Cover von: Wenn sie lügt
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Bücher.de Preis: 17,00 €

Wenn sie lügt

Thriller
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492064868

ISBN-13: 

9783492064866

Erscheinungsdatum: 

31.05.2024

Preis: 

17,00 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 497
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492064868

Beschreibung von Bücher.de: 

Wie tief sind die Abgründe der Vergangenheit?

Sie waren die perfekte Clique, bis sich eine von ihnen in den falschen Mann verliebte. Die Beziehung der siebzehnjährigen Norah zu dem vier Jahre älteren David hielt nicht lange, und nach der Trennung wurde David zum Mörder. Er tötete ein Liebespaar auf einem abgelegenen Parkplatz und kam dann auf der Flucht ums Leben.

Für die Bewohner des abgelegenen Ortes war Norah fortan nur »Die Freundin des Killers«.

Knapp zwanzig Jahre später kehrt Goran, Norahs bester Freund aus Kindertagen, nach Waldesroda zurück, als er erfährt, dass Norah Drohbriefe erhält, die klingen, als würden sie vom verstorben geglaubten David stammen. Um herauszufinden, was dahintersteckt, muss Goran in die Vergangenheit abtauchen. In Norahs, aber auch in seine eigene.

Kriminetz-Rezensionen

Raffiniert inszeniert

Linus Geschke hat mich mit seinem neuesten Thriller wiederum – wie schon in seinen Büchern zuvor – ungemein gefesselt und mir eine sehr kurze Nacht beschert. „Wenn sie lügt“ ist durchgehend spannend, ist raffiniert inszeniert und wenn man meint, alles zu wissen, kommt ein Detail ans Licht – schockierend und für diesen Moment so gar nicht erklärbar. Und jedem seiner Charaktere haftet etwas an, das nicht recht durchschaubar ist.

Vor etwa zwanzig Jahren hat David ein Liebespärchen getötet, ihre Leichen wurden auf einem Parkplatz am Rande eines Waldes entdeckt. Norah war für alle „die Freundin des Killers“, auch wenn ihre Beziehung zu diesem Zeitpunkt schon beendet war. Der Killer, so heißt es, soll auf der Flucht in der Ostsee ertrunken sein, seine sterblichen Überreste wurden jedoch nie gefunden. Bald danach ist Norah weggezogen und nun, nach vielen Jahren, ist sie zurück in Waldesroda.

Geschke erzählt von den Jugendfreunden, von Rolaf und Peggy, von Marcel und Lisa, von Daniel, von Norah und Goran und von David. Sie waren unzertrennlich, bis – ja, bis diese Morde sie haben auseinanderdriften lassen. Als Jahre später dann Norah Briefe mit brisantem Inhalt erhält, ist die Vergangenheit wieder präsent. Hat David die Briefe geschrieben? Es kann doch nicht sein, er ist tot und doch sind es vertrauliche Dinge, die hier stehen, die nur er wissen kann. Sie zögert lange, bittet dann doch Goran, ihren engsten Freund seit ihren Kindertagen, ihr beizustehen.

„Noch immer trieb die Vergangenheit die Gegenwart vor sich her. Noch immer waren die Geschehnisse und Folgen jener schon lange zurückliegender Nacht nicht verblasst.“ …und was, “wenn sie lügt?“

Der Autor erzählt vom Gestern, von der Clique, von der Tat. Und er erzählt vom Heute. In Rückblenden kommt er auf den Sommer 2004 in Waldesroda zu sprechen. Und es ist nicht irgendwer, es ist ER, der sich zwischendurch zu Wort meldet. Wer es ist, weiß man nicht. Nur so viel: ER weiß alles. Und es ist noch sehr viel mehr passiert. Die Frage drängt sich auf, was nach den Tagen nach den Morden geschehen ist und nicht nur diese Frage treibt mich um. Es scheint ein ganzes Lügenkonstrukt zu sein, das sich dahinter verbirgt.

Nicht nur der einnehmende Schreibstil von Linus Geschke drängt mich weiter. Es ist auch die so genial inszenierte Story, die mich nicht loslässt, dazu seine präzise gezeichneten Figuren, denen ich unbedingt folgen muss. Kurz: „Wenn sie lügt“ ist ein Thriller, der gelesen werden will.

Wenn die Geister der Vergangenheit erwachen

Einst waren sie eine eingeschworene Clique,Norah,Goran ,Rolaf,Peggy,Anna,Sebastian,Marcel,Anna und Sebastian. Sie genossen ihre Jugend, feierten, flirteten, bis eines Tages David auftauchte, und von einem Tag zum anderen, war nichts mehr so wie vorher.Norah wurde seine Freundin,er betrachtete sie mehr und mehr als sein Eigentum und wurde zum Mörder ,der kurz darauf selber verstarb.Obwohl sie nichts mit dem Mord zu tun hatte, galt sie nur noch als „die Freundin des Killers“. Goran der Hals über Kopf den kleinen Ort verließ, kehrte 20 Jahre später zurück, als ihn ein Hilferuf von Norahs Mutter erreichte.Seit einiger Zeit erhält Norah Drohbriefe, welche Details enthalten, die eigentlich nur David kennen kann, aber der ist doch tot, oder?
Norah und Goran Versuchen der Sache auf den Grund zu gehen, und stoßen auf immer mehr Geheimnisse aus der Vergangenheit.

Meine Meinung:

Das Buch wird im Wechsel aus der Sicht von Goran und Norah erzählt, sowie einer dritten Person, welche immer nur mit „Er“bezeichnet wird und wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart.Dazwischen sind in Kursivschrift Abschnitte eingefügt,die sich mit verschiedenen Verbrechensstatistiken befassen.
Ich kenne mehrere Bücher des Autors und möchte sagen, dass dieses nicht in gleicher Weise spannungsgeladen ist, wie die Vorgänger. Im Mittelteil gab es einige Längen, die Handlung plätscherte etwas dahin.Außerdem störte es mich, dass manche Gegebenheiten unentwegt wiederholt wurden, wie zum Beispiel, dass Goran einen SUV fuhr.ZumEnde hin ,wurde der Spannungsbogen dann extrem angezogen und es kam zu einer überraschenden Lösung.Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch überwiegend gut gefallen, ich vergebe vier Sterne.

Ein Geheimnis in der Vergangenheit.

Inhalt:
Vor 20 Jahren hatte Goran wegen seines Vaters Hals über Kopf das kleine Dorf Waldesroda verlassen. Mit ihm war es einfach nicht mehr auszuhalten. Das er dabei seine beste Freundin Norah zurück gelassen hatte, die genau zu diesem Zeitpunkt seine Unterstützung gebraucht hätte, war ihm nicht bewusst. Da konnte er noch nicht wissen, dass ausgerechnet Norahs Freund Daniel ein Mörder ist. Nun kehrt er auf Bitten von Norahs Mutter Elisabeth zurück. Norah bekommt Drohbriefe. Offensichtlich von Daniel. Das kann aber nicht sein. Der ist nämlich bei seiner Flucht in der Ostsee ertrunken. Die Leiche wurde jedoch nie gefunden......

Leseeindruck:
"Wenn sie lügt" ist ein eher ruhiger Thriller, der sich langsam aufbaut. Er ist aus Sicht von Goran und Norah geschrieben. Ab und an gibt es Flashbacks ins Jahr 2004, welches sich als verhängnisvoll erweisen sollte. Diese sind gut mit den Kapiteln in der Jetzt-Zeit abgestimmt. Immer wieder wird ein Geheimnis erwähnt, aber bis man das erfährt, musste ich mich gedulden. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir in der Mitte gewünscht, es möge endlich vorwärts gehen. Doch dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf und das letzte Drittel konnte ich kaum noch aus der Hand legen. Zudem wurde mir dann bewusst, warum ich so lange auf die Enthüllung des Geheimnisses warten musste. Es wäre sonst zu vorausschaubar gewesen. Denn nachdem ich alles erfahren hatte, konnte ich Eins und Eins zusammenzählen. So war es dann doch eine Überraschung mit der ich nicht gerechnet hatte. Einige Theorien hatte ich bis dato nämlich, die immer wieder in sich zusammengefallen sind. Ein Wort zum Titel. Der passt meiner Meinung nach nicht so richtig. Es hätte eher "Wenn sie schweigt" heißen müssen.

Fazit:
"Wenn sie lügt" besticht in der Erstauflage schon durch die Aufmachung. Auch der Plot ist spannend erzählt. Allerdings bin ich irgendwann etwas ungeduldig geworden, da es sich meiner Meinung nach etwas in die Länge gezogen hat. Dafür wurde ich dann vom Ende entschädigt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.