Cover von: Winteraustern
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Winteraustern

Luc Verlains dritter Fall. Ein Aquitaine-Krimi
Buch
Broschiert, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3455000789

ISBN-13: 

9783455000788

Erscheinungsdatum: 

04.11.2019

Preis: 

16,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.849
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3455000789

Beschreibung von Bücher.de: 

Ziehen Sie sich warm an für Luc Verlains kältesten Fall!

Winterzeit am Bassin d’Arcachon, das bedeutet für die Austernzüchter Hochkonjunktur. Allerdings auch für die Austerndiebe, denen man mit immer drastischeren Methoden begegnet. Und so mündet das, was eine besinnliche Bootsfahrt werden sollte, für Luc Verlain in einen Mordfall, der es in sich hat.

Zusammen mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, hatte Luc eigentlich nur noch einmal dessen einstige Wirkungsstätte befahren wollen, als sie plötzlich auf die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Austernzüchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Austerndieb von seinem Treiben ablenken? Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Kriminetz-Rezensionen

Zu wenig Krimi

Inhalt übernommen:
Winter auf dem Bassin d’Arcachon. Das bedeutet Hochkonjunktur bei den Austernzüchtern, schließlich sind Feiertage ohne Meeresfrüchte in Frankreich unvorstellbar. Besonders umtriebig sind zu dieser Zeit allerdings auch die berüchtigten Austerndiebe, denen man mit immer drastischeren Methoden begegnet. Und so mündet das, was eine besinnliche Bootsfahrt werden sollte, für Luc Verlain in einen Mordfall, der ihn und seine Kollegen an ihre Grenzen bringt.

Meine Meinung:
Der Schreibstil des Autors gefiel mir gut, die Geschichte war interessant. Neben dem Kriminalfall wurde auch einiges an Lokalkolorit eingefügt.

Die Beschreibungen der Landschaft, das harte Leben der Austernzüchter, die kriminellen Machenschaften einiger skrupelloser Geschäftemacher wurden in einem angemessenen Rahmen miteinander verknüpft.

Allerdings nahm das Privatleben des Kommissars, in meinen Augen, einen zu großen Raum ein. Das ging dann streckenweise sehr auf Kosten der Spannung.

Fazit:
Das Buch hat mich gut unterhalten, allerdings kam die Spannung etwas zu kurz. Daher von mir leider nur drei Sterne.

Kalter Fall

Luc Verlaine, der lange bei der Polizei in Paris gearbeitet hat, ist zurück in seiner Heimat, direkt am Meer, dort wo die Austernfischer leben. Er will für seinen an Krebs erkrankten Vater da sein und organisiert in einer kalten Winternacht einen Ausflug mit dem alten Herrn, hinaus in die Austernparks, wo Verlaine sr früher selbst gefischt hat. Genau in dieser Nacht passieren zwei furchtbare Sachen: Zuerst wird ein Fischer überfallen aufgefunden, der ohne ihre Hilfe durch die Flut ertrunken wäre, dann finden sie zwei tote Jugendliche an Pfähle gebunden vor. Wer könnte ein Interesse daran haben, den Austernfischern so etwas anzutun? Hat der Austernkönig was damit zu tun, der versucht, alle aufzukaufen? Sind es Kriminelle aus Paris? Oder steckt was ganz anderes dahinter?

Für mich ist das der erste Fall, in dem ich Luc Verlaine begleite, aber es gibt ab und zu Rückblicke, also fühlte ich mich nicht irgendwie abgehängt. Der Schreibstil ist gut, der Fall/die Fälle interessant, für meine Verhältnisse gibt es ein bisschen zu viel französisches Lokalkolorit, als wollte der Autor auch ja beweisen, wie gut er sich auskennt, was ich jedoch eigentlich sowieso nicht bezweifelt habe. Die Sache scheint simpel, aber gut konstruiert zu sein, ich fühlte mich krimitechnisch gut unterhalten. Und dann? Dann kam der Schluss, der meiner Meinung nach den ganzen Fall irgendwie kaputtmacht und mich äußerst unzufrieden zurücklässt. Dazu kommt ein in meinen Augen unnötiger Cliffhanger, der auf Band 4 hindeutet, mich aber so gar nicht reizen kann und tatsächlich eher denken lässt, dass ich den nicht lesen muss oder will. Weiß nicht, ob sich der Autor hier wirklich einen Gefallen erwiesen hat, aber ansonsten war das ein solider Frankreichkrimi.

Ein Leben für die Austern

Lieutenante Giroudin, Bootsmann Arnoult und Oberbootsmann Diallo erhalten einen Anruf, dass auf einer der Austernbänke ein Mann überfallen worden ist. Luc Verlain, der mit seinem schwerkranken Vater Alain an Bord des Wasserpolizeibootes unterwegs ist, bietet sogleich seine Hilfe an. Austernzüchter Pierre Lascane hat einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen und ist stark unterkühlt. Wer ihm das angetan hat, weiß er nicht. Kurze Zeit später werden auf einer anderen Austernbank im Bassin d´Arcachon zwei junge Männer gefunden. Unbekannte hatten Francois Labadie und Vincent Pujol ebenfalls einen Schlag auf den Kopf versetzt und dann an Pfähle gebunden. Das haben die beiden nicht überlebt.

Geht es hier um Austernklau oder steckt da etwas ganz anderes dahinter. Commisaire Luc Verlain und seine Partnerin Anouk Filipetti gehen zusammen mit Etxeberria auf Spurensuche.

Dies ist der erste Fall, bei dem ich Luc Verlain und Anouk Filipetti bei ihrer Arbeit über die Schulter schaue. Aber nachdem mir das Lösen dieser Aufgabe solchen Spaß gemacht hat, werde ich auch die ersten beiden Fälle des Duos noch lesen.

Die leichte, flüssige und eingängige Sprache hat es mir sehr leicht gemacht, mich sofort in die Geschichte hinein denken zu können. Durch die immer wieder eingestreuten Floskeln in französischer Sprache kommt der Lokalkolorit sehr gut heraus. Ich kann mir Bordeaux im Winter sehr gut vorstellen und je suis là au milieu.

Durch die bildlichen Beschreibungen kann ich mir die Austernfischer in der Aquintaine und die Menschen um sie herum sehr gut vorstellen. Die harte Arbeit an den Muscheln bis zur Ernte hatte ich mir so nicht vorgestellt und habe hier viel darüber gelernt. Ich habe nun große Achtung vor denen, die sich das antun. Obwohl ich selbst Austern erst einmal probiert habe – sie sind einfach nicht mein Fall.

Die Geschichte selbst hat mich tief in die Geschichte der Austern auf den Sandbänken am Atlantik im Bassin d´Arcachon hineingezogen. Alles zeigt sich für mich schlüssig und gut nachvollziehbar. Sogar der Schluss, den ich so absolut nicht erwartet hatte. Aber auch ein sehr schönes Ereignis wirft seinen Schatten voraus.

Ein sehr interessanter Krimi aus der Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Ich habe viel über Austern gelernt und einen spannenden, damit zusammen hängenden Fall gelöst. Ich freue mich schon auf ein Wiederlesen mit Luc, Anouk und den Menschen in und um Bordeaux.

Tragisch

Zum Inhalt:
Luc Verlain ist zufällig auf einem Boot der Polizeieinheit, die die Austernbänke überwachen und vor Dieben schützen soll, als ein Notruf eines Fischers eintrifft. Dieser wurde nach einem Überfall auf einer Sandbank hilflos zurückgelassen, als die Flut beginnt. Doch das ist nicht das einzige Verbrechen in dieser Nacht – kurze Zeit später finden die Polizisten zwei weitere Austernfischer, die tot an Pfählen angebunden sind. Luc beginnt in einer Welt zu ermitteln, die vom Klimawandel und Existenzängsten geprägt ist – denn auch in der Austernfischerei fressen die großen Fische die kleinen.

Mein Eindruck:
Der dritte Fall Luc Verlains spielt in Aquitanien zur Weihnachtszeit und man meint Kälte, Wind und Wasser, die den Austernfischern bei ihrer schweren Arbeit zusetzen, am eigenen Leib zu spüren. Die Landschaftsbeschreibungen von Alexander Oetker sind ein großes Pfund in diesem Kriminalroman, das andere zeigt sich in den Beziehungen im Kollegium. Über Probleme wird geredet und die Zusammenarbeit gestaltet sich zielgerichtet, ein Kompetenzgerangel fehlt glücklicherweise. Auch die sonstigen Charaktere wirken lebensecht, insbesondere dann, wenn sie nicht aus ihrer eigenen Haut können und von selbst verursachten Vorkommnissen überwältigt werden. Die Schauplätze sind schön gewählt: Provinz, in der jeder jeden kennt und quirlige Hauptstadt, wo die Anonymität der Großstadt ihre Kinder frisst. Sprachlich ist dieser Kriminalroman eher einfach gehalten. Schnörkellos und mit einer Wortwahl, die auch bei leichter Müdigkeit am Abend gut intellektuell zu verkraften ist.

Der Fall an sich mutet fast wie eine griechische Tragödie an, die alle Beteiligten unter einer tiefschwarzen Decke begräbt. Nur Luc und seine Partnerin Anouk schweben auf einer Wolke des Glücks, die durch einen geschickten Cliffhanger im Epilog jedoch vom Schäfchentyp in den Gewittermodus wechselt.

Mein Fazit:
Ein gut ausgearbeiteter Krimi in schöner, kalter Kulisse.

Austernkrieg

Was wäre Weihnachten und Silvester in Frankreich ohne Austern? Deshalb ist der kalte Dezember für die Züchter im Bassin d’Arcachon auch der heißeste Monat. Sie können der Nachfrage kaum Herr werden, wobei den größten Umsatz natürlich Chevalier macht. Ein Produzent, der nach und nach alles aufkaufte, was ihm in die Finger kam, für die kleineren Produzenten bleibt in der Regel der aufwendigere Marktverkauf.

In diesen Nächten fährt die Brigade nautique nächtliche Streifen im Bassin, die Zahl der Austerndiebstähle hat enorm zugenommen und Lieutenante Giroudin hat Luc Verlain und seinen todkranken Vater auf eine dieser Fahrten eingeladen. Es ist eine Geste für Alain Verlain, der selbst Austernzüchter war und nun im Pflegeheim lebt. Doch wird diese Fahrt kein Vergnügen, auf einer Sandbank wird ein Züchter gefunden, der niedergeschlagen wurde und vor der herannahenden Flut gerade noch die Rettung rufen konnte. Doch für zwei junge Austernfischer kommt die Hilfe zu spät, sie wurden niedergeschlagen, gefesselt und der Flut überlassen.

Alexander Oetker kann Stimmung und Atmosphäre, das beweisen seine drei Aquitaine-Krimis. Um den spannenden Plot, der wie immer sehr speziell mit Gegend verbunden ist, entwickelt sich ganz viel Frankreich-Feeling. Es geht um das gute Essen und die guten Weine, es geht um Leidenschaft für die typischen Landesprodukte – hier eben die berühmte Auster – und natürlich auch um die Liebe.

So ist Luc Verlain vor einiger Zeit aus Paris gekommen, ein richtiger Lebemann, der nichts anbrennen ließ, hat aber in Anouk, seiner Kollegin auch eine Partnerin gefunden, die ihm mehr bedeutet, als jede Freundin zuvor. Die Bindung mit seinem Vater ist wieder eng geworden, auch wenn nicht mehr viel Zeit bleibt, Versäumtes nachzuholen.

Man nimmt am rauen Geschäft der Fischer teil, erfährt von der harten Arbeit unter unwirtlichen Bedingungen, von Sehnsüchten und Hoffnungen und Enttäuschungen, wenn sich die Pläne nicht erfüllen. Das alles macht den Charme der Krimis von Alexander Oetker aus. Dazu kommt der gut ausgedachte Handlungsrahmen, der spannend angelegt ist und sich zum Finale noch mit einer richtigen Überraschung steigern kann. Der Krimi hat alle meine Erwartungen erfüllt, es war wieder eine Reminiszenz an Land und Leute und macht einfach Laune und nicht zuletzt Lust auf Frankreich.

Die Aquitaine-Krimis von Oetker müssen den Vergleich mit den Bretagne Krimis von Bannalec nicht scheuen.

Alles dreht sich um Austern

Im französischen Aquitaine gehören Austern zum Weihnachtsessen. Am Bassin d’Arcachon herrscht daher in der Winterzeit Hochkonjunktur für die Austernfischerei. Ein gutes Geschäft für Bertrand Chevalier, dem größten Produzenten in der Gegend. Allerdings weckt das auch Begehrlichkeiten bei Austerndieben, die ziemlich dreist vorgehen. Deshalb beobachtet die Brigade Nautique das Geschehen im Bassin genau. Auf Einladung dürfen auch Luc Verlain und sein todkranker Vater an einer solchen Tour teilnehmen. Dabei entdecken sie die Leichen von zwei jungen Männern. Es sind die Söhne von Austernfischern mit kleineren Betrieben, die gegen den großen Konkurrenten kaum noch eine Chance haben.

Dies ist der dritte Band um Commissaire Luc Verlain, der im französischen Aquitaine ermittelt. Ich mag diese Krimireihe von Alexander Oetker. Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen. Es gibt ganz viel Lokalkolorit, denn man erfährt viel über die Gegend und die dort ansässigen Menschen. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt also auf der Austernfischerei. Dabei kommen Themen wie Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung und andere aktuelle Probleme auch nicht zu kurz.

Bei seinen Ermittlungen wird Luc von seiner Partnerin Anouk Filipetti unterstützt. Ich mag die beiden sympathischen Ermittler.

Auch wenn ich kein Freund von Austern bin, hat mich dieses Thema doch interessiert. Austernfischerei ist ein Knochenjob und auch hier geht es wie in anderen Wirtschaftsbereichen zu. Die Kleinen haben gegen die gierigen Großen keine Chance.

Obwohl es auch viel um Privates der Ermittler geht, war die Spannung doch immer da. Ich habe mich auch als Ermittler versucht, was gar nicht so einfach war. Am Ende löst sich alles schlüssig auf.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen.