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Zerrissen

Fred Abel Band 4. True-Crime-Thriller
Buch
Broschiert, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426525496

ISBN-13: 

9783426525494

Auflage: 

1 (01.10.2020)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426525496

Beschreibung von Bücher.de: 

Rechtsmediziner Dr. Fred Abel ist zurück - in einer nervenzerreißenden Mischung aus True Crime, klassischer Ermittlung und hartem Thrill.

Dr. Fred Abel muss vor Gericht in einem besonders schweren Fall von Misshandlung aussagen. Bei dem Opfer, einem kleinen Mädchen, handelt es sich ausgerechnet um die Nichte seiner langjährigen Kollegin Sabine Yao. Das Verhältnis zwischen den beiden Rechtsmedizinern ist dadurch äußerst angespannt.

Währenddessen findet Privatermittler Lars Moewig, Fred Abels alter Freund, in seinem Kickboxclub eine grausam zugerichtete Leiche in einem Boxsack. Lars muss wissen, wer in seinem Club Männer in Sandsäcke einnäht und bittet Abel um Hilfe. Schon bald führen ihre Nachforschungen sie in die Welt der libanesischen Drogen-Clans. Eine Schattenwelt, in der es weder Gefangene noch Zeugen geben darf, seien sie auch noch so jung und unschuldig …

»Zerrissen« ist Band 4 der Fred Abel-Reihe von Michael Tsokos und setzt die Bestseller-Trilogie »Zerschunden«, »Zersetzt« und »Zerbrochen« mit atemberaubender Spannung fort.

Kriminetz-Rezensionen

Der alltägliche Wahnsinn in der Rechtsmedizin

Die Geschichte startet mit der kleinen Siara Zhou, die auf der Kinderintensivstation der Berliner Charité liegt. Siara ist die Nichte von Abels Kollegin Sabine Yao und innerlich verflucht Abel, dass ausgerechnet er Bereitschaft hat. Trotzdem untersucht er sie ebenso vorsichtig wie gründlich und lässt sich nicht von persönlichen Gefühlen in die Irre führen, auch wenn ihm das sehr schwerfällt.

Leichennahme der Rechtsmedizin
Ziemlich zur gleichen Zeit wird in der Annahme der Rechtsmedizin der Leichnam einer vierundsiebzigjährigen verwitweten Rentnerin angeliefert. Der Mitarbeiter in der Annahme, ein Student der sein BAFÖG aufbessert, erlebt allerdings mit ihr den Schock seines Lebens. Die angeblich Verstorbene bewegt sich plötzlich in dem Leichensack und der Student versucht möglichst schnell Hilfe zu holen. Allerdings können die Sanitäter auch nicht mehr helfen und so landet auch diese Dame dann endgültig in der Rechtsmedizin.

Kickboxclub
Ebenfalls zur gleichen Zeit versucht ein junger Mann seinen Verfolgern zu entkommen. Aber er hat keine Chancen und sie verprügeln ihn auf brutalste Weise, um etwas zurückzubekommen, was er ihnen offensichtlich gestohlen hat. Er fleht und bettelt, sagt ihnen aber nicht, was sie tatsächlich wissen wollen. Am Ende wird er mehr tot als lebendig in einen alten Boxsack eingenäht, der von der Decke baumelt – was dann auch sein Ende bedeutet. Hier wird er am nächsten Tag dann von Lars Moewig tot aufgefunden.

Siara Zhou
Jeder der drei Fälle ist an sich schon sehr spannend und birgt jede Menge Stoff für einen spannenden Thriller. Alle drei in einem Buch war dann beinahe ein bisschen zu viel des Bösen und ich wusste gar nicht so recht, worauf ich mich nun konzentrieren soll. Gefühlsmäßig war ich eindeutig bei Siara Zhou, ihrer Zwillingsschwester, ihrer Mutter und ihrer Tante und der Frage, was wirklich passiert ist. Am Ende interessierte mich tatsächlich auch nur ihr Fall.

Eher Beiwerk
Der Fall des in den Boxsack eingenähten Opfers war sicher irgendwie spektakulär und ja, mit libanesischen Drogenbaronen sollte man sich auf keinen Fall anlegen – aber der Teil des Buches packte mich nicht wirklich. Ähnlich unberührt ließ mich der Fall der alten Dame, auch wenn mich das durchaus beschämt. Abels privates Geplänkel mit seinen Kindern am anderen Ende der Welt oder seine unerwartet schwangere Frau fand ich zwar etwas merkwürdig aber es berührte mich ebenfalls nicht sonderlich.

Unpersönlich
Vielleicht wäre das was anders gewesen, wenn ich die ersten drei Bände kennen würde – aber so blieb mir nur dieser eine Fall, den ich gerne viel intensiver verfolgt hätte. Der Schreibstil von Michael Tsokos oder Wolf-Ulrich Schüler, der ja an dem Buch mitgeschrieben hat, war mir ein bisschen zu unpersönlich oder zu protokollmäßig. Ein bisschen mehr Gefühl hätte meiner Meinung nicht geschadet. Trotzdem, auch wenn es mir irgendwie peinlich ist, fühlte ich mich alles in allem gut unterhalten.

Mein Fazit
»Zerrissen« von Michael Tsokos hat mich in einen gewissen Zwiespalt geführt. Ist es wirklich okay, wenn ich mich von den tatsächlichen Schicksalen fremder Menschen unterhalten lasse? Für mich persönlich ist es das nicht, trotzdem fand ich das Buch als solches spannend und gut, wenn auch etwas unpersönlich, geschrieben.

Ein spannender und authentischer True-Crime-Thriller!

»Zerrissen« ist der vierte Band der Fred-Abel-Reihe von Michael Tsokos, die Fortsetzung der Trilogie »Zerschunden«, »Zersetzt« und »Zerbrochen«. Auch diesmal ist dem Autor und Rechtsmediziner, der seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin leitet, ein wunderbares Werk gelungen. Die Kombination aus Spannung und den vielen interessanten Eindrücken/Fakten aus der Arbeit eines Rechtsmediziners haben mich in »Zerrissen« wunderbar unterhalten. Die Beschreibungen waren wieder so real, sodass ich die Leichen auf dem Sektionstisch richtig vor Augen hatte. Diese detaillierten Informationen und Beschreibungen, gepaart mit dem spannenden, bildhaften, flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil hat »Zerrissen« zu einem richtig guten rue -Crime-Thriller gemacht.

Jeder Protagonist wird sehr gut vorgestellt, ausgearbeitet und man verliert trotzdem nicht den Überblick. Die Spannung fängt mit der ersten Seite an und hört bis zum Ende nicht auf. Da das Ende mit einem fiesen, aber vielversprechenden Cliffhanger endet, hoffe ich auf eine schnelle Fortsetzung, um unbeantwortete Fragen beantwortet zu bekommen. Hier haben mich mehre Handlungsstränge erwartet, teilweise aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten. Die kurzen und abwechslungsreichen Kapitel sind rasant zu lesen, mir fiel das Weglegen des Buches unheimlich schwer. Ich wurde durch die Seiten gejagt und kam am Ende atemlos an.

Die ganze Story beruht auf wahren Fällen, sodass das komplette Buch sehr authentisch ist. Einiges ist wirklich grausam und das Wissen, dass es keine ausgedachten Geschichten sind, ist manchmal nicht leicht zu verdauen.

Bei Fakten konnte der Schreibstil schnell sehr sachlich werden und ich habe sofort herauslesen können, dass Michael Tsokos ein Mann vom Fach ist. »Zerrissen« ist ein spannungsgeladener und wendungsreicher Thriller, basierend auf echten Fällen und authentischen Ermittlungen, der ohne blutige Szenen wunderbar auskommt. Die Protagonisten sind bunt gemischt und sehr unterhaltsam.

Der beliebte und durchaus gründliche Rechtsmediziner Dr. Fred Abel ermittelt bei Mordfällen des Bundeskriminalamts Berlins mit, wobei er inoffizielle Handlungen ausführt und somit ständig indirekt selbst im Fall verwickelt ist. Man kann ihn als Workaholic bezeichnen und seine Neugier trachtet ihm auch diesmal nach seinem Leben.

Abel hat auch in »Zerrissen« wieder einen sehr heiklen Auftrag. Er muss vor Gericht in einem besonders schweren Fall von Kindesmisshandlung aussagen, wobei es sich bei dem Opfer ausgerechnet um die Nichte seiner Kollegin Sabine Yao handelt. Nicht nur zu ihrer Schwester ist das Verhältnis extrem angespannt, auch zwischen ihr und Abel herrscht eine düstere Atmosphäre. Doch das soll erst der Anfang sein, denn ausgerechnet Abels langjähriger Freund und Ex-Söldner Lars Moewig findet in einem Kickboxclub eine grausam zugerichtete Leiche in einem Boxsack.

Von außen zugenäht und anschließend zu Tode geprügelt. Da Moewig dies sehr persönlich nimmt, stellt er auf eigene Faust Ermittlungen an und muss einsehen, dass er es ohne Abels Hilfe nicht schafft. Zusammen führen ihre Nachforschungen sie in die Welt eines libanesischen Drogen-Clans. Eine Welt, wo alles erlaubt ist und es keine Rücksichtnahme gibt. Das dessen Gerechtigkeitssinn schlimme Folgen hat spüren nicht nur die beiden …

Lars Moewig hat mir hier wieder sehr gut gefallen, sein Charakter und seine durchaus unkonventionellen Ermittlungsmethoden nehmen einen spannenden und zugleich lockeren Platz ein. Ich bin von diesem True-Crime-Thriller wieder hellauf begeistert!

True Crime

Der vierte Band der Fred-Abel-Reihe beginnt mit einem spannenden Prolog und anschließend wird Fred Abel zu einem Fall von Kindesmisshandlung hinzugezogen. Im weiteren Verlauf eröffnen sich neben dem Rechtsmedizininstitut weitere Schauplätze mit Toten und den dazugehörigen Ermittlungen.

Das Buch ist eine Mischung aus True Crime und Fiktion. Der Alltag der Rechtsmedizin wird relativ detailliert und authentisch beschrieben. Aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge und Wendungen bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten und dann endet das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger, der Fred Abels Privatleben betrifft. Die Protagonisten sind dynamisch, schlüssig und sympathisch gezeichnet. Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und mitreißend, ebenso tragen die kurzen Kapitel dazu bei. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Lesenswert finde ich auch das Nachwort, worin der Autor beschreibt welche Ereignisse er als Vorlage zu diesem Buch genommen hat. Dem Autor ist es gelungen, die Parallelgesellschaften authentisch in die Handlung zu integrieren.

Super spannend

»Zerrissen« von Michael Tsokos habe ich als Taschenbuch mit 400 Seiten gelesen. Diese sind in 119 Kapitel eingeteilt, die mit Ort, Datum und Zeit überschrieben sind.

Schon der Beginn des Buches war grausam, gruselig und traurig. In einem Boxsack wird, ausgerechnet von Abel’s altem Freund Moewig, eine Leiche gefunden. In der Pathologie des Klinikums wacht eine Tote auf und Dr. Heumann, der den Tod festgestellt hat, hat nun ein Verfahren am Hals. Weiter werden zwei Brandleichen gefunden und zwei Mumien in einem Hindutempel. Dann gibt es noch den Fall des misshandelten kleinen Mädchens, welches die Nichte von Abel’s Kollegin Sabine Yao ist, die nicht glauben kann, dass ihre Schwester daran schuld sein soll. Danach fokussiert sich die Geschichte auf das Kleinkind und den Toten im Sandsack, dessen Vater Moewig von früher kennt. Er will der Sache auf den Grund gehen und bekommt es sehr schnell mit dem libanesischen Drogen-Clan zu tun. Nun wird es für einige Personen lebensgefährlich.

Auch dieses Buch ist wieder hochspannend. Die Kapitel sind meistens recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger, sodass man einfach weiterlesen muss. Man bekommt einige Einblicke in die harte und stressige Arbeit der Notärzte und des Nachtdienstes in der Rettungsstelle. Aber nicht jedes Leben kann gerettet werden, obwohl die Ärzte am Limit arbeiten.

Die Banden-Kriminalität und die Macht, die diese Leute haben, ist beängstigend. Dabei wird auch keine Rücksicht auf Kinder genommen.

Sehr interessant fand ich die Arbeit der Rechtsmedizin und auch die fachlichen Bewertungen der Fälle.

Der Schreibstil war wie immer sehr gut und flüssig, die Spannung baute sich von der ersten bis zur letzten Seite immer weiter auf. Die Hauptcharaktere kennt man ja schon aus den Vorgängerbüchern. Abel ist ein sehr kompetenter Arzt und für seine Arbeit bereit, auch mal die Regeln zu dehnen. Was sein Privatleben betrifft, ist er eher etwas unsensibel. Darunter hat seine Lebensgefährtin schon etwas zu leiden, finde ich.

Insgesamt war es, wie schon zu Beginn gesagt, eine sehr traurige und grausame Geschichte, die mich sehr bewegt hat.

Perfekter Lesestoff für Thriller-Fans...!

Autor:
Michael Tsokos wurde 1967 in Kiel geboren. Er ist Professor für Rechtsmedizin und ein Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Er hat bereits mit Autoren, wie Fitzek und Gößling zahlreiche Thriller verfasst. Viele der Bestseller, an denen er beteiligt war, wurde bereits für das Fernsehen verfilmt. Bei »Zerrissen« handelt es sich um den vierten Teil der Reihe um den Rechtsmediziner Fred Abel.

Inhalt:
Dr. Fred Abel muss den Fall eines kleinen, misshandelten Mädchens untersuchen. Es handelt sich um die Nichte seiner langjährigen Kollegin Dr. Yao. Neben den Spannungen, die das mit sich bringt, stellt sich die Frage, ob wirklich die Mutter dafür verantwortlich ist oder noch ganz andere Menschen in ihrem Umfeld gefährlich sind. Beruflich ebenso verstrickt ist Abel in die Ereignisse rund um die Entdeckung eines brutal ermordeten Mannes in einem Boxsack, durch seinen alten Freund, den Privatermittler Lars Moewig. Das Eintauchen in die Welt der Berliner Drogen-Clans birgt Gefahren für alle Beteiligte und fordert Fred Abels ganze Aufmerksamkeit. Darunter leidet seine Freundin Lisa Suttner, die ganz andere Probleme mit sich allein ausmachen muss, allerdings als Staatsanwältin der Bundesanwaltschaft auch von den Ereignissen rund um die Clan-Aktivitäten beruflich nicht verschont bleibt.

Schreibstil:
Tsokos bleibt seiner Linie treu. Er schreibt unglaublich flüssig, immer interessant und mit viel Liebe zum Detail. Das betrifft nicht nur die Charaktere der Hauptpersonen, sondern auch die rechtsmedizinischen Untersuchungen unterschiedlichster Fälle. Die Story teilt sich in verschiedene Teile auf. Immer wieder springt der Autor zwischen den Stories hin und her. Die Hauptpersonen Fred Abel, Lars Moewig, Sabine Yao, aber auch andere Nebenschauplätze und deren Protagonisten, bekommen Raum und man wird als Leser herrlich hin und her geworfen zwischen den verschiedenen Erzählsträngen. Das erzeugt eine enorme, durchgängige Spannung.

Mein Fazit:
Obwohl ich die Paul Herzfeld-Reihe von Michael Tsokos kenne und sehr mag, ist es tatsächlich mein erstes Buch aus dieser Reihe um Fred Abel. Kaum zu glauben! Und da besteht wohl dringend Nachholbedarf meinerseits. Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Die Hauptpersonen sind allesamt interessant skizziert. Man bekommt einen guten und detaillierten Eindruck und ist sofort gespannt, wie sich die einzelnen Geschichten entwickeln. Tsokos findet die richtige Mischung zwischen der Story und dem eher angenehm kleinen Anteil privater Verstrickung der Personen. Die unterschiedlichen Erzählstränge und der rasante Wechsel zwischen diesen, war so spannend und mitreißend für mich als Leser und ist wirklich gut durchdacht.

Die einzelnen Untersuchungen in der Rechtsmedizin kann man auch überfliegen, wenn man da zarter besaitet ist, aber es ist schon auch interessant, weil Tsokos ja oft auch tatsächlich reale Fälle einfließen lässt.

Die Geschichte rund um die Drogen-Clans Berlins ist etwas bedrückend, weil realitätsnah, so habe ich es empfunden. Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich richtig gut gefallen. Spannend, toll geschrieben, viele kurze und ausführlichere Geschichten, die sich zu einer guten Story zusammenfügen. Die Verstrickung der Haupt- und Nebenpersonen miteinander und innerhalb der Hauptstory an sich, macht es so kurzweilig und hat mich begeistert.

Perfekter Lesestoff und eine klare Empfehlung von meiner Seite aus. Ein 5 Sterne Thriller …

Sie kennen keine Gnade

Das Cover ähnelt den Vorgänger-Bänden, schwarz, grau mit rotem Titel. In diesem True-Crime-Thriller hat der Rechtsmediziner vom BKA für Extremdelikte, Fred Abel, viele verschiedene Tote auf seinem Sektionstisch. Es wäre sicher besser gewesen, hätte man sich nur auf den wichtigsten Fall konzentriert, die anderen tauchten ja eh kaum wieder auf.

Die Nichte seiner Kollegin wurde mit schweren Hirnverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Gelingt es Abel zu beweisen, dass die Mutter unschuldig ist? Ein Mann wurde in einen Boxsack eingenäht und zu Tode geprügelt. Er wird ausgerechnet von Abels besten Freund Lars Moewig gefunden. Bald kommt man auf die Spur eines Berliner Familien-Clans, deren Leben aus Gewalt, Raub, Drogen, Prostitution und Geldwäsche besteht. Hier laufen viele Fäden zusammen.

Dieser nunmehr 4 Band in der Reihe braucht etwa 200 Seiten, um auf Touren zu kommen. Die kurzen Kapitel springen zwischen den Schauplätzen hin und her. Die vielen medizinischen Fachbegriffe störten meinen Lesefluss und die Spannung hielt sich bis da in Grenzen. Die zweite Hälfte des Buches verschlang ich dann in einem Rutsch, Nervenkitzel pur. Erschrocken war ich über die Brutalität und die Machenschaften des Familien-Clans. Obwohl bekannt, können sie ungehindert ihr Unwesen treiben und die Polizei steht machtlos daneben, weil die Beweise fehlen.

Da am Ende noch einige Fragen offen bleiben, wird es sicher bald eine Fortsetzung geben. Ich kann das Buch gerne empfehlen, nur am Anfang nicht die Geduld verlieren.

Persönlicher Fall von Abels Kollegin Sabine Yao

Wow, was für ein spannender Thriller! Michael Tsokos hat hier mit dem 4. Teil um Fred Abel und seinem Team wieder eine Story geschaffen, die eine Mischung aus realen Begebenheiten aus seiner Tätigkeit als Rechtsmediziner und fiktiven Handlungen beinhaltet.

Der Leser wird hier nach Berlin in die Szene der Familienclans und der organisierten Kriminalität entführt. In diesem Teil ermittelt Abel im Fall einer Kindesmisshandlung, die die Familie seiner Kollegin Sabine Yao betrifft. Außerdem bittet sein alter Feund Lars Moewig um Hilfe, als er im Boxclub eine Leiche in einem Boxsack findet.

Obwohl im Laufe der Story schon im Großen und Ganzen klar wurde, wie es mit der Handlung weitergeht, war der Thriller von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend. Die detaillierten Beschreibungen der Sektionen »mit einem knackenden Geräusch zerteilte Rippen« ließen mich beim Lesen zusammenzucken.

Interessant aber auch erschreckend fand ich den Hinweis am Ende des Buches, in dem der Autor Vergleiche zu seinen realen Fällen zieht.

Auch den versprochenen nächsten Teil muss ich unbedingt lesen.

"Hochspannend, einfühlsam und realer Hintergrund"

Der vierte Teil der Rechtsmediziner-Thriller-Serie um Dr. Abel ist wieder absolut hochspannend, nichts für schwache Nerven und mit einer gehörigen Portion Pathologie gewürzt. Ich liebe diese Serie und der neue vierte Teil ist fast mit einer der besten davon. Von Anfang an spannend, aber ab der Hälfe konnte ich mit dem Lesen einfach gar nicht mehr aufhören.

Für Abel wird es diesmal recht persönlich und absolut ergreifend am Schluss, doch bis dahin passieren wieder einige pathologische Fälle, die Rückschlüsse auf die Todesursachen ergeben. Tatort ist Berlin, doch das Grauen liegt nicht in deutscher Hand, sondern in den Klauen eines litauischen Clans, dessen Kriminalität fast nicht zu stoppen ist. Zum Glück ist aber wieder Moewig an Abels Seite und da auch er persönlich durch einen Mordfall betroffen ist, gibt er diesmal 1000%.

Ich mag die teils speziellen aber hauptsächlich liebenswerten Protagonisten … und bin der Meinung einer der »Saubermänner« spielt ein falsches Spiel, aber darum bin ich umso mehr gespannt auf den hoffentlich bald folgenden 5. Teil!

Auch ja, ein riesengroßes PLUS dieser Sucht-Serie sind die oftmals ultrakurzen Kapitel mit ständig wechselnden Orten. Aber da diese eine gut erklärende Überschrift haben, ist es immer sehr einfach der Handlung, auch wenn sie Anfangs aus mehreren Strängen besteht, zu folgen. Auch Quereinsteiger werden gut damit klarkommen, aber als Fan dieser Serie empfehle ich von vorne zu beginnen, denn jeder Teil davon ist einfach top.

Die Clans in Berlin

Ein kleines Mädchen wird schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Der behandelnde Arzt hat Bedenken wegen der Verletzungen und zieht den BKA-Rechtsmediziner Fred Abel hinzu. Der diagnostiziert eine Misshandlung des Kindes. Die Kleine ist die Nichte von Sabine Yao, einer guten Kollegin von Abel, die er allerdings nicht informiert.

Zur gleichen Zeit wird in einem Boxclub eine Leiche gefunden, in einen Boxsack eingenäht. Der Tote hat in seinem Spind Drogen versteckt. Ein Freund von Abel, der Privatermittler Lars Moewig, hat den Toten gefunden. Der Tote ist der Sohn von Hermann Lübben, einem Mentor von Lars. Die Spuren in diesem Mordfall deuten in Richtung der Organisierten Kriminalität und des Saad Clans, die den Drogenhandel, und nicht nur den, in Berlin in der Hand haben. Die Ermittler vom LKA ermitteln mit voller Energie, doch es ist ein Ereignis, dass Fred Abel tiefer in die Materie eindringen lässt und er die entscheidenden Hinweise zur überraschenden Lösung der Fälle findet!!

Wenn Rechtsmediziner in einem Thriller einbezogen werden, geht es sehr blutrünstig zu. Das ist auch in diesem True Crime von Michael Tsokos der Fall. Fred Abel ist der Rechtsmediziner, der Fälle untersuchen muss, die einiges zu bieten haben. Fred Abel und seine gute Kollegin Sabine Yao müssen durch ein Tief ihrer beruflichen Beziehung. Es wird sehr deutlich, wie wichtig in diesem stressigen Job, die beruflichen Beziehungen unter den Kollegen ist. Aber manchmal muss ein guter Mediziner dieses ausblenden. Dieser Zwiespalt wird sehr gut in diesem Roman dargestellt. Auch das Thema Freundschaft wird hier sehr interessant dargestellt.

Die Beziehungen in diesem True Crime finde ich sehr bedeutsam für diesen Roman. Es werden mehrere Fälle zu Beginn beschrieben und der Alltag in der Rechtsmedizin dargestellt. Die Darstellung ist, wenn ich zurückblicke, wichtig, zwar manchmal etwas detailliert, aber für den Verlauf des Romans als Basis notwendig. Im weiteren Verlauf wird der Roman sehr spannend und diese Spannung steigert sich bis zum Ende immens. Die Entwicklung des Spannungsbogens ist dem Autor sehr gut gelungen und ich fühlte mich an das Buch gefesselt. Die Authentizität der Story ist leider sehr realistisch beschrieben, da ich befürchte das da eine ganze Menge dran ist, an der beschriebene Clan-Kriminalität.

Ich habe den True Crime Thriller »Zerrissen« von Michael Tsokos verschlungen. Nach einer nicht allzu langen Eingewöhnungszeit konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich super unterhalten und die Spannung war fühlbar. Sehr empfehlenswert.

Spannender True-Crime

Rechtsmediziner Fred Abel ist zurück und muss vor Gericht in einem besonders schweren Fall von Misshandlung aussagen. Ein zweijähriges Mädchen liegt in der Charité auf der Intensivstation im Koma. Abel musste als Rechtsmediziner ein Gutachten von ihren Verletzungen erstellen, da der Verdacht bestand, ihre Mutter hätte sie misshandelt. Ausgerechnet dieses Mädchen ist die Nichte von seiner langjährigen Kollegin Sabine Yao und jetzt ist das Verhältnis zwischen ihnen angespannt.

Lars Moewig, Kumpel von Fred Abel, findet fast zu gleicher Zeit in einem Kickboxclub eine Leiche – eingenäht in einem Boxsack. Er bittet Fred Abel um Hilfe und schon bald führen ihre Nachforschungen in die Welt eines libanesischen Drogenclans. Es wird gefährlich für die beiden …

»Zerissen« ist der 4. Teil und setzt die Trilogie um Rechtsmediziner Fred Abel fort. Es ist nicht zwingend erforderlich die vorherigen Bände zu kennen. Man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen aber aus den vorherigen Bänden wird teilweise etwas aufgegriffen.

Mit den kurzen Kapiteln, wo man sich denkt »ach, ein Kapitel kann ich noch lesen«, und den Cliffhangern an dem meisten Kapitelenden wird das Buch zu einem Pageturner. Die Orts- und Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten machen das Buch sehr abwechslungsreich und es wird nie langweilig.

Am Anfang und in der Mitte fand ich, es gab noch recht wenig Spannung, aber zum Ende steigert sie sich umso mehr, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Fälle, die in »Zerissen« abgehandelt werden, sind sehr nahe an der Realität und das finde ich sehr grausig und erschreckend.

Der Schreibstil ist sehr spannend und die Handlungen werden sehr bildlich beschrieben. Dadurch sind die Handlungen teilweise sehr blutrünstig und brutal und nichts für einen schwachen Magen. Allerdings kamen ab und an mal Fachbegriffe vor, die ein Laie nicht wirklich zuordnen kann.

Tsokos hat in Kursivschreibweise die Gedanken seiner Protagonisten in die Handlungen einfließen lassen, was mir sehr gut gefallen hat. Denn dadurch konnte man sich in die Personen noch besser hineinversetzen.

Mein Fazit:
Eine rundum gelungene Fortsetzung mit Fred Abel mit einem offenen Ende. Ich freue mich bereits jetzt schon auf den 5. Teil und auf alle vielleicht folgenden weiteren Teile. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. 5/5 Sternen.