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The Woman in Suite 11

Es ist ein Mörder im Hotel. Aber niemand glaubt Dir. Thriller
Buch
Broschiert, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3423264446

ISBN-13: 

9783423264440

Auflage: 

1 (29.12.2025)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 3.779
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423264446

Beschreibung: 

Die grandiose Fortsetzung des Weltbestsellers »The Woman in Cabib 19«.

Ein Luxushotel in der Schweiz, ein mysteriöser Gast, ein tödliches Spiel.

Lo Blacklock wagt einen Neuanfang: Obwohl die traumatischen Erlebnisse auf dem Kreuzfahrtschiff vor vielen Jahren sie noch immer begleiten, ist die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz ihre Chance endlich ins Berufsleben als Reisejournalistin zurückzukehren.

»Jeder Ruth Ware-Krimi ist ein einzigartiges und unerwartetes Juwel, und dieser ist keine Ausnahme. Ein berauschender, spannungsgeladener, langsam verglühender Traum von einem Buch, vielschichtig und durchdrungen von Atmosphäre und Gefahr. Ich habe jede Seite geliebt.« LISA JEWELL

Das Hotel am Ufer des Genfer Sees ist traumhaft und Lo hofft, dort ein Interview mit dem exzentrischen Hotelbesitzer Marcus Leidmann ergattern zu können.

Als sie eines Nachts überraschend in sein Hotelzimmer eingeladen wird, ist Lo zwar skeptisch – doch ihre Neugier ist stärker. Umso überraschter ist sie, als sie von einer unbekannten Frau empfangen wird, die behauptet, Marcus' Geliebte zu sein und sich in Lebensgefahr zu befinden. Es beginnt ein tödliches Katz und Maus-Spiel …

»Großartig düster und absolut fesselnd.« Lucy Foley

Kriminetz-Rezensionen

Lauras Rückkehr in die Berufswelt

Die Reisejournalistin Laura (genannt Lo) Blacklock erhält die Einladung der Leidmann-Group zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Sie hatte vor 10 Jahre ein einschneidendes Erlebnis auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora, dieses Trauma hat sie in ihrem Buch „Dunkle Wasser“ versucht zu verarbeiten. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und durch diese Reise möchte sie zurück in den Beruf und neu durchstarten. Ehemann Judah, ebenfalls Journalist, bleibt zu Hause und betreut die Kinder.

Von der Leidmann-Group und dem Inhaber Marcus Leidmann ist nicht viel veröffentlicht. Er ist ca. 70 Jahre, verwitwet und ein Machtmensch. Es steht im Raum, daß der die Geschäfte seinem Sohn Pieter übergeben will. Lo hofft nun, auf ein persönliches Treffen und ein Interview mit Marcus.

Auf der Hinreise von Lo beginnen bereits die seltsamen Begebenheiten, gefolgt von dem Zusammentreffen mit früheren Teilnehmern der Reise auf der Aurora und der Dame in Suite 11. Diese ist auf der Flucht aus dem goldenen Käfig ihres Geliebten und bittet Lo um Hilfe. Und dann geschieht im Hotel ein Verbrechen, das aufgeklärt werden muß.

Zuerst einmal, ich kannte The Woman in Cabin 10 nicht. Der vorliegende Thriller ist zwar abgeschlossen, nimmt aber oft auf die Vorkommnisse des quasi ersten Bandes Bezug. Einige Personen von damals tauchten im Laufe der Geschichte zwar auf, verschwanden dann aber im Nichts und waren deshalb für mich irgendwie nicht greifbar. Die Dame im Suite 11 war mir von Anfang an unsympathisch und ich fand das Verhalten von Lo ihr gegenüber mehr als naiv. Diese Abhängigkeit bzw. Verpflichtung ihr gegenüber war mir unverständlich. Die Ermittlungen des Todesfalls waren für mich auch eher zäh beschrieben. Das Vertrauen von einer Journalistin wie Lo in andere Menschen (hier z. B. dem Interpol-Mitarbeiter gegenüber) war für mich unglaubwürdig und nicht professionell. Das Ende und die Auflösung waren teilweise vorhersehbar.

Alles in allem war der Thriller durchaus spannend geschrieben und ließ sich flüssig lesen, aber so richtig gepackt hat er mich nicht. Vielleicht hätten mich Vorkenntnisse zu einem anderen Urteil kommen lassen. Trotz aller Kritik hatte ich unterhaltsame Lesestunden und werde auf alle Fälle den hoch gelobten Vorgängerband noch lesen, denn meine Neugierde wurde geweckt.

Bleibt hinter den Erwartungen zurück

Da ist sie, die Fortsetzung von The Woman in Cabin 10. Eine Kenntnis dieses Buches sollte nicht notwendig sein, hieß es. Ja und nein. Es waren doch recht viele Verweise auf das erste Buch und für das Verständnis einiger beteiligter Personen wäre es sicher besser gewesen. Aber das nur vorne weg.

Zum Buch selbst. Ruth Ware hat hier wieder, sehr routiniert, einen Thriller mit vielen Wendungen vorgelegt. Spannend und flüssig zu lesen, aber auch ein bisschen 08/15, d.h. viele Wendungen waren erwartbar. Mit Lo bin ich nicht so richtig warm geworden, da ihre Handlungen teilweise so in Naivität abgerutscht sind,dass es schon unglaubwürdig war. Gut gelungen ist die Atmosphäre an den verschiedenen Handlungsorten. Insgesamt ein Thriller, den man lesen kann, aber nicht lesen muss.

Ein Albtraum, der im Luxushotel seinen Anfang nimmt

Nachdem ich dieses Buch in Händen hielt, bekam ich den guten Rat, THE WOMAN IN CABIN 10 zu lesen. Was auch gemacht habe. Gut, man könnte THE WOMAN IN SUITE 11 auch lesen, ohne das Vorgängerbuch zu kennen. So aber hat man den vollen Genuss und noch dazu hatte ich beide Bücher nacheinander gelesen, die Eindrücke sowohl der Protagonisten als auch der Story an sich sind somit ganz frisch. Ich würde es immer wieder genau so machen.

Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist erwachsen geworden, sie lebt mit Mann und ihren beiden kleinen Kindern in New York, führt eher ein beschauliches Leben, sie sieht die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz als Chance zum Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Schon der Flug birgt eine zwar komfortable, aber dennoch rätselhafte Überraschung, dessen Ursprung lange im Verborgenen bleibt. Nun, sie genießt und freut sich auf ein paar entspannte Tage in berauschender Kulisse und hofft auf ein Interview mit Marcus Leidmann, den Besitzer dieses Hotels, der sehr zurückgezogen lebt und sich so gut wie nie öffentlich zeigt. Als sie dann in seine Suite gebeten wird, ist sie ein wenig irritiert, aber dennoch hocherfreut, dass ausgerechnet ihr es gelingt, ihn zu befragen. Wer sie allerdings hinter der Tür erwartet und was diese Person von ihr fordert, ist nicht er – es ist der Beginn einer Odyssee, die sie ins Chaos stürzen könnte. Mehr noch, es könnte für sie brandgefährlich werden. Immer mehr verstrickt sie sich in den Fängen dieser Frau, die es versteht, genau das zu bekommen, was sie will und dies auch mit allen Mitteln einfordert.

Der ganz normale Alltag, den Lo seit Jahren lebt, wird bald abgelöst von den Momenten im Hotel, die man zwar meint, zu durchschauen, die jedoch immer ein gewisses Maß an Unerklärlichem beinhalten. Was mich an Lo stört, ist ihre Leichtgläubigkeit, ja ihre Naivität. Sie stolpert gewissermaßen von einem Mysterium ins nächste. Lässt sich von dieser Frau, die sie von früher kennt und mit ihr beileibe nicht die besten Erfahrungen gemacht hat, immer wieder einwickeln. Eine Frau, die genug kriminelle Energie hat, um über alles und alle hinwegzusehen, sich sozusagen die Rosinen herauspickt. Und das mit einer Chuzpe, die seinesgleichen sucht. Und nicht einmal schaltet diese Lo ihren gesunden Menschenverstand ein, sie lässt sich am Gängelband führen, überschreitet dabei Grenzen, die nie überschritten werden sollten, schon gar nicht von einer Mutter, deren Kinder noch so klein sind und sie noch lange brauchen.

„Es ist ein Mörder im Hotel. Aber niemand glaubt dir.“ Was in ..CABIN 10 noch funktioniert hat, gelingt in …SUITE 11 nur bedingt. Gut, die Story liest sich flott weg, auch wenn es erst so richtig mit dem Flug in die Schweiz losgeht, zuvor ist es eher ein Dahinplätschern. Man wartet auf Action, die man dann auch bekommt. Nur leider ist es zu sehr an das Vorgängerbuch angelehnt, was ich so gar nicht berauschend finde. So manches ist zu gewollt, zu aufgesetzt.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, denen jeweils eMails, Chats und News vorangestellt sind, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Auch dieses Stilmittel findet man im ersten Buch dieser Reihe, allerdings finde ich, dass dies auch in Cabin 10 besser funktioniert. Nun, was Lo mit dieser Frau in SUITE 11 erlebt, ist durchaus lesenswert, allerdings um einiges schwächer als das erste Buch.

Zuviele Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger

Die Reisejournalistin Laura Blacklock möchte nach der Babypause wieder zurück in den Beruf. Nicht nur der Ehrgeiz treibt sie, sondern auch das zur Neige gehenden finanzielle Polster, das sie durch ihr einziges Buch „Dunkle Wasser“ erwirtschaften konnte. Ein kleiner Ausgleich für den Schrecken, den sie auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora in den norwegischen Fjorden erlebt hat und dass sie in diesem Buch zu verarbeiten versuchte. Bevor sich Laura jedoch in den Bewerbungsmarathon stürzen kann, um ihre Erfahrungen als Freelancerin anzubieten, flattert ihr eine Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels in den Schweizer Alpen ins Haus. Der exzentrische und sehr zurückgezogen lebende Großindustrielle Marcus Leidmann bittet sie persönlich zur Eröffnung zu kommen um darüber zu berichten. Ein Interview mit Leidmann würde für sie auch eine super Empfehlung für ihre Karriere bedeuten. Nach leichtem Zögern, ob sie ihren Mann und ihre zwei kleinen Jungs alleine lassen kann, willigt sie doch ein, denn die Aussicht nach dem Event ihre Mutter in England zu besuchen erscheint ihr mit einmal sehr verlockend. Ein mulmiges Bauchgefühl hat sie dennoch und das verstärkt sich noch als sie in der Schweiz ankommt und feststellt das ein Teil der Gäste ebenfalls auf der Aurora waren und die Privataudienz nicht wie verabredet mit Leidmann stattfindet…

Ich habe es leider verpasst „The Woman in Cabin 10“ zu lesen, da dieses Buch jedoch in aller Munde war, dachte ich, ich muss unbedingt bei diesem Buch reinlesen. Erkennbar (bis auf den leicht ähnlichen Titel“) war für mich eine Fortsetzung nicht. Ich war also überrascht, dass diese Geschichte sehr viel Bezug auf die Ereignisse des Kreuzfahrtschiffes nimmt. Wenn man sich einen so engen Erzählrahmen steckt, ist die Gefahr groß, dass sich Geschichten ähneln. Dies sah ich im Nachhinein bestätigt als ich mir zufällig die Verfilmung von „The Woman in Cabin 10“ ansah.
Die Erzählweise von Ruth Ware gefiel mir durchaus, eine Protagonistin die sympathisch ist, deren Naivität jedoch manchmal grenzenlos scheint, ein flüssiger Schreibstil und Anekdoten aus dem Familienleben die amüsant und für viele nachvollziehbar sind. Was mir gänzlich gefehlt hat sind die Crimeelemente. Für einen Thriller ist hier so gut wie gar keine Spannung vorhanden. Einzig spannend für mich war die Unwissenheit bezüglich der Ereignisse im Vorgängerbuch. Unterhalten hat mich Ruth Ware dennoch, auch wenn ich das Genre weder einem Krimi und schon gar nicht einem Thriller zuschreiben würde.