Cover von: Wolfswut
Amazon Preis: EUR 14,99
Bücher.de Preis: EUR 14.99

Wolfswut

True-Crime-Thriller
Buch
Broschiert, 528 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426521326

ISBN-13: 

9783426521328

Erscheinungsdatum: 

12.01.2018

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 49.672
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426521326

Beschreibung von Bücher.de: 

2016 in allen Schlagzeilen - aktueller und authentischer als Andreas Gößlings Thriller kann True Crime nicht sein!

Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau ...

Andreas Gößling, mit dem True-Crime-Genre bestens vertraut, verarbeitet den Fall eines deutschen Serienkillers zu einem schockierenden Thriller.

Kriminetz-Rezensionen

Nichts für schwache Nerven

Als Lotte Soltau den Nachlass ihres Vaters ordnet, macht sie eine grauenvolle Entdeckung. In einer leeren Lagerhalle stehen 5 Fässer mit verstümmelten Frauenleichen. Lotte kann nicht glauben, dass ihr Vater, den alle nur als hilfsbereiten und netten Menschen kennen, dafür verantwortlich sein soll. Sie ruft sofort die Polizei und Kira Hallstein und Max Lohmeyer beginnen mit den Ermittlungen. Für sie steht schnell fest, dass Alex Soltau hinter den Morden steckt, auch wenn das heißt, dass er ein Doppelleben geführt haben muss. Als dann aber ein toter Junge aufgefunden wird, dessen Verstümmelungen die Handschrift von Soltau tragen, ist schnell klar, dass dieser einen Komplizen gehabt haben muss, der nun alleine weitermacht. Aber wer soll das sein? Kira und Max finden zunächst keinen Anhaltspunkt, ermitteln aber in alle Richtungen und geraten immer tiefer in einen Sumpf aus Gewalt und Grauen.

Ein Buch das einem alles abverlangt, da die einzelnen Taten sehr detailliert und schonungslos beschrieben sind. Hält man sich dann noch vor Augen, dass es sich teilweise um wahre Begebenheiten handelt und nicht alles der Phantasie des Autors entsprungen ist, wird das ganze noch ein bisschen grauenhafter.

Kira und Max sind ein ungewöhnliches Ermittlerteam, sie cool und eigensinnig, er voller Empathie und Einfühlungsvermögen. Max gefiel mir auch eindeutig besser, Kira war mir zu unnahbar, teilweise auch etwas farblos, hatte nicht unbedingt meine volle Sympathie.

Die Story ist gut, teilweise aber mit einigen Längen, bei denen man das Gefühl hat, es geht nichts recht voran. Das Ende war dann sehr überraschend und für mich so nicht vorhersehbar.

Gelungener Thriller mit einigen Schwächen, nichtsdestotrotz freue ich mich auf den nächsten Teil der Reihe.

Nichts für zarte Seelen

Da mir die True-Crime-Trilogie, die Andreas Gößling zusammen mit Michael Tsokos geschrieben hat, schon gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf diesen "solo" geschriebenen Thriller des Autors.

Zu Beginn konnten mich die Auffindesituationen, das Drumherum des Tatortes und die Vorgehensweise der Ermittler sofort begeistern. Das Grundgerüst dieser Story ist der wahre Fall des Säurefassmörders, der auch durch die Presse ging. Auf dieser Grundlage hat Andreas Gößling seine Thrillerstory herum gebaut, ausgeweitet und konstruiert.

Doch in der Mitte des Buches etwa hat der Autor mich kurzzeitig "verloren". Ich irrte zwischen vielen Namen und Personen herum, an einigen Stellen wurde mir der Plot zu verwirrend. Einige Gedankengänge der Ermittler, vor allem von Hallstein, waren für mich nicht nachvollziehbar und ihre Handlungen waren mir suspekt. Ihr Kollege, Max Lohmeyer dagegen, gefiel mir menschlich besser.

Zartbesaitete LeserInnen sollten lieber die Hände davon lassen, denn es werden schon extremst eklige und widerliche Tatausführungen beschrieben, die einfach unvorstellbar sind. Gut geschrieben sind die Abschnitte, wo man in die kranke Gedankenwelt der Personen eintaucht, die sich an dem Leid wehrlos ausgelieferter Menschen ergötzen und befriedigen. Hier hat der Autor wiederum sein Können bewiesen und mich "zurückgeholt" in den Verlauf der Geschichte.

Das Ende hingegen ist wieder recht spannend und überraschend ausgefallen, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte.

Fazit:
Alles in allem ein gut unterhaltender True-Crime-Thriller, der meiner Meinung nach einige Längen aufweist und deshalb dem Leser einiges an Durchhaltevermögen abverlangt.

Zorn und Wut machen den Menschen zum Tier

"Zorn ist der Würger der Menschen; er untergräbt jedes Glück. Es gibt nichts Böses, was ein zorniger Mann nicht zu tun imstande wäre." (Mahābhārata)

Nach dem Tod ihres Vaters Alex Soltau beschaut seine Tochter Lotte die Hinterlassenschaften ihres Vaters. Unter anderem gibt es da eine alte Lagerhalle bzw. Garage, in der unter anderem 5 blaue Fässer stehen. Neugierig öffnet Lotte eines der Fässer und stellt mit entsetzen fest, das sich dort Körperteile eines Menschen befinden. Sofort ruft sie die Polizei, da sie annimmt, dass die Fässer jemand anderes dort gelagert hat. Kriminalhauptkommissarin Kira Hallstein und Kollege Max Lohmeyer ermitteln in dem Fall. Wie sich herausstellt, sind in den Fässern verschiedene Körperteile unterschiedlichen Alters und fast alle von asiatischen Frauen, wahrscheinlich ehemaligen Prostituierten. Da der Bauunternehmer, Hobbymusiker und großer Johnny- Cash-Fan Alex Soltau von allen geschätzt wurde, kann sich niemand vorstellen, dass diese Fässer ihm gehören, geschweige denn, dass er diese Frauen getötet haben soll. Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sein Leben gepflastert ist mit vielen Unfällen und Todesfällen in seinem Freundeskreis. Doch dann ereignen sich Morde neueren Datums und vor allem von männlichen Teenagern, teils nach demselben Muster. Die kann der tote Soltau ja nun nicht mehr begangen haben – hat er doch einen Helfer? Für Kira Hallstein wird dieser Fall zur Zerreißprobe, bei ihr kommen Erinnerungen an ihren seit Jahren vermissten 17-jährigen Bruder Tobias wieder hoch. Wurde auch er ein Opfer Soltaus oder hatte Soltau doch einen Partner, der jetzt weiter mordet?

Meine Meinung:
In diesem Buch verarbeitet der Autor den sehr brisanten Fall des 2014 an Krebs verstorbenen Manfred Seel. Auch hier fand die Tochter und ihr Mann Fässer mit Leichenteilen in einer angemieteten Garage. Vermutet wird, dass mehr als 6 (wahrscheinlich 10) Menschen auf sein Konto gehen. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, am Anfang bis Mitte des Buches jedoch sehr langatmig, so dass ich einige Male versucht war, es zu beenden. Doch mein Durchhalten wurde belohnt, denn spannend wird die ganze Geschichte, als man die Trophäenbücher Soltaus entdeckt. Sie geben Einblick in Soltaus Vergangenheit und seine Taten. Natürlich musste der Autor auch die Charaktere seiner Ermittler etwas nahebringen, doch dies war meiner Meinung nach viel zu ausführlich. Für mich beginnt im Grunde der spannendste und fesselndste Teil erst ab Seite 263, der da heißt "Ort ohne Straße". Hier erlebte ich dann auch die nervenaufreibende Spannung, wo die Ermittler dem Täter immer näher auf die Spur kommen. Auch wenn hier Realistisches mit Fiktivem gemischt wurde, ist dies ein sehr spannender Thriller, der mir teils sehr an die Substanz ging. Denn Andreas Gößling hat hier nicht gespart darzustellen, wie der Täter seine Opfer getötet, gefoltert und zerstückelt hat. Deshalb kann ich dieses Buch auch nur Leser mit wirklich starken Nerven empfehlen. Trotzdem bin ich gespannt auf den nächsten Hallstein/Lohmeyer Fall und gebe 4 von 5 Sternen.