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Wolfsmord

Der 15. Fall für die ostfriesische Spinngruppe. Ostfrieslandkrimi

Seiten: 

134

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862642

ISBN-13: 

9783965862647

Auflage: 

1 (14.10.2020)

Preis: 

3,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 11.878
Amazon Bestellnummer (ASIN): B08L6N72FQ
Beschreibung von Rena Larf

Schüsse in der Nacht lassen die erhitzte Lage in Ostfriesland vollends eskalieren. Denn nun liegen der Wolfsschützer Heiko Lorenzen und ein Wolf erschossen im Wald. Hat einer der hiesigen Jäger nach einem illegalen Abschuss des geschützten Tieres gleich den ungewollten Zeugen beseitigt? Oder handelt es sich bei dem Mörder um den Unbekannten, der Lorenzen kurz vorher auf einer öffentlichen Veranstaltung attackierte? Hitzig wurde am Abend das Pro und Kontra diskutiert: Während die Weidetierhalter Angst um ihre Schafe haben, gibt es auch leidenschaftliche Unterstützer des wieder nach Deutschland zurückgekehrten Raubtiers. Doch die Kommissare Werner Harms und Steffen Köster von der Kripo Leer nehmen auch das persönliche Umfeld des Opfers ins Visier. Schnell wird der Fall zu einer echten Zerreißprobe, denn obwohl auch ihre engsten Freunde von der Rückkehr der Wölfe betroffen sind, müssen die ostfriesischen Ermittler ihre Emotionen im Griff behalten …

In der »Ostfriesische Spinngruppe ermittelt«-Reihe sind erschienen:
1. Grünlandmord
2. Hexenmord
3. Wiekenmord
4. Rosenmord
5. Hebammenmord
6. Feuermord
7. Familienmord
8. Hochzeitsmord
9. Jägermord
10. Autorenmord
11. Veganermord
12. Vollmondmord
13. Falknermord
14. Musikermord
15. Neu: Wolfsmord

Alle Ostfrieslandkrimis von Susanne Ptak können unabhängig voneinander gelesen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Sehr eindringlich, intensiv und interessant

»Wolfsmord« ist der letzte Band in der Reihe rund um die ostfriesische Spinngruppe. Aber kein Grund traurig zu sein. Denn im Nachwort erklärt die Autorin sehr verständlich und nachvollziehbar, warum es dazu kam.

Hierbei handelt es sich bereits um den 15. Band. Alle Kriminalromane sind jedoch eigenständig lesbar, da die Fälle in sich abgeschlossen sind.

Durch den angenehmen, leicht verständlichen und absolut mitreißenden Schreibstil der Autorin, hat mich auch dieser Kriminalroman sofort wieder gepackt.

Von der ostfriesischen Spinngruppe hab ich bisher noch nicht so viel gelesen. Dennoch bereitete mir der Einstieg keinerlei Probleme. Gleich am Anfang kommt Susanne Ptak zum Kern der Sache. Der ist sowohl erschütternd, als auch aufrüttelnd. Denn sie befasst sich hier mit einer sehr ernsten, faszinierenden, aber auch beängstigenden Thematik. Wölfe. Schöne kraftvolle Wesen. Die jedoch gerade in diesem Raum für viel Furcht und Ängste sorgen. Vielen dürfte es vielleicht nicht geläufig sein, was aber nicht heißt, dass es das nicht gibt. Sehr eindringlich weist Susanne Ptak darauf hin, was es alles nach sich zieht. Worüber man doch unweigerlich ins Grübeln kommt.

Aber nicht nur um Wölfe geht es hier. Es geht um Existenzen, dem sozialen Miteinander. Und natürlich gibt es auch wieder einen Kriminalfall, in dem eifrig und gut koordiniert ermittelt wird. Dabei kommen die unterschiedlichsten Charaktere zum Vorschein. Sie punkten mit Authentizität, Ecken und Kanten, ebenso mit einem gehörigen Maß an Empathie und Einfühlungsvermögen.

Mir gelang es, die Ermittlungen sehr gut zu verfolgen. Am Anfang ist noch alles offen und man weiß eigentlich gar nicht, worauf es hinausläuft. Es offenbart sich ein Handlungsverlauf der mit Dramatik und Tragik gespickt ist. Der so viele Ansätze in der Vergangenheit anriss, wodurch man sich einfach enorm gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Man mit ihnen mitfühlte und einfach enormen Anteil nahm. Weil es nicht kaltlässt, es auf ganz besondere Weise berührt und man immer mehr ins Sinnieren kommt. Dabei gelang der Autorin, auch einige gut platzierte Wendungen zu setzen. Die man hier so vielleicht nicht erwarten würde. Die aber in sich schlüssig sind und vieles erklären. Britta, Steffen und Co haben mich wieder sehr begeistert, durch ihren Charme, ihrem Enthusiasmus verschaffen sie der Story Leben und Fülle. Man wird hineingezogen und kann nicht wieder gehen.

Mir hat diese komplexe Handlung und gerade der ganz besondere Charme der ostfriesischen Spinngruppe sehr gut gefallen. Eben weil es nicht in erster Linie um den Mord an sich ging, sondern um einen viel ernsteren Punkt. Ich fand das überaus interessant. Gerade wie die Verbindungen untereinander waren, sowie die einzelnen Schicksale.

Ein vielleicht nicht ganz so alltäglicher Kriminalroman, dafür mit viel Tiefe, Nachdenklichkeit und einer guten Prise Humor gespickt. Der Abschluss hat mir enorm gut gefallen. Denn es ist kein Abschied. Viel mehr wird einfach nur der Ort gewechselt. Absolut gelungen und sehr zu empfehlen.

Fazit:
»Wolfsmord« ist ein sehr atmosphärischer und tiefsinniger Ostfrieslandkrimi, der sich mit einer faszinierenden, als auch beängstigenden Thematik befasst. Sehr eindringlich, intensiv und interessant. Dramatisch, packend und tragend. Denn Susanne Ptak zeigt sehr eindringlich und aufrüttelnd auf, worum Menschen Tag für Tag kämpfen. Und das es immer zwei Seiten gibt. Sehr komplex, berührend. Ein Ostfrieslandkrimi der definitiv Herzblut in sich hat und nachdenklich stimmt. 5 von 5 Sternen.

Bedrohung durch den Wolf

Die Schafzüchter in Ostfriesland sorgen sich um ihre Tiere, denn Wölfe machen sich immer wieder über die Herden her. Nun hat es Silke und Enno Janssen getroffen. Zwölf Tiere auf der Weide beim Wohnhaus wurden gerissen. Die Emotionen kochen hoch. Während die Tierhalter mit dem wirtschaftlichen Schaden zurechtkommen müssen, freuen sich die Tierschützer. Dann gibt es Schüsse in der Nacht und nicht nur ein Wolf ist tot, sondern auch der Wolfsschützer Heiko Lorenzen. Kein einfacher Fall für die Kommissare Werner Harms und Steffen Köster von der Kripo Leer, denn sie sind viel zu nahe dran, da sie mit den Janssens befreundet sind.

Obwohl das bereits der 15. Band und auch der letzte aus der Reihe ist, war es für mich der erste. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und das Buch hat nicht allzu viele Seiten, so dass ich in einem Rutsch durch war. Auch die Örtlichkeiten wurde gut beschrieben. Es gibt eine ganze Reihe von Personen, die auseinandergehalten werden wollen. Aber das geht dann doch recht fix.

Das Thema »Wolf in Deutschland« spaltet die Menschen. Während die einen begeistert sind, dass sich der Wolf nach über 150 Jahren Deutschland als Lebensraum zurückerobert, haben die anderen Ängste. Dabei geht es aber nicht nur um wirtschaftliche Interessen bei den Gegnern, sondern auch um pure Angst, da diese wilden Tiere den Menschen einfach zu nahekommen, denn unser Land ist recht eng besiedelt. Die unterschiedlichen Gruppierungen finden sich auch in diesem Krimi wieder. Aber wer hat Heiko Lorenzen getötet? Musste er sterben, weil er gesehen hat, wie der Wolf getötet wurde? Nicht nur über die sozialen Medien wird sich ein erbitterter Kampf geliefert, die Polizei muss sogar vor dem Haus der Janssens die Streithähne trennen, die handgreiflich wurden. Aber nicht nur die Polizei ist mit Ermittlungen beschäftigt, sondern auch Britta, Martha und die ehemalige Rechtsmedizinerin Dr. Josefine Brenner recherchieren in diesem Fall.

Ein wenig seltsam fand ich es schon, dass da so munter Informationen ausgetauscht werden. Im wahren Leben halten sich Polizisten doch eher bedeckt.

Ich wusste gar nicht, dass die Wölfe schon so weit vorgedrungen sind. Es ist ein interessantes Thema, um das sich dieser Krimi dreht. Natürlich gibt es einige Wendungen, welche die Spannung hochhalten, da man nicht wirklich darauf kommt, wer denn nun der Täter ist und was ihn zu seiner Tat gebracht hat.

Ein spannender Ostfriesland-Krimi zu einem emotionsgeladenen Thema.