Cover von: Mit Zorn sie zu strafen
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Bücher.de Preis: EUR 14.99

Mit Zorn sie zu strafen

Detective Max Wolfes zweiter Fall. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3404172825

ISBN-13: 

9783404172825

Auflage: 

1 (10.12.2015)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404172825

Beschreibung von Bücher.de: 

London an einem klirrend kalten Neujahrstag. Detective Max Wolfe ist entsetzt: In einem noblen Wohnkomplex wurde die Familie Wood erschossen. Nur der jüngste Sohn scheint verschont worden zu sein, doch von ihm fehlt jede Spur. Hat der Killer ihn in seiner Gewalt? Max bleibt nicht viel Zeit. Seine Ermittlungen führen ihn weit in die Vergangenheit, zu einem Killer, der vor 30 Jahren eine Familie tötete, auf die gleiche brutale Art. Doch der ist mittlerweile alt und sterbenskrank. Trotzdem verbirgt er etwas, das spürt Max - eine Ahnung, die ihn ins Grab bringen wird, und zwar buchstäblich -

Kriminetz-Rezensionen

Alte Sünden

Zum Inhalt:
In einem noblen Londoner Vorort wird fast eine ganze Familie grausam ermordet, der vierjährige Sohn verschwindet spurlos. Die Mordwaffe lässt auf eine Verbindung zu einem früheren Verbrechen schließen, ein weiteres Verschwinden eines kleinen Kindes auf pädophile Täter. Max Wolfe und sein Team versuchen, die Morde aufzuklären und die Kinder zu retten. Dabei gehen die Ermittler an ihre Grenzen und darüber hinaus.

Mein Eindruck:
Der zweite Band der Reihe um Max Wolfe kann getrost ohne Kenntnis des Vorgängers gelesen werden. Zwar gibt es eine Entwicklung von Team und Privatleben, der eigentliche Plot ist jedoch in sich abgeschlossen und die Figuren ausführlich genug beschrieben, um sich die Beziehungen zueinander vorstellen zu können. Seinen sehr ausführlich und vielschichtig beschriebenen Charakteren dichtet der Autor eine Geschichte auf die Leiber, die den Lesern einen durchweg hohen Spannungslevel beschert. Falsche Fährten und Nebenkriegsschauplätze verwirren dabei die Menschen zwischen und vor den Buchdeckeln. Das Einzige, was bemängelt werden könnte, ist das teilweise haarsträubende Vorgehen der Polizeibeamten, die sich durch ihr unüberlegtes Verhalten mehr als einmal in größte Gefahren für Leib und Leben bringen - das möchte ich mir für die Wirklichkeit nicht vorstellen. Doch trotz dieses Mankos lassen der geschickte Aufbau der Story, die differenzierte Gestaltung der Charaktere und die Sprachgewalt des Autors auf ein baldiges Wiedersehen mit Max Wolfe und seinem Kosmos hoffen.

Fazit:
Hochspannung mit nicht immer intelligent agierenden Beamten

Fall zwei für Max Wolfe

Der Neujahrstag beginnt für Detective Max Wolfe und sein Team mit einem Einsatz, der an Grausamkeit fast nicht überboten werden kann. In einer noblen Wohnanlage werden die Leichen von einer Familie gefunden, die mit einem Bolzenschussgerät fast schon hingerichtet wurden. Nur vom jüngsten Sohn fehlt jede Spur und der Kampf gegen die Zeit beginnt.

Im Laufe der Ermittlungen stoßen sie auf einen alten Fall, bei dem vor gut 30 Jahren auch eine Familie so hingerichtet wurde. Doch der damalige Täter ist todkrank und hat allem Anschein nach keine Verbindung zu den Opfern, aber Max spürt genau, dass ihm etwas verheimlicht wird und er soll Recht behalten.

Nun ist der zweite Fall um Detective Max Wolfe vom Autoren Tony Parsons auf Deutsch erschienen. Da ich den ersten Teil schon gelesen habe, wusste ich, dass es teilweise recht düster zu geht und dass auch in die Abgründe der menschlichen Seele geschaut wird.

Die komplette Handlung wird aus der Sicht von Max erzählt, nur die Silvesternacht wird aus der Sicht eines der Opfer erzählt.

Mir ist der Einstieg ins Buch recht leicht gefallen und ich bin auch recht zügig in die Handlung eingetaucht gewesen. Die Handlung an sich war auch klar durchstrukturiert aufgebaut, so dass man allem sehr gut folgen konnte. Gut bei den Entscheidungen der Polizei fragte ich mich öfters, wieso sie alleine einen Einsatz machen oder ohne auf die Verstärkung zu warten schon mal ein Haus stürmen. Dies stört mich aber auch bei anderen Krimis und werde es wohl nie verstehen.

Den Erzählstil, den der Autor gewählt hat, fand ich aber auch recht angenehm und ich fand es auch gut, dass das Privatleben von Max als alleinerziehender Vater genauso eingeflossen ist, wie auch die Geschichten von anderen Personen. So wurde alles zusammen zu einem völlig runden Bild.

Wobei ich die Entscheidung der Ex-Frau wohl nie verstehen werde: Wie kann man ein Kind zurücklassen, um mit einem neuen Mann eine neue Familie zu gründen und das Kind darf dann nur ab und zu auf Besuch kommen, eben wenn es gerade passt.

Wie auch schon beim ersten Buch gibt es einen älteren Fall, der Ähnlichkeit mit dem aktuellen hat oder vielleicht auch mit ihm zusammenhängt. So kommt man immer wieder auch mit dem Black Museum und seinem Leiter Sergeant Caine in Berührung, da dies Max beim Ermitteln hilft.

Obwohl ich noch nie in England oder in London war, konnte man sich die Handlungsorte während des Lesens gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Es waren alle Figuren des Krimis so anschaulich beschrieben, dass man sich diese beim Lesen sehr gut vorstellen konnte.

Mit dem Täter hätte ich allerdings weniger gerechnet, bzw. dem Auftraggeber, den Ausführer hatte ich schon auf dem Schirm.

Alles in allem hat mir der Krimi wieder gut gefallen und ich habe einige schöne Lesestunden mit ihm verbracht. Ich bin schon jetzt auf einen neuen Fall gespannt. Für den Krimi vergebe ich gerne die volle Punktzahl.