersehbar ist.