Amazon Preis: EUR 9,99
Bücher.de Preis: EUR 9.99

Wenn Kinder töten

Wahre Verbrechen - Deutschlands bekanntester Serienmordexperte klärt auf
Buch
Taschenbuch, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426301865

ISBN-13: 

9783426301869

Erscheinungsdatum: 

02.11.2018

Preis: 

9,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 6.787
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426301865

Beschreibung von Bücher.de: 

Stephan Harbort ist Deutschlands bekanntester Serienmord-Experte und True-Crime-Autor. In seinem neuen Buch nach "Killerfrauen" erzählt er wieder von wahren Kriminalfällen, zum ersten Mal aber von Kindern, die getötet haben.

Ein sechsjähriger Junge findet bei seinem Onkel eine Pistole und erschießt damit zwei Stunden später seine Klassenkameradin. Das Motiv: Sie hat ihm zugeflüstert, dass sie ihn nicht mag.
Die Polizei überführt einen 13-jährigen Jungen, der zwei gleichaltrige Jungen auf dem Gewissen hat. Er wird zum jüngsten Serienmörder Deutschlands.
Ein zwölf Jahre altes Mädchen tötet, gemeinsam mit ihrem Freund, Vater, Mutter und Bruder, weil ihre Familie mit der Beziehung nicht einverstanden gewesen ist.

Stephan Harbort erzählt acht spektakuläre Fälle von Kindern, die zu Mördern wurden. Er erklärt, was die Kindheit der Täter beschwerte, was sie außer Kontrolle geraten ließ und was sie dazu brachte, Taten zu begehen, die sonst nur Erwachsene verüben.
Dabei stellt der Kriminalexperte fest, dass die Motive der kindlichen Täter denen der erwachsenen Mörder sehr ähnlich sind - es geht um Alltags- und Beziehungskonflikte, Macht, Habgier und sexualisierte Gewalt. Und obwohl die Kinder strafunmündig sind und juristisch nicht zur Verantwortung gezogen werden können, bedeutet das nicht, dass sie bei ihren Taten kein Schuldbewusstsein hatten oder nicht wussten, was sie taten.

"Er ist der Kartograph des Serienmords." Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Stephan Harbort weiß, wie Mörder denken." Badische Neueste Nachrichten
"Stephan Harbort ist einer der führenden Kriminalexperten Deutschlands." Markus Lanz

Kriminetz-Rezensionen

Erschreckend, aber wahr

Stephan Harbort hat mit diesem Buch ein Thema in den Fokus gerückt, über das bisher wenig berichtet wurde.

Hier werden sieben Fälle genauer beschrieben und analysiert, bei denen ich oftmals den Kopf schütteln musste, denn sie sind an Grausamkeit und Abscheulichkeit von den Taten von Erwachsenen nicht zu unterscheiden. Die kindliche Naivität ist nicht vorhanden, Gewalt und Mordgedanken überlagern die normalen Verhaltensweisen in diesem Alter. Die erzählten Fälle sind aus den USA und Deutschland, die Täter/innen sind zwischen 6 und 14 Jahre alt.

Die einzelnen Kapitel sind in 3 Phasen aufgegliedert. Zuerst wird erzählt, was Täter und Opfer an dem Tag bis zur Tat getan haben, dann wird ziemlich detailliert die Tat und die Suche nach dem Täter oder den Tätern beschrieben und im letzten Abschnitt bekommt man die Einblicke, die der Täter den Ermittlern offen darlegt und wie sein Leben bis zum Mord verlaufen ist.

Hier ist deutlich, dass (fast) alle Mörder keine Kindheit im normalen Sinne erlebt haben. Was mich auch erschreckt hat, ist, wie abgebrüht, gefühlskalt und emotionslos die Kinder die Tat von sich weisen, wie sie lügen und versuchen die Polizei zu überlisten. Hier aber merkt man auch dazu im krassen Gegensatz, dass es wirklich noch Kids sind. Sie sind sich zwar bewusst etwas Schreckliches getan zu haben, aber andererseits versuchen sie alles zu leugnen und die Tatsachen zu verdrehen, um die Polizei in die Irre zu führen.

Nicht nur die Opfer und deren Familien haben unter einer Tat zu leiden, auch für die Eltern der Täter ist kein normales Leben mehr möglich. Sie werden immer die Eltern von einem Mörder sein.

Nach dem Ende des Buches kommen automatisch die Fragen auf: Hätten die Taten nicht verhindert werden können? Was ist die gerechte Strafe für Kinder und Jugendliche? Wie beeinflusst die Strafe das weitere Leben? Wird es »danach« noch ein normales Leben geben können?

Ein Buch, welches wieder in typischer Harbort-Manier geschrieben wurde. Informativ, erschreckend, detailliert, genau, sachlich und für jeden verständlich.

Wie sind solche Taten möglich?

Ein sechsjähriger Junge erschießt seine Klassenkameradin, da sie ihn nicht mag. Ein 13-Jähriger ist Deutschlands jüngster Serienmörder. Eine 12-Jährige tötet mit ihrem Freund ihre ganze Familie, da sie mit der Beziehung nicht einverstanden ist...

Stephan Harbort, Experte für Serienmörder und Täterprofile, erzählt über Fälle, in denen Kinder zu Mördern wurden, beleuchtet ihre Kindheit, und was sie dazu brachte diese Taten zu begehen. Bei seinen Untersuchungen stellt er fest, dass die Motive dieser Täter denen erwachsener Täter sehr ähnlich sind, und es oftmals um Macht, Habgier, Gewalt und Beziehungskonflikte geht. Meistens sind diese Kinder strafunmündig und können daher juristisch nicht zur Verantwortung gezogen werden, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht wussten, was sie taten oder kein Schuldbewusstsein hatten. Und wie geht man mit solchen Kindern um?

Wenn Kinder töten löst das oftmals ein Unverständnis, ein Nicht-Glauben-Wollen aus, aber auch die Frage, warum und wie hatte es dazu nur kommen können? Die in diesem Buch geschilderten Fälle haben es in sich und kriechen einem unter die Haut. Teilweise mit einer Kälte und Distanziertheit werden die Taten geplant und durchgeführt, was einem als Leser schon mal den Atem stocken lässt.

Stephan Harbort betrachtet in diesem Buch nicht nur die Fälle, sondern auch die Lebensumstände der jeweiligen Kinder, ihre Entwicklung bis zur Tat und wenn möglich auch ihren weiteren Werdegang, was ich ausgesprochen interessant und informativ empfand. Auch der juristische Umgang mit den Kindern wird beleuchtet und es gibt dabei je Land sehr unterschiedliche Herangehensweisen und Altersbegrenzungen. Innerhalb der USA gibt es sogar zwischen den einzelnen Bundesstaaten deutliche Unterschiede und es wird sogar über die Todesstrafe für Kinder diskutiert.

Gerne hätte ich noch einen intensiveren Blick in die Psyche der Kinder gehabt, denn auch wenn versucht wurde die Taten und Täter aus allen Richtungen zu beleuchten, wurde mir das Warum trotzdem oft nicht klar. Die Auslöser für die Taten konnten fast immer benannt werden, aber bis dahin müssen diese Kinder eine Entwicklung durchgemacht haben, die sie zum Mörder hat werden lassen. Was muss in einer Kinderseele passieren und wie verändert sich die Psyche, dass solche Taten möglich sind?

Mein Fazit:
Ein sehr interessantes und informatives Buch, gerne hätte ich aber noch einen intensiveren Blick in die Tiefe gehabt.