Cover von: Zara und Zoë: Rache in Marseille
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Zara und Zoë: Rache in Marseille

Thriller
Buch
Broschiert, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426307154

ISBN-13: 

9783426307151

Erscheinungsdatum: 

01.04.2019

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 151.434
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426307154

Beschreibung von Bücher.de: 

Kommissarin Zara von Hardenberg ist die beste Profilerin bei Europol. Weil sie sich alles merkt, alles entdeckt und alles voraussieht. Das Dumme ist nur: Sie kann keine Regeln brechen.

Als sie ein junges Mädchen bestialisch ermordet in der Felsenlandschaft Marseilles finden, spürt sie, dass das Verbrechen auf eine drohende Katastrophe hinweist. Sie kennt nur eine, die diese noch aufhalten kann: ihre Zwillingsschwester Zoë - eine Killerin der korsischen Mafia, deren einzige Grenze sie selbst ist. Das Aufeinandertreffen der verfeindeten Schwestern wird zum Kampf um Leben und Tod. Und dann erst beginnt der eigentliche Showdown im nächtlichen Marseille.

Kriminetz-Rezensionen

"Das doppelte Lottchen" lässt grüßen ...

»Zara und Zoë« halte ich für einen sensationell gut vermarkteten, aber allgemein überbewerteten Thriller von SPIEGEL-Bestseller-Autor Alexander Oetker. Das Buch umfasst 336 Seiten und erschien am 1. April 2019 im Droemer-Knaur-Verlag.

Cover und Layout
Das liebevoll gestaltete Cover lässt auf den ersten Blick nicht zwingend auf einen Thriller schließen. Erst im Nachhinein erahnt man die Dramaturgie: Marseille in der Abenddämmerung. Schrift, Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenränder sowie die großzügig gestalteten Überschriften (die gefühlt ein Viertel des Buches einnehmen) und die ungewöhnlich kurzen Kapitel – bzw. der ständige Szenenwechsel – schonen das Auge und tragen positiv dazu bei, das Buch zügig in einem Rutsch bei einer Flasche Pastis zu leeren ... ähm, Pardon – zu lesen!

Ort und Zeit des Geschehens
Die Handlung spielt sich im Juli 2018 vor der malerischen Kulisse von Marseille ab, entführt den Leser aber auch in andere, namhafte europäische Metropolen. Organisierter Drogenhandel durch die Drogenmafia in Europa und die Ermordung eines 14-jährigen Mädchens sind Hauptthema des Thrillers.

Inhalt
Zara und Zoë sind Zwillingsschwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die verspannte – mal sieben, später nur noch sechs Minuten ältere – Schwester Zara eine autistische Perfektion an den Tag legt und als Profilerin bei Europol tätig ist, verdient sich die sympathische Zoë ihren Lebensunterhalt als Elite-Auftragskillerin bei der etablierten, hiesigen korsischen Mafia. Aufgrund familiärer Differenzen haben sich die Schwestern in den 1990er Jahren räumlich getrennt. Zara ist mit »Maman« nach Deutschland geflohen, die furchtlose Zoë hingegen hielt ihrem liebenswerten, charmanten Vater mit krimineller Vergangenheit in Südfrankreich die Treue. Nun aber ist die mimosenhafte Zara auf die Unterstützung ihrer jüngeren Schwester Zoë angewiesen.

Schreibstil
Mein Deutschlehrer hätte diesen Roman vermutlich als »literarischer Albtraum« bezeichnet. Die Geschichte wird aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Der Autor bedient sich verschiedener Sprachstile und Ausdrucksweisen, die er den Charakteren anpasst. Der etwas gewöhnungsbedürftige Schreibstil konnte mich nicht überzeugen, aber genau davon lebt die Story: Kurzatmige, teilweise aufzählende und irritierende Sätze verleihen der Geschichte Tempo und einen eigenwilligen Charakter.

Fazit
»Leon, der Profi«, »Das doppelte Lottchen« und »Der Pate« lassen grüßen. Ich hatte den Eindruck, das Drehbuch zu einem Actionfilm zu lesen. Grundsätzlich gelingt es dem Autor, durch kurze, knappe Sätze, teilweise auflistend, eine rasante und temporeiche Geschichte zu erzählen und den Protagonisten eine Identität sowie eine Persönlichkeit einzuverleiben. Der gute Mann hält sich wahrlich nicht mit Belanglosigkeiten auf, vermittelt aber dennoch stimmungsvolle Bilder. Wenn man ein Buch wie dieses gewinnt, neigt man aus Höflichkeit dazu, es positiv zu bewerten und sich alles schönzureden, krampfhaft und mit aller Gewalt das Gute in dem Werk zu suchen und zu finden. Wenn dies aber nun der neueste Trend ist, dann lese ich lieber Schwaben-Krimis. Mir fällt es echt schwer, dieses Buch zu bewerten. Die Story ist nicht halb so aufregend wie erwartet. Der Autor bedient sich vieler Klischees. Ich vermisse Tiefgang. Meiner Meinung nach handelt es sich bei »Zara & Zoë« bestenfalls um eine verkappte Actionkomödie oder um einen gemeinen Aprilscherz. Man weiß es nicht so genau, darum empfehle ich das Buch nur bedingt weiter und vergebe 3 Sterne.

Brisant und aktuell

Zoë, die »Fürstin der Unterwelt«, schmuggelt Drogen, schießt Feinde knallhart ab. Zara, ihre Zwillingsschwester ist so ziemlich das Gegenteil. Leicht autistisch veranlagt kann sie keine Gesetze brechen, braucht die absolute Kontrolle, und sie arbeitet als Profilerin bei Europol. Sie wird zusammen mit ihrem schwedischen Kollegen Isaakson nach Marseille geschickt, wo sie einen Mord aufklären müssen. Die vierzehnjährige, senegalesische Aïcha wird brutal erstochen aufgefunden. Die Ermittlungen von Zara und Isaakson führen diese in die französischen Banlieues, die man lieber nicht kennt, die aber wohl zum Alltagsbild zu Frankreich gehören. Zara und Zoë haben keinen Kontakt zueinander, dennoch braucht Zara ihre Zwillingsschwester jetzt. Denn diese kann etwas, was Zara nicht kann: Sie bricht die Regeln ohne Augenzwinkern.

Ich habe das Buch ohne Unterbruch gelesen. Ich konnte es einfach nicht weglegen. Einerseits ist die Thematik spannend und aktuell: Die Kriminalität in Frankreichs Vorstädten mit ihren Banden und Drogenproblemen, aber auch das Thema »Terrorismus«, was seit dem blutigen Attentat in Nizza in aller Munde ist. Andrerseits finde ich den Aufbau des Buches sehr angenehm und übersichtlich. Die Karten von Südfrankreich helfen, dass man sich in der Gegend zurechtfindet. Aber auch toll finde ich, dass jedes Kapitel eine Überschrift mit der Person hat, aus dessen Blickwinkel dann beschrieben wird.

Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.

Aktuell, rasant und spannend:)

Zwillingsschwestern unterschiedlich wie Tag und Nacht. Zara, korrekte und erfolgreiche Profilerin bei Europol, Zoë, eine eiskalte skrupellose Mafiosa.

Als Zara zu einem grausamen Mordfall an einer jungen Migrantin nach Marseille beordert wird, kommt sie ihrer Schwester und ihren Wurzeln sehr nahe und erkennt, um im Milieu erfolgreich einzugreifen braucht sie dringend die Hilfe ihrer verhassten Schwester … denn hier hält sich niemand an Regeln!

Der Autor Alexander Oetker startet mit einer neuen Krimiserie „Zara und Zoë“ Teil 1 „Rache in Marseille“, die seine Leser natürlich auch wieder nach Frankreich führt. Der Thriller ist mit zwei wirklich interessanten Charakteren besetzt. Zwillingsschwestern mit zwei völlig konträren Lebensentwürfen, die eine brav und anständig, die andere eine Frau die nicht lange fackelt und keine Grenzen kennt.

Die Handlung ist rasant, auch der Schreibstil ist prägnant, energisch und kraftvoll darauf ausgerichtet. Kurze Kapitel unterstützen den schnellen Plot und die drastische Entwicklung der Geschehnisse. Jede Person hat einen individuellen Stil, angepasst an Wesen und Niveau. Ein recht eigenwilliger Stil, der aber gut zu dem Verlauf der Story passt, gefällt mir sehr! Die Idee mit dem Zwillingspaar finde ich großartig, sie gibt den Ermittlungen eine ganz eigene Dynamik. Die Location Marseille hat dazu auch diesen Gegenpol-Charakter mit Vorzeigekulisse und schäbiger Vorstadtcité, das ergibt ein wirklich gelungenes Bild.

Brandaktuelle Probleme werden im Buch aufgegriffen, die mit Islamismus, Fremdenhass, Drogenproblematik, Populismus, Politik, Korruption und Anschlägen zu tun haben. Die schöne Kulisse auf dem Cover mit dem braunen Hintergrund ist dafür wohl Symbolik. Schön gemacht: Zur einfacheren Ortsorientierung bieten die beiden Innencover zwei Karten der näheren Umgebung.

Ein unterhaltsamer Thriller, mit brutalem und aktuellem Stoff. Die Lektüre ging unglaublich flott voran, durch die interessante Form des Handlungsverlaufs und dessen geschickte Verabreichung.

Freue mich schon auf weitere Fälle mit den beiden coolen Schwestern:) es war ein wirklich prima Auftakt!

Gut und Böse

Als Profilerin bei Europol macht Zara von Hardenberg niemand etwas vor. Ihre besondere Stärke ist, dass sie Unheil erahnen kann. Genau dies geschieht, als sie sich mit dem äußerst brutalen Mord an einem dreizehnjährigen Mädchen beschäftigt. Schon nach den ersten Recherchen ist Zara klar, dass viel mehr hinter dem Mord steckt, als die Tat eines einzelnen Wahnsinnigen. Die Spuren führen in eine Richtung, die ihr dann doch Grenzen aufzeigen, da Zara etwas nicht kann, nämlich Regeln überschreiten. Sie kennt die ideale Besetzung für diesen Fall, nur weiß sie auch, dass diese Person alles andere tun würde, als ihr zu helfen. Ihrer Schwester Zoë zu begegnen bedeutet, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen ...

Der Autor Alexander Oetker ist mir aus der Reihe um den französischen Kommissar Luc Verlain bekannt, in der er mich mit seinen regionalen Lokalkolorit überzeugen konnte. Ich bin so mit hohen Erwartungen in seine neue Reihe gestartet und wurde von einer deutlich härteren Gangart überrascht. Die Reihe um die beiden so unterschiedlichen Schwestern Zoë und Zara besticht hier eher mit viel Action und rasanten Szenen, die Alexander Oetker in einem temporeichen und sehr lebendigen Schreibstil präsentiert. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches mit dem grausamen Mord an dem jungen Mädchen gut aufgebaut, erfährt aber gerade in der ersten Hälfte um die Erläuterung der familiären Hintergründe der beiden Hauptprotagonistinnen einige Längen. Das fulminante und auch spannende Finale kann dann noch einmal überzeugen, was insgesamt zu einem gelungenen Start einer neuen Thriller-Reihe führt. Den besonderen Charme erhält die Geschichte sicherlich durch die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere von Zoë und Zara, dem Zusammenspiel von Gut und Böse.

Die Umsetzung des Hörbuchs ist dem Audiobuch-Verlag mit der Sprecherin Beate Rysopp sehr gut gelungen. Sie verleiht gerade den beiden Hauptprotagonistinnen mit ihrer angenehmen Stimme und ihrem Einfühlungsvermögen eine Seele und macht das Geschehen gut erlebbar.

Insgesamt handelt es sich bei »Zara und Zoë – Rache in Marseille« aus meiner Sicht um einen actiongeladenen Thriller der trotz einiger Schwächen im Anfangsbereich überzeugen kann und Hoffnung auf weitere Folgen macht. Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Schwestern wie Tag und Nacht

Zwei Schwestern, Zwillinge, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, das sind Zara und Zoë. Zara ist Kommissarin bei Europol, die beste Profilerin dort und in mehreren Ländern unterwegs zur Aufklärung von kriminellen Handlungen. Die andere Schwester ist eine Killerin der korsischen Mafia. Seit Jahren sind sie verfeindet und haben keinen Kontakt miteinander. Als eine Jugendliche in der Felsenlandschaft Marseilles bestialisch ermordet wird, wird Zoë hinzugezogen. Doch ihr wird schnell klar, dass sie, die keine Regeln übertreten kann, keinen Erfolg haben wird. Deshalb soll sich ihre Schwester einschalten.

Alexander Oetker war lange Jahre Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist bereits bekannt für seine Krimis um Commissaire Luc Verlain. Mit diesem Buch beginnt er eine neue Reihe um die beiden unterschiedlichen Schwestern Zara und Zoë. Sehr gelungen finde ich die Kartenanteile im Buch, hier kann man sich schnell orientieren über die Orte, in denen sich die Geschichte bewegt. Dabei lehnt er sich an das tagespolitische Geschehen in Frankreich an mit den trostlosen Banlieues und dem IS-Terror.

Leider konnte die Geschichte mich nicht wirklich überzeugen. Schon der abgehackte Schreibstil mit den vielen unvollständigen bzw. kurzen Sätzen ist mir schwergefallen. Überhaupt nicht realitätsnah erscheinen mir die beiden Schwestern, schwarz und weiß, gut und böse, distanziert und emotional, diese Trennung erschien mir recht bald zu sehr aufgetragen. Dass die beiden in irgendeiner Weise eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit finden sollen, ist meines Erachtens kein bisschen glaubhaft.

Eine Fortsetzung wird ohne mich stattfinden müssen. Leider kann ich dieses Buch nicht wirklich weiterempfehlen.

War nicht meins

Klappentext:
Kommissarin Zara von Hardenberg ist die beste Profilerin bei Europol. Weil sie sich alles merkt, alles entdeckt und alles voraussieht. Das Dumme ist nur: Sie kann keine Regeln brechen. Als sie ein junges Mädchen bestialisch ermordet in der Felsenlandschaft Marseilles finden, spürt sie, dass das Verbrechen auf eine drohende Katastrophe hinweist. Sie kennt nur eine, die diese noch aufhalten kann: ihre Zwillingsschwester Zoë – eine Killerin der korsischen Mafia, deren einzige Grenze sie selbst ist. Das Aufeinandertreffen der verfeindeten Schwestern wird zum Kampf um Leben und Tod. Und dann erst beginnt der eigentliche Showdown im nächtlichen Marseille.

Anhand des Klappentextes und dem interessanten Cover habe ich eine spannende Story erwartet. Allerdings war das Thema des Buches so absolut nicht meins und hat mich so gar nicht interessiert, sodass ich das Buch nach ca. 100 Seiten abgebrochen habe.

Trotzdem ließ sich der Schreibstil des Autors schön flüssig lesen und man ist auch gut mitgekommen. Gut fand ich außerdem das die Wortwahl dem Milieu und der Gegend nach gewählt wurde. Trotzdem konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.