Cover von: Wo ist Lisa?
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Wo ist Lisa?

Der erste Fall für Privatdetektiv Eric Holler
Buch
Taschenbuch, 128 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3754637096

ISBN-13: 

9783754637098

Erscheinungsdatum: 

15.09.2023

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3754637096

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine angeblich untreue und verschwundene Ehefrau, bei der es sich noch dazu um die Tochter eines Kriminalhauptkommissars handelt, ihr erstochener Mann, zwanzig Blechwannen mit neunzehn Toten – gleich in seinem ersten Fall hat Privatdetektiv Eric Holler viel zu tun.

Wird er Lisa und Erklärungen für die mysteriösen Vorgänge finden?

Kriminetz-Rezensionen

Eric Hollers 1. Fall – mysteriös, verwirrend und überraschend

„Eric Holler – Wo ist Lisa?“ von Roman Just ist der Auftakt zur Reihe der sogenannten „Gelsenkrimis“.

Klappentext:
Eine angeblich untreue und verschwundene Ehefrau, bei der es sich noch dazu um die Tochter eines Kriminalhauptkommissars handelt, ihr erstochener Mann, zwanzig Blechwannen mit neunzehn Toten – gleich in seinem ersten Fall hat Privatdetektiv Eric Holler viel zu tun. Wird er Lisa und Erklärungen für die mysteriösen Vorgänge finden?

Das Cover ist ein Eyecatcher, lenkt den Blick auf das Buch, ohne viel über den Inhalt auszusagen. Das Buch erschien 2022 und ist in vier Abschnitte (Akte) gegliedert und die Akte wiederum in mit Überschriften versehene Kapitel. Die Kapitel sind kurz, ohne Zeit- oder Ortsangaben. Die Handlung spielt in der Gegenwart. Der Großdruck ist angenehm zu lesen. Die Handlung spielt in der Gegenwart in Gelsenkirchen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und bildhaft, wodurch man sich Personen und Umgebung gut vorstellen kann. Genremäßig ordne ich „Eric Holler -Wo ist Lisa?“ als Cosy-Krimi ein, denn es gibt keine grausig-anschaulichen Beschreibungen von Opfern oder blutüberströmten Leichen

Nachdem ich kürzlich mit Band 4 in die Reihe eingestiegen bin, interessierte es mich, wie alles begann. Nachdem im ersten Abschnitt die Protagonisten ausführlich vorgestellt wurden, gerät man ab Akt 2 mit Eric Holler voll mitten in die verwirrenden Tatbestände – eine Ansammlung von Leichen. Um nicht zu spoilern, sei nur so viel verraten: es wird turbulent, weniger aufgrund von Actionszenen, eher durch skurrile Ereignisse, unerwartete Erklärungen, Verwicklungen, Wendungen und überraschende Machenschaften. Es ist erstaunlich, was in dem rund 130 Seiten umfassenden Roman alles passiert. Primär verfolgt man die Aktionen und Gedankengänge Eric Hollers. Die Spannung ist zwar nicht prickelnd, aber stets köchelnd, weil man von Beginn an neugierig auf des Rätsels Lösung ist. Als LeserIn wird man ebenso an der Nase herumgeführt und zu falschen Theorien verleitet wie Eric Holler, bis letztens alle seltsamen Vorkommnisse aufgeklärt werden und Lisa gefunden wird.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Eric Holler, eine ehemaliger CIA-Agent, verkörpert einen seriösen, professionellen und kompetenten Privatdetektiv. Er ist clever, gut durchtrainiert, sowohl körperlich als auch rhetorisch schlagkräftig und selbstbewusst. Der erste Fall legt die Basis für eine weitere gute Zusammenarbeit mit KHK Manfred Werthofen.

„Eric Holler – Wo ist Lisa?“ habe ich in einem Zug ausgelesen. Ein kniffliger Fall, eine interessante Lösung, ein sympathischer Protagonist. Eine gute Kombination, weswegen ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

Eric Holler 1 - Der Graf

Der Privatdetektiv Eric Holler bekommt von Graf Harald von Hauenstein den Auftrag seine Frau Lisa zu beschatten, da er vermutet, dass diese ihn betrügt. Doch bevor er den Auftrag ausführen kann, informiert ihn der Graf, dass sie verschwunden sei. Doch als Eric seinen Auftraggeber besucht und kurz den Raum verlässt, findet er diesen erstochen vor. Kurz darauf ist die Leiche verschwunden, dafür findet er 19 weitere Leichen. Als er die Polizei informiert, brennt die Villa ab.

Das Cover des Buches ist ein echter Hingucker und macht Lust auf das Buch.

Der Schreibstil des Autors ist ungewöhnlich, aber gut. Ungewöhnlich in der Weise, dass er zu Beginn des Buches (nach dem Auftrag) den Grafen, seine Frau und Eric Holler kurz vorstellt, ohne wirklich etwas zu verraten.

Das Buch ist für einen Krimi relativ kurz (104 Seiten auf meinem E-Reader). Genau damit hat es auch zu tun, dass ich dem Buch keine Höchstbewertung geben kann. Denn ich mag Krimis, die zum Mitraten und Theorien aufstellen einladen. Dies tut das Buch nicht. Zwar stellt Eric Holler einige Theorien auf, allerdings kommt der nächste Schritt bzw. die nächsten Informationen praktisch sofort - also zu schnell. Hier hätte sich der Autor ruhig etwas Zeit lassen können. Z.B. die Schweiz-Reise von Holler und seine dortigen Ermittlungen dauern gerade mal 2 Seiten. Auch erfährt man die meisten Informationen indirekt, wenn Holler und der Polizist miteinander sprechen, was sie herausgefunden haben.

Positiv zu vermerken ist, dass sowohl Holler als auch sein Pendant bei der Polizei definitiv das Zeug für eine Reihe haben. Holler hat es, ob der Polizist weiter vorkommt, kann ich nur hoffen, mir aber auch gut vorstellen.

Die Auflösung des Falls ist gut konstruiert und nicht unlogisch. Auch insgesamt ist der Fall interessant und konnte mich überzeugen.

Die Spannung war eigentlich hoch, aber aus oben genannten Gründen kam sie nicht immer so bei mir an. Trotzdem konnte mich das Buch im Großen und Ganzen überzeugen.

Fazit: Auftakt mit guter Story, aber etwas zu komprimiert. 4 von 5 Sternen