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Zorn - Wo kein Licht

Der dritte Fall für Zorn und Schröder. Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3596196361

ISBN-13: 

9783596196364

Auflage: 

1 (22.08.2013)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3596196361

Beschreibung von Bücher.de: 

»Bald wird sich die Dunkelheit über seine Augen senken wie ein Vorhang. Dann wird er allein sein, allein mit den Bildern, diesen grauenvollen Bildern. Und er weiß, wer den Preis dafür zahlen muss «

Ein Mann springt im Morgengrauen von einer Brücke und erschießt sich im Fall. Ein anderer verschwindet, ein dritter überlebt eine Massenkarambolage und ist seither auf der Flucht. Auf dem Ball der Polizeigewerkschaft kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Zorn ist heillos überfordert, denn er muss die Ermittlungen zunächst in allen Fällen allein führen. Sein Kollege Schröder liegt vorübergehend mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus: auch er saß in einem der Unfallwagen bei dem Massenzusammenstoß. Zorn kann sein Pech nicht fassen und weiß genau, dass er ohne Schröders ermittlerischen Scharfsinn keine heiße Spur haben wird. Die Ermittlungen drohen jeden Moment aus dem Ruder zu laufen, da geht eine anonyme Nachricht ein: Alle Fälle hängen auf perfide Weise zusammen. Und Zorn hat bald eine Vermutung, wer hinter all dem stecken könnte, doch weder Schröder noch Staatsanwältin Frieda Borck glauben ihm. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen soll Ein neuer Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder.

»Zwei neue Kult-Kommissare!« MDR

»Filmreif!« Maxi

»Daumen hoch!« WDR

Kriminetz-Rezensionen

Der Verlust der Leichtigkeit

Inhalt: Ein Selbstmord, der vielleicht doch keiner ist, ein Riesenunfall auf der Autobahn mit einem Flüchtigen, zur Krönung ein Anschlag auf das Leib und Leben der Teilnehmer am Polizeiball, alles garniert mit verschwundenen Menschen, Claudius Zorn weiß gerade nicht so recht, welchen Brand er da zuerst löschen soll. Nur eins weiß er, irgendwie scheint alles zusammenzuhängen, doch keiner nimmt ihm das ab. Schröder köchelt auch sein eigenes Süppchen und überhaupt, was ist mit ihm los? Wieso wird er auf einmal so aufmüpfig? Bahnt sich da eine Revolte an? Das kann Zorn nicht einfach so hinnehmen, doch was soll er tun?

Hinzu kommt das manchmal etwas seltsame Gebaren der ansonsten steinharten Staatsanwältin, die bei einer bestimmten Person offenbar ihren Durchblick verloren hat, Zorns immer blanker liegende Nerven, Schröders Privatleben, das einem nun sehr offen gelegt wird und man ihn mit anderen Augen sehen mag. Alles in allem viel Aufregung und interessante Wendungen und Auflösungen. Man darf sich stellenweise fragen, ob es aus dem Ganzen überhaupt wirklich einen Ausweg gibt und ob dieser Weg nicht mit noch mehr Toten und Verletzungen gepflastert sein wird.

Ob Zorn zu alter Stärke findet und Schröder sich endlich mal behauptet, das muss sich zeigen!

Meine Meinung: Der Verlust der Leichtigkeit

Das war er nun, mein dritter „Zorn“. Darauf gefreut habe ich mich sehr. Vom ersten Band an war ich eingenommen, für den koddrig-schnoddrigen, zu viel rauchenden Zorn und den dicken, hochintelligenten Schröder. Und eben auch für die Art und Weise, in der Stephan Ludwig einen deutschen Krimi virtuos gestrickt hat, ohne langweilig zu sein, ohne mit jemand anderem einen Vergleich scheuen zu müssen.

Und nun das. Zorn und Schröder haben Hintergründe! Verletzungen an der Seele! Oh mein Gott! Wollte ich das so genau wissen? Lesen? Eigentlich… also so wirklich… nein, tut mir leid. Mir war es zu viel! Zu viel Herzschmerz. Zu viel verletzte Seele, zu viel Mitleid hervorrufendes. Ich für meinen Teil mochte Zorn und Schröder so, wie sie waren! Ich wollte nicht auf einmal, dass es menschelt, nicht hier in den Büchern. Nun ist für meine Begriffe das lockere, fluffig leichte weg. Der beißende Humor. Ja, auch wenn Zorn gemein zu Schröder war, ihn ausgenutzt hat, Schröderchen hatte seine Sternstunden, die nun aber untergehen und man nicht Spaß hat, sondern denkt „Du hast es verdient! Tschacka! Mach weiter so! Du bist unser Held!“ So weichgespült, nein, das gefällt mir nur halb!

Interessant ist die Rolle der Staatsanwältin und die Verstrickung mit ihrem Lover, ich nenn ihn jetzt mal einfach so. Da ist ja klar, dass es zu bösen Interessenskonflikten kommt, sie als toughe Frau angreifbar wird. Da darf man gespannt sein!

Was die Fälle angeht, es fing wirklich gut an. Heftig, der Anschlag auf dem Polzeifest, damit hatte ich nicht gerechnet. Das war ein guter Schachzug!

Auch, dass Schröder mit seinem niegelnageneuen Auto gleich in etwas gerät, was noch relevant sein wird, gut ausgedacht.

Und was den Humor angeht: Ja, er blitzt hervor, aber wie oben beschrieben, es gab einfach zu vieles, was mich abgelenkt hat, mich hat stutzig werden lassen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es im nächsten Teil vielleicht wieder aufwärts geht. Oder halt abwärts, was die Nettigkeiten zwischen Zorn und Schröder angeht! Wie mans halt nimmt!

Fazit: Zorn und Schröder auf gefühlsmäßigen Abwegen, so kommt es mir vor. Einblicke in persönliche Hintergründe, die man vielleicht nicht zwingend in der vorliegenden Intensität haben möchte und wenn doch, der Krimistoff ist natürlich auch noch da, zum Teil auch mit dem beißenden Humor, den man von den Vorgängerbänden gewohnt ist. Aber gebremst, wie ich finde. Deswegen gibt’s von mir ein Nilpferd abgezogen und die Hoffnung, dass der nächste Zorn wieder der alte ist

Bewertung: 4 von 5 Nilpferden

Danke an Fischer und CrimeThrill für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Zorn - Wo kein Licht

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite...

Ich liebe Zorn und Schröder, die zwei passen zusammen wie Topf und Deckel ...
Auch dieser dritte Teil liest sich wieder wie von allein, ich saß gebannt vor dem Buch, konnte es nur schwer zur Seite legen ...
Für Quereinsteiger ist es kein Problem, man muss die ersten Bände nicht kennen, um hier mitzukommen, mir ist auch nur der erste und der vierte bekannt, der zweite fehlt mir jetzt nur noch, aber den werde ich auch noch lesen müssen ;)
Die Kriminalfälle sind alle abgeschlossen, nur das Privatleben der Ermittler läuft natürlich weiter ... aber selbst als Quereinsteiger dürfte man ohne Probleme mitkommen ....

Zorn und Schröder finde ich klasse, sie sind ein tolles, und starkes Ermittlerteam, sie ergänzen sich recht gut ... Ihre Dialoge sind teilweise einfach nur zum Schreien komisch ...

Ich kenne die beiden ja nun schon aus Teil Eins und Vier, im ersten war Zorn ein richtiger Faulpelz, und im vierten musste er ja gezwungener Maßen selber ran *gg* aber in diesem Teil hat er mich richtig überrascht, er macht sich hier wirklich seine eigenen Gedanken zum Fall, und obwohl es bei ihm Privat alles andere wie gut läuft, kommt er selber, ohne Schröders Hilfe zu einem Ergebnis ... Aber auch Privat wächst er über sich hinaus, was er für Schröder tut, hat mich beeindruckt, so hätte ich ihn ehrlich gesagt nicht eingeschätzt.
Aus Schröders Vergangenheit erfahren wir nun einiges. Dass er daran immer noch zu knabbern hat, ist nur verständlich. Zwar erfahren wir nicht viel, aber das, was wir erfahren, ist schon ein harter Brocken.

Der Kriminalfall ist sehr spannend, zuerst noch recht undurchsichtig, aber das löst sich im Laufe der Geschichte. Zuviel möchte ich zum Geschehen und der Geschichte nicht erzählen, einfach selber lesen, es lohnt sich.
Der Showdown hat mir sehr gut gefallen, der war richtig mit Spannung geladen, ich musste aufpassen, das ich vor lauter Neugier nicht was überlese :)

Den Schreib- und Erzählstil des Autors finde ich einfach klasse, diesen Humor den er so mit in die doch ernste Geschichte einbringt, einfach toll. Die Geschichte lässt sich trotz der Sichtwechsel flüssig lesen.

Die Beschreibungen, nicht nur die der Schauplätze, auch die der Taten sind teilweise doch sehr detailliert und ein wenig ekelig, blutig, aber doch irgendwie passend. Die 403 Seiten wurden in 40 unterschiedlich lange Kapitel aufgeteilt.

Da ich ein paar sehr schöne, spannende und recht witzige Lesestunden mit diesem Thriller verbracht habe, kann ich dieses Buch nur empfehlen.