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Zerbrochene Puppen

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3939990302

ISBN-13: 

9783939990307

Erscheinungsdatum: 

11.11.2016

Preis: 

14,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3939990302
Kurzbeschreibung Amazon: 

In einer Berliner Villa wird eine junge Studentin brutal ermordet - das ihr anvertraute Kind ist spurlos verschwunden. Mit jeder Stunde, die vergeht, schwinden die Chancen darauf, dass der kleine Junge noch am Leben ist. Die zuständigen Hauptkommissare Sunja Löwel und Matthias Müller arbeiten gegen die Zeit.

Aufgrund des seltsamen Verhaltens der Eltern wird zuerst eine Beziehungstat vermutet, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und der Fall gerät für die erfahrenen Polizisten zu einem Drahtseilakt. Schon bald gibt es weitere Morde und es ist längst nicht mehr nur das Leben des Kindes in Gefahr...

Sascha Behringers Zerbrochene Puppen bildet den actionreichen Auftakt einer neuen Krimireihe, die das lokale Großstadtpanorama mit einem großen gesellschaftspolitischen Rahmen kombiniert. In seinem ersten Fall muss sich das markante Ermittlerduo Löwel & Müller mit dem hochbrisanten aktuellen Thema der Leihmutterschaft auseinandersetzen, das gleich für Spannung im Team sorgt: Während das Thema Kinder für die spröde Einzelgängerin Sunja ein rotes Tuch ist, versucht ihr Kollege Matthias, den Spagat zwischen Familie und LKA zu meistern.

Kriminetz-Rezensionen

Nimmt erst langsam Fahrt auf

Ein mysteriöser Mord, ein verschwundenes Kind und die Tote ist nicht die Ehefrau es Verletzten. Außerdem eine etwas herrsch­süch­tig erscheinende Kommissarin und eine etwas sehr unterkühlte junge Staatsanwältin. Warum wurde die junge Studentin aus Dresden ermordet?

Die Geschichte beginnt durchaus spannend, dümpelt dann aber über weite Strecken vor sich hin. Es handelt sich auch um kritische Themen, wie Leihmutterschaft, Entführung und die russische Mafia, aber vieles wird nur angerissen und hätte meiner Meinung nach etwas mehr Beachtung verdient.

Die Passagen mit dem kleinen Pascal und seinen Gedanken und Gefühlen hätte man auch weg lassen können, es scheint mir, dass sie nur als Füller eingestreut wurden, irgendwie fehlt mir da die emotionale Tiefe. Auch die politischen Verwicklungen, über die kurz berichtet wird, und die man in der Kürze auch nicht ganz schlüssig darstellen kann, scheinen mir unter diesem Gesichtspunkt zu stehen.

Gut gefallen hat mir das Team um Sunja, sympathisch ist mir vor allen Dingen ihr Kollege Matthias, der mit seinem schwierigen Spagat zwischen Arbeit und Familie sehr authentisch rüber kommt. Und Sunja selber, nun sie hat eine nervende Mutter, einen im Kindesalter verschwundenen Vater und ist geschieden, also kaum Privatleben, hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. Immerhin ist sie die leitende Ermittlerin in diesem Fall und damit die Hauptperson, um die sich alles dreht.

Nur die vielen Alleingänge ihrerseits finde ich mit der generellen Ermittlungsarbeit nicht vereinbar.

Ganz zum Schluss nimmt die Geschichte erst so richtig Fahrt auf, aber das ist für mich, was einen guten Krimi anbelangt, nicht genug.
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