Cover von: Wer mit den Toten spricht
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Wer mit den Toten spricht

Ein Fall für die Rechtsmedizin. Cassie Raven ermittelt zum zweiten Mal. Thriller
Buch
Broschiert, 400 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426282496

ISBN-13: 

9783426282496

Auflage: 

1 (01.09.2022)

Preis: 

15,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426282496

Beschreibung von Bücher.de: 

Keine Lüge hat Bestand, wenn die Toten sprechen!

Die toughe Expertin der Gerichtsmedizin, Cassie Raven, löst ihren 2. Fall: »Wer mit den Toten spricht« ist der 2. Teil der außergewöhnlichen Forensik-Thriller-Reihe »Raven & Flyte ermitteln« aus England.

Cassie Raven, Assistentin der Rechtsmedizin mit einer Vorliebe für Piercings und Tattoos, ist für gewöhnlich hart im Nehmen. Als ihre geliebte Großmutter ihr jedoch gesteht, sie jahrelang über den Tod ihrer Eltern belogen zu haben, ist Cassie tief erschüttert. Denn es gab nie einen tödlichen Autounfall, als sie noch klein war – stattdessen wurde ihr Vater für den brutalen Mord an ihrer Mutter verurteilt und saß 17 Jahre im Gefängnis.

Mithilfe von DS Phyllida Flyte – ihrer Beinahe-Freundin – stellt Cassie Recherchen an, die jedoch immer mehr Fragen aufwerfen. Dann taucht ihr Vater plötzlich bei Cassie auf und behauptet unschuldig zu sein. Nur die Toten können die ganze erschütternde Wahrheit enthüllen …

Auch in ihrem 2. Forensik-Thriller verbindet A. K. Turner hoch spannendes Insiderwissen aus der Pathologie mit faszinierenden Protagonisten.

Ihren ersten Fall lösen Cassie Raven, ihre eigenwillige polnische Großmutter und die leicht zwanghafte Phyllida Flyte im Thriller »Tote schweigen nie«.

Kriminetz-Rezensionen

Cassie und Phyllie

Cassie und Phyllie ermitteln wieder. Das ist zwar eine passende Beschreibung, aber sie ist zu wenig. Cassie fallen im Leichenschauhaus bei ihren Gästen Ungereimtheiten auf und dann setzt sie die Polizistin Phyllidia Flyte von ihren Entdeckungen in Kenntnis und setzt sie unter Druck zu ermitteln. Das beruht auf Gegenseitigkeit, denn wenn die DS etwas in Erfahrung bringen möchte, fragt sie Cassie. Beide umgehen damit den offiziellen Weg und sind schneller. In diesem Fall geht es um einen Mord in der Vergangenheit. Ein sehr schwieriger Fall, der sehr persönlich ist.

Die beiden sehr unterschiedlichen Frauen sind mir vielleicht gerade deswegen sehr sympathisch, an einem Tag mag ich die punkmäßige Cassie lieber, am anderen kann ich mich mehr für die über korrekte Phyllie begeistern. Auch die Nebenfiguren wie Cassies Oma sind absolut liebenswert.

Es ist ein Herumstochern im Nebel, wenn Cassie einen Satz von den Toten auffängt und dann zu ermitteln beginnt. Es ist paranormal, was da vor sich geht, hat nichts mit Fantasy oder Ähnlichem zu tun, sondern mit sehr viel Gefühl und Intuition.

Es ist der zweite Band aus dem Leichenschauhaus, man kann sie unabhängig voneinander lesen, das Privatleben der beiden spielt eine Rolle, aber nicht so, dass es sich kontinuierlich entwickelt, eher werden Aspekte erwähnt, die dann auch im nächsten Buch zur Sprache kommen.

Der Erzählstil hat wenig von einem regulären Krimi, es geht nicht vorrangig um Mord und Totschlag, sondern darum, was solche Taten mit den Hinterbliebenen, Tätern und den Angehörigen der Täter machen.

Es werden Gefühle und Empfindungen dargestellt, die ich mir gut vorstellen und nachvollziehen kann.

Cassies Cold Case

Nachdem Cassie Raven von ihrer Großmutter erfährt, dass ihre Eltern nicht bei einem Autounfall ums Leben kamen, sondern ihr Vater wegen des Mordes an ihrer Mutter verurteilt wurde, begibt sie sich auf die Suche nach den Hintergründen. Kann Cassie, mit Hilfe von DS Phyllida Flyte herausfinden, was damals wirklich geschah?

Die Protagonisten werden authentisch, charakterstark, lebendig, überwiegend sympathisch und facettenreich beschrieben. Die Dynamik, aber auch Harmonie, zwischen den gegensätzlichen Frauen Cassie und Phyllida wird gut dargestellt, ebenso lernt man beide besser kennen. Cassie ist dieses Mal persönlich involviert und ihr geht die Suche nach der Wahrheit sehr an die Nerven.

In diesem Buch geht es vordergründig um die Empfindungen und Gefühle der Hinterbliebenen und Angehörigen, weniger um die Darstellung der Tat. Allerdings steht Cassie am Ende vor einer unglaublichen Geschichte. Wieder spielen mehrere kleinere Handlungsstränge eine Rolle, die bis zum Schluss in Zusammenhang gebracht und aufgeklärt werden. Aufgrund von unvorhergesehenen Wendungen und Perspektivwechseln bleibt es bis zum Ende spannend, aber auch nachvollziehbar. Lange Zeit konnte ich den Täter einschließlich der Motive nicht erahnen.

Die interessanten Beschreibungen der Rechtsmedizin sind informativ eingearbeitet und gerade Cassies Umgang mit den »Besuchern in der Pathologie« ist sehr einfühlsam. Der flüssige und spannende Schreibstil sorgt für ein angenehmes Lesevergnügen.

Ich fühlte mich mit dem Krimi um das ungewöhnliche Duo gut unterhalten und hoffe auf eine weitere Fortsetzung.

Cassie Raven ermittelt in einem sehr persönlichen Fall

Cassie Raven ermittelt in einem sehr persönlichen Fall

Nach einem überstandenen Schlaganfall entschließt sich Cassie Ravens Großmutter ihr Geheimnis, dass sie nun schon viele Jahre hütet, zu lüften. Cassies Eltern Callum und Katherine sind 1997 nicht, wie sie es die ganzen Jahre verbreitet hat, bei einem Autounfall ums Leben gekommen – Cassies Vater hat ihre Mutter umgebracht. Nun ist er seit 4 Jahren frei, steht eines abends plötzlich hinter seiner Tochter und beteuert seine Unschuld. Cassie, die ihm gerne glauben will, setzt alles daran seine Unschuld mithilfe von einer Bekannten bei der Polizei, DS Phyllida Flyte, bestätigt zu bekommen.

Mir hat dieser Thriller, auf den ich durch das wie ich finde wunderschöne Cover aufmerksam geworden bin und in den ich durch die Beschreibungen in der Pathologie ganz leise eingeführt werde, sehr gut gefallen. Cassie lerne ich im Umgang mit ihren „Besuchern“, den Leichen, denen sie ihr Geheimnis um ihren Tod herauskitzeln muss, kennen. Wenn ich mir die Bilder der jungen Frau mit ihren Tattoos und Piercings so ausmale, kann ich mir kaum vorstellen, wie achtsam, liebevoll und sanft sie mit den Toten umgeht.
Eine weitere sehr empathische Frau ist DS Phyllida Flyte, die Cassie bei der Suche nach der Wahrheit unterstützt. Die beiden als Team auf den Spuren von Katherine Raven haben mich absolut überzeugt.

Mit seinem ausdrucksstarken und mitreißenden Erzählstil hat A.K.Turner mich schnell in diesen spannenden und unterhaltsamen Thriller hineingezogen. Mich haben die Menschen, die ich hier kennenlerne überzeugt. Die Handlung ist facettenreich mit einigen falschen Fährten und lässt sich gut nachvollziehen. Vor allem wurden alle meine Fragen ausreichend beantwortet.

Sehr gut haben mir persönlich auch die vielen detaillierten Einblicke in die Welt der Pathologie und der Rechtsmedizin gefallen. Ich habe viel Fachwissen bekommen, das aber nicht lehrhaft, sondern verständlich, wie nebenbei verabreicht wird.

Einen wunderbaren Schlusssatz finde ich auf S. 380: „Vaterschaft ist keine Frage gemeinsamer DNA. Ein Vater war jemand, der einem das Gefühl gab, dass alles gut werden würde.“ Wie wahr.

Ich habe diesen faszinierenden und berührenden Thriller von der ersten bis zur letzten Seite genossen.

Was geschah damals wirklich?

Cassie Raven ist Sektionsassistentin mit Leib und Seele. Schon als Kind war sie vom menschlichen Körper und seinem Innenleben fasziniert. Während andere Kinder mit Puppen spielten, schnitt sie diese auf, um zu sehen, was sich in ihrem Inneren verbarg.

Im Gegensatz zu ihren Kollegen pflegt Cassie einen sehr respektvollen Umgang mit ihren »Gästen«, wie sie die Leichen auf dem Sektionstisch nennt. Sie spricht mit ihnen, und manchmal scheint es, als ob diese auch mit ihr kommunizieren.

Vor kurzem erfuhr Cassie, die bei ihrer Großmutter aufwuchs, dass ihre Eltern keineswegs vor Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen, wie ihr die Großmutter erzählte, sondern dass ihre Mutter ermordet und ihr Vater für den Mord ins Gefängnis gesteckt wurde. Nachdem sie den anfänglichen Schock überwunden hat, beginnt Cassie, sich mit dem Mord an ihrer Mutter zu beschäftigen. Zu diesem Zeitpunkt tritt Callum, ihr Vater, an sie heran. Er hat seine Strafe abgesessen und versichert seiner Tochter, dass er unschuldig verurteilt wurde. Die Polizei hatte ihn von Anfang an im Visier und machte sich nicht die Mühe, nach weiteren möglichen Tätern zu suchen. Cassie beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.

»Wer mit den Toten spricht« ist ein ausgesprochen gut geschriebener Krimi mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Nur gegen Ende war ich ein wenig enttäuscht, als ein doch sehr offensichtlicher Hinweis gegeben wird, den die sonst so aufgeweckte Cassie zunächst übersieht.

Ein spannender, vielschichtiger Krimi. Leseempfehlung und 5 Sterne.

Würdige Fortsetzung

Das Cover ist ähnlich gehalten wie in Teil 1, nur diesmal in anderen Farben, das erzeugt einen hohen Wiedererkennungswert.

A.K. Turner setzt dort an, wo Teil 1 endet, bei Cassies ganz persönlicher Wahrheit. Ihr Vater lebt und saß 17 Jahre im Gefängnis für den Mord an ihrer Mutter. Cassies Oma hatte ihr all die Jahre erzählt, dass beide bei einem Verkehrsunfall umgekommen sind. Dann taucht der Vater nach der ganzen Zeit auf und behauptet, dass er unschuldig ist.

Cassie beginnt in der Vergangenheit zu forschen und bekommt Unterstützung durch DS Phylida Flyte, der etwas schrägen und neurotischen Polizistin, und Kirian, dem Freund aus Hausbesetzertagen.

Mir hat gut gefallen, dass auch die Personen aus Cassies engsten Umfeld diesmal mehr in den Focus gerückt werden. Vor allem DS Flyte, die ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen hat.

Nebenbei ermittelt Cassie in ihrer unnachahmlichen Art und Weise auch noch in dem Tod eines Jugendlichen, der als »Gast« auf ihrem Seziertisch landet. Die Vorgänge in der Gerichtsmedizin wirken wieder sehr gut recherchiert und wer öfter in diesem Genre unterwegs ist, sollte auch keine Probleme mit den Fachausdrücken haben. Sehr authentisch sind auch ihre Differenzen mit dem momentanen Chefpathologen beschrieben.

Die Geschichte kommt diesmal etwas langsamer in Schwung, was aber keineswegs nachteilig für die Spannung ist. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und im Grundton an den Charakter von Cassie angepasst.

A.K. Turner hat mich auch mit dem 2. Buch um die sympathische, unkonventionelle Sektionsassistentin Cassie Raven überzeugt. Das Buch sticht angenehm aus der breiten Masse hervor. Ob Thriller die richtige Einordnung ist, nun ja, da kann man durchaus anderer Meinung sein, ist aber für die Qualität des Buches von keiner Bedeutung. Ich freue mich auf Teil 3, vergebe 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

Die Vergangenheit birgt Überraschungen

Nach einem wirklichen Highlight mit dem ersten Teil von Cassie Raven war ich so gespannt auf den zweiten Teil und vor allem, ob er das Niveau halten kann?

Das Cover sticht schon schön ins Auge und es fühlt sich gut in den Händen an. Auch die Taschenbuch-Version überzeugt mit absoluter Wertigkeit.

Geschichte: Cassie Raven hat eigentlich nur noch Ihre alte Großmutter und Ihren Job, für den sie alles stehen und liegen lässt. Als sie eines Tages eine sehr junge Leiche auf den Seziertisch bekommt, ein junger Mann, der sich aufgehängt hat, kann sie irgendwie kaum an Selbstmord glauben, zumal sie wieder glaubt, etwas von dem Toten gehört zu haben. Doch die wirkliche Geschichte beginnt mit einem leichten Schlaganfall Ihrer Oma, die Ihr aus Angst vorzeitig zu sterben, offenbart, dass Ihre Mutter nicht bei einem Unfall gestorben ist, sondern dass Ihr Vater sie umgebracht hat und jetzt nach 20 Jahren wieder frei ist. Cassies gesamte Vergangenheit bricht in sich zusammen und lässt Ihr keine Ruhe …

Der Schreibstil ist das Hauptargument, warum bereits der erste Teil solch einen starken Eindruck auf mich hatte. Dieses Mal ist die Geschichte weit weniger spektakulär und trotzdem ist es wie ein nach Hause kommen und weiterlesen.

Auch dabei ist wieder DS Phyllida Flyte, die gesetzestreue Polizistin, die nicht versteht, warum gerade sie für Cassie immer wieder die Gesetze umgeht und selbst unbedingt wissen muss, warum Ihre ungeborene Tochter bereits sterben musste. Alles ergibt immer wieder Sinn und ist logisch aufgebaut, so auch das Ende, das nicht an den Haaren herbeigezogen ist. Cassie hat nicht viele Freunde, aber die sie hat, sind loyal und realistisch dargestellt.

Meinung: Ich bin eigentlich immer wieder überrascht, warum diese Serie so einen Eindruck bei mir hinterlässt. Der zweite Teil ist schwächer, aber immer noch so stark, dass er andere Romane um Längen schlägt. Cassie ist sympathisch, stur und in vielen Fällen unsicher, was sie absolut menschlich wirken lässt. Die Aufopferung, die sie den Toten entgegenbringt und vor allem auch ihre Hilfsbereitschaft den Hinterbliebenen gegenüber, lässt einen irgendwie den Glauben an die Menschheit wieder herstellen, wenn auch leider nur fiktiv.

Fazit: 5 Sterne, weil mir diese Serie einfach zu gut gefällt. Krimi ja, Thriller eher nein, aber dafür wunderbar gemacht und mit viel Herz geschrieben. Ich liebe es!

Ein persönlicher Fall für Cassie Raven

Als die Assistentin der Rechtsmedizin, Cassie Raven von ihrer Oma erfährt, dass ihre Eltern damals nicht bei einem Autounfall tödlich verunglückt sind, sondern ihr Vater lebenslänglich für den Mord an ihrer Mutter inhaftiert wurde, bricht für sie eine Welt zusammen. Nun wird ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen und behauptet unschuldig zu sein. Zusammen mit der überkorrekten Polizistin DS Phyllida Flyte stellte Cassie Recherchen an und deckt immer mehr Geheimnisse auf.
A.K. Turner hat mit ihren beiden Hauptfiguren sehr symphytische und authentische Charaktere geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber in den Ermittlungen natürlich und realistisch ergänzen.
Ich mag die nach außen hin touche, aber trotzdem sehr sensible Cassie und finde ihre Art, wie sie respektvoll mit ihren "Gästen" in der Pathologie umgeht immer wieder herzerwärmend. Hier in ihrem zweiten Fall ist Cassie Raven sehr emotional durch ihre persönliche Vergangenheit involviert.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Obwohl hier einiges forensisches Wissen vermittelt wird, wirkt das Ganze aber nicht überladen, sondern wir häppchenweise immer wieder gut in der Story verarbeitet.
Trotz des zu Anfang etwas zähen Handlungsverlaufs, steigert sich zum Ende die Spannung und die einzelnen Fäden werden logisch und ohne offene Fragen miteinander verknüpft.
Dies ist zwar kein atemberaubender, aufpeitschender Thriller, aber eine gelungene Story mit erfrischenden Protagonisten.

Raven & Flyte 2 - Cassies persönlichster Fall

Nachdem Cassie erfahren hat, dass ihr Vater ihre Mutter ermordet hat, muss sie immer wieder daran denken. Während sie den Strangulationstod eines Jugendlichen untersucht, meldet sich allerdings ihr Vater - 4 Jahre nachdem er aus der Haft entlassen wurde. Und er behauptet, unschuldig zu sein. Cassie ist hin- und hergerissen, ob sie ihrem Vater Glauben schenken soll und bittet DS Phyllida Flyte um Hilfe. Doch offiziell kann sie in keine Akten von damals einsehen.

Das Cover des Buches passt perfekt zum 1. Teil, sagt aber eigentlich nur wenig aus, um was es geht - im Gegensatz zum Originalcover. Allerdings ist das deutsche auffälliger und gefällt mir auch hervorragend.

Der Schreibstil der Autorin ist genial; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es der 2. Band um Cassie ist, kann man so das Buch auch einzeln lesen. So war es auch bei mir.

Mit der Figur von Cassie Raven hat die Autorin eine außergewöhnliche, wohl einzigartige Figur entworfen. Klar gibt es viele Bücher rund um Rechtsmediziner bzw. Pathologen - wie z.B. Temperance Brannan oder Kay Scarpetta - doch Cassie ist total anders.

Zum einen fällt natürlich auf, dass sie keine Pathologin ist, sondern eben nur Assistentin der Rechtsmedizin. Zum anderen ist auch das äußere Erscheinungsbild mit Piercings und Side-Cut ein gänzlich anderes. Dass sie dann auch noch erst 25 Jahre alt ist, bisexuell und ein enormes Wissen über Pathologie hat und sehr liebenswürdig und empathisch ist, sind einfach insgesamt Alleinstellungsmerkmale von Cassie. Und nicht zu vergessen, die Toten sprechen mit ihr, auch wenn sie nicht an Geister glaubt, sondern eher, dass das ihr Unterbewusstsein ist. Durch Cassies Art erinnert sie ein wenig an eine Mischung aus Tempe Brennan und Liz aus "IZombie"; aber wie gesagt ich finde Cassie einfach einzigartig.

Das ganze Buch ist (v.a. pathologischer Details) ausgezeichnet recherchiert, aber trotzdem auch für Nicht-Mediziner sehr gut verständlich.

Auch die anderen Figuren, wie DS Flyte oder Cassies polnische Großmutter sind einfach genial gezeichnet und perfekt in das Buch und die Handlung integriert.

Dass die Spannung das ganze Buch über auf höchstem Niveau war, bräuchte ich eigentlich nicht mehr explizit zu erwähnen, tue es aber trotzdem.

Den 1. Teil der Reihe werde ich mir schleunigst besorgen und dann hoffe ich natürlich auf noch mehr Bücher über die sympathische Rechtsmedizin-Assistentin.

Fazit: Wer Tempe Brennan und/oder Kay Scarpetta mag, muss Cassie einfach lieben. Perfekter Forensik-Thriller. 5 von 5 Sternen und ein Top-Highlight des Jahres.

Totgesagte leben länger

Zum Inhalt:
Jahrelang lebte Cassie in dem Glauben, dass ihre Eltern tödlich verunglückt waren. Doch jetzt beichtet ihre Großmutter, dass in Wirklichkeit der Vater für den Mord an Cassies Mutter verurteilt wurde, obwohl er seine Unschuld beteuerte. Jetzt hat er das Gefängnis verlassen und fleht Cassie an, ihm zu glauben. Gemeinsam mit ihrem – nun cleanen – Freund Kieran macht sich Cassie auf, die Wahrheit zu ergründen. Dabei spannt sie wieder einmal Phyllida Flyte ein, welche mit eigenen Dämonen aus der Vergangenheit kämpft.

Mein Eindruck:
Wie schon das erste Buch nimmt einen auch ‚Wer mit den Toten spricht’ gefangen. Seine unkonventionelle Hauptfigur hat zwar Ecken und Kanten, trägt jedoch das Herz am rechten Fleck und weiß sich zu behaupten. Der wichtigste Nebencharakter – die Polizistin Flyte – bildet einen perfekten Kontrapunkt zu Cassie und aus diesen beiden Polen zieht A.K. Turner die Energie für ihr Buch. Dabei hält die Autorin perfekt die Waage zwischen Humor (manchmal bitter), spannenden Momenten und Beschreibungen, die direkt an das Herz gehen. Turner beherrscht die Klaviatur der Grautöne und schafft damit eine glaubhafte Welt mit lebensnahen Figuren. Selbst der Fähigkeit Cassies, die Toten zu hören, lässt sich mit Einfühlungsvermögen und einem gewissen Grad an Fantasie der Protagonistin erklären. Cassie achtet auf ihre innere Stimme und lässt sich von dieser führen – manchmal auch wider besseres Wissen in gefährliche Richtungen zu gefährlichen Menschen. Unbeschadet bleibt sie dabei nicht, jedoch immer sie selbst. Und dafür mag man diesen Charakter.

Mein Fazit:
Eine Perle des Genres

Überzeugende und fesselnde Fortsetzung

Im zweiten Band der brillanten Forensik-Thrillerreihe ermittelt die Sektionsassistentin Cassie Raven diesmal in eigener Sache. Als ihre Großmutter Weronika ihr gesteht, sie über den Tod ihrer Eltern belogen zu haben, gerät ihre Welt aus den Fugen. Ihre Mutter kam damals nicht zusammen mit ihrem Vater bei einem Unfall ums Leben. Sie wurde von ihrem Vater ermordet, der dafür sehr lange im Gefängnis saß. Nun taucht dieser bei ihr auf und beteuert seine Unschuld. Cassie will unbedingt herausfinden, was damals wirklich geschah und stösst bei ihren Recherchen auf viele Ungereimtheiten und Lügen. Hilfe erhält sie von ihrem alten Freund Kieran und auch die unterkühlte und über korrekte DS Phyllida Flyte wird von ihr wieder eingespannt. Doch ihre Ermittlungen bleiben nicht ohne Folgen.

Nach „Tote schweigen nie“ ist dies bereits der zweite Band von A.K. Turner um die ungewöhnliche und bemerkenswerte Protagonistin Cassie Raven, die ich bereits seit dem ersten Band ins Herz geschlossen habe. Sie ist Sektionsassistentin in der Londoner Rechtsmedizin und mit ihren schwarz gefärbten Haaren, Piercings und Tattoos eine ungewöhnliche Erscheinung. Ungewöhnlich ist auch ihr Umgang mit den ihr anvertrauten Toten, die sie als „Gäste“ bezeichnet. Sie behandelt diese mit sehr viel Respekt und Feingefühl und kümmert sich mit viel Empathie um die trauernden Angehörigen. Dies hat mich schon im ersten Band berührt. Sie ist schon jetzt eine der besten ihres Fachs, was mit ihrer besonderen Gabe, „die Toten sprechen zu hören“ zusammenhängt. Für mich nichts Übernatürliches, sondern eine besondere Zuwendung und Empathie, die sie den ihr anvertrauten Toten entgegenbringt, und die sie Dinge erkennen lässt, die andere Pathologen übersehen.
Neben Cassie treffen wir auch wieder liebgewonnene Charaktere, wie ihre polnische Großmutter Weronika, ihren Freund Kieran und natürlich DS Flyte, die ihr schon im ersten Band zur Seite stand. Cassie und Flyte sind beide sehr gegensätzlich aber gerade deswegen ein reizvolles Ermittlerteam. Phyllida trägt selbst ein schweres Päckchen mit sich, denn sie hat den Tod ihres Babys noch nicht verarbeitet und braucht diesmal selbst Cassies Hilfe.

Mich hatte der Auftakt der Reihe bereits begeistert und ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Cassie. Ich wurde nicht enttäuscht, denn diese war für mich sehr gelungen und fesselnd. Der Autorin ist es wieder gelungen, spannendes Insiderwissen aus der Rechtsmedizin mit einer außergewöhnlichen Protagonistin und einem spannenden Fall zu verbinden.
Neben Cassies persönlichen Recherchen zum Mord an ihrer Mutter gibt es auch wieder spannende Fälle aus ihrem Alltag in der Rechtsmedizin, in denen sie durch ihre Beobachtungsgabe die richtige Todesursache ermitteln kann. Die Sektionen werden sehr realistisch und sachlich geschildert und man spürt die genaue Recherche und das Hintergrundwissen der Autorin. Ihr gelang es, mich immer wieder auf falsche Fährten zu locken und sehr lange im Unklaren über den wahren Täter zu lassen.

Insgesamt war es für mich eine mehr als gelungene Fortsetzung der Forensik-Reihe, mit einer außergewöhnlichen und sympathischen Protagonistin. Ich hoffe es wird für sie und DS Flyte, die ein wirklich ungewöhnliches Ermittlerpaar abgeben, noch viele Fälle geben.

Auch das Cover ist wieder ein optischer und haptischer Leckerbissen, der perfekt zum ersten Band passt (nur leider nicht das Format).

Allen Forensik-Fans kann ich diese Reihe nur wärmstens empfehlen, rate allerdings mit dem ersten Band zu beginnen.