Cover von: Einer wird sterben
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Bücher.de Preis: EUR 14.99

Einer wird sterben

Psychothriller
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3651025411

ISBN-13: 

9783651025417

Auflage: 

1 (27.02.2019)

Preis: 

14,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 7.104
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3651025411

Beschreibung von Bücher.de: 

Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto? Und vor allem, was werden sie tun?

Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen. Stundenlang, tagelang.

Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb.

Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch?

»Ich habe mich völlig in dieser Geschichte verloren und wusste irgendwann nicht mehr, wo oben und unten ist. Wahnsinnig spannend. Unbedingt lesen!« Melanie Raabe

Kriminetz-Rezensionen

Schuld und Angst

Paul ist mal wieder als Pilot im Ausland unterwegs, als Stella ein Auto mit zwei Personen in ihrer Straße entdeckt. Es macht sie nervös und der Wagen bleibt auch dort – stundenlang, tagelang. Warum steht der Wagen dort? Was wissen die Personen im Wagen über sie? Wissen sie von dem Unfall? Was wird geschehen? Das fragt sich nicht nur Stella, sondern auch der Leser, vor allem, als es noch andere merkwürdige Vorfälle in der Straße gibt.

Dies ist mein erster Thriller von Wiebke Lorenz. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, was durch die kurzen Kapitel noch begünstigt wird.

Das Ganze beginnt mit dem Kapitel „Am Ende“, was die Geschichte aber anfangs nicht klarer macht.

Wir lernen diese Geschichte aus der Perspektive von Stella kennen. Ihre Gefühle wirken authentisch und dennoch war sie mir von Anfang an nicht besonders sympathisch, daher habe ich auch nicht so recht mit ihr fühlen können. Dabei konnte ich das nicht an etwas Bestimmten festmachen, aber ich denke, dass ich mich in der Situation anders verhalten hätte.

Sechs Jahre zuvor waren ihr und sie in einen Unfall verwickelt, bei dem jemand zu Tode kam. Das begleitet sie jeden Tag, zumal sie auch äußerlich Wunden davongetragen hat. Daher geht sie nicht arbeiten und verkriecht sich zu Hause. Aber Paul ist viel unterwegs und sie ist einsam. Es gibt Dinge, über die sie mit niemandem reden kann. Worum es sich da handelt, kommt erst recht spät an die Oberfläche. Manchmal war ich mir auch nicht mehr so sicher, was Realität ist und was eventuell Einbildung.

Zu der eigenartig beklemmenden Atmosphäre tragen auch die Bewohner in der Nachbarschaft bei, die alle sehr individuell beschrieben sind und auch einiges unter der Decke halten.
Für einen Thriller kam die Spannung erst ziemlich spät auf, dann aber gab es Wendungen, die ich nicht so erwartet habe. Das Ende ist schlüssig.

Dieser Psychothriller hat mich nicht richtig gepackt.

Die Bewohner der Blumenstrasse

Alleine schon die Vorstellung, dass ein Paar tagelang in Deiner Straße im Auto sitzt und Du nicht weißt, wieso, weshalb und warum, das klingt doch nach einem guten Grundstock für einen Psychothriller. Hier könnte man mit den Ängsten und Gedanken der Protagonisten spielen, um den Lesern so eine richtige Gänsehaut zu verpassen und sie zum Weiterlesen zwingen, bis zum bitteren Ende.

Tja, hätte, könnte, sollte ... Leider hat mir dazu ein wenig gefehlt, um diese Perspektiven abzudecken, die für mich einen 5* Psychothriller ausmachen. Zwar ist der Grundaspekt gestillt worden, mit dem Konflikt der Hauptperson Stella Johannsen, die versucht Wahrheit und Täuschung zu erkennen, aber mir fehlte es vor allem an durchgehender Spannung. Im Mittelteil wurde ein Thema »eingefügt«, welches so gar nicht zu dem restlichen Plot passte und als Erklärung für eine bestimmte Vorgehensweise einer verdächtigen Person herhalten musste. Dadurch wurde mir etwas an Dramatik und Nervenkitzel genommen. Die entstehende Panik von Stella ist allerdings gut gelungen, man leidet mit ihr mit, man möchte ihr Schutz bieten und Mut zusprechen, doch so richtig nah kommt man ihr trotzdem nicht.

Dem Paar im Auto hätte ich mehr Raum in der Story gewünscht. Deren Verhalten hätte man von mir aus gerne noch tiefergehender und ausführlicher darstellen können, damit noch mehr Panik, Grusel und Spannung entstanden wäre. Ich hatte zwar mit einem überraschenden Ende gerechnet, welches auch kam, aber es wirkte für mich zu überstürzt und zu hektisch. Dafür hat mich der Epilog wieder einigermaßen milde gestimmt.

Ein Grundthema, welches für einen Psychothriller wie geschaffen ist, doch meiner Meinung nach, hätte man noch viel mehr daraus machen können.

Subtiler Psychothriller, der mit den Ängsten der Leser spielt

Diesen Roman sollte man nicht lesen, wenn man allein zu Hause ist, denn es herrscht durchgängig eine subtile ungute Spannung. Die Protagonisten Stella wird mit merkwürdigen, mysteriösen Begebenheiten konfrontiert, die sie absolut an ihre Grenzen gehen lassen.

Da ist dieses seltsame Auto auf der Straße, es sitzen zwei Personen darin, die sich tagelang nicht von der Stelle rühren und nur beobachten. Was wollen sie? Ahnen sie etwas? Doch das ist nur der Anfang 

Bravourös spielt die Autorin mit den Ängsten der Protagonisten und auch der Leser kann sich dieser beklemmenden, unguten, angstvollen Stimmung kaum entziehen. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, die Geschichte ist gut durchdacht, es ist spannend und auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Starker Frauen-Psychothriller

Cover
Verwelkte Magnolien-Blütenblätter rahmen den Titel auf hellem Hintergrund ein. Das Titelbild verbreitet eine etwas traurige Stimmung, lässt aber nicht unbedingt auf einen Thriller schließen, dafür ist es zu hübsch. Es verrät jedoch die Jahreszeit, in der die Geschichte spielt und der Leser erfährt recht schnell, weshalb ausgerechnet Blütenblätter das Cover zieren.

Schreibstil
Der Schreibstil und die Sprache sind richtig flott, also zeitgemäß, unkompliziert, klar, gerade heraus und direkt, aber nicht oberflächlich, so dass sich vor allem ein junges Publikum angesprochen fühlen mag. Ich persönlich empfand den Stil sehr angenehm. Das Buch ließ sich zügig lesen, was nicht allein an der Spannung lag, sondern auch am Layout – also dem Seitendruck: Ränder, Schriftgröße etc. waren für das Auge wohltuend, was aber natürlich dem Buchformat Paperback zuzuschreiben ist.

Meinung
Mich hat der Thriller von der ersten Seite an gefesselt und mitgenommen. Sowohl Ort und Zeit des Geschehens als auch die Anzahl der Figuren sind überschaubar. Alles spielt sich innerhalb weniger Tage in einer Wohnstraße ab, was mich irgendwie an ein kleines Schauspiel erinnerte. Die unverhofften Wendungen und Cliffhanger boten reichlich Nervenkitzel. Habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich vor Schreck auf meinem Sessel hin und her rutschte. Die Charaktere sind klug und raffiniert ausgearbeitet. Das Buch hat mich ein wenig an »Das Paket« von Sebastian Fitzek erinnert, nur mit dem Unterschied, dass Wiebke Lorenz Thriller mit Abstand sehr viel intelligenter aufgebaut ist. Obwohl ich bereits nach dem ersten Viertel ahnte, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde, hat das Ende mich nicht überrascht, dafür meine Vermutung bestätigt und zu allem Überfluss auch noch übertroffen. Mir war gar nicht bewusst, dass ich zu solch einer Schadenfreude fähig sein kann ... ha ha ha

Fazit
Tolle Story, bin beeindruckt und begeistert. Nicht unbedingt ein Buch für Männer, aber als Frau habe ich mich sehr wohl angesprochen und bestens unterhalten gefühlt. Ich vergebe 5 Sterne und spreche eine klare Kaufempfehlung aus. Eignet sich übrigens hervorragend als Geschenk, denn das Buch ist wirklich ein Schmuckstück. Es wird auch nicht mein letzter Thriller dieser Autorin sein.