Claudia Schmid's Rezensionen

Auch der zweite Band der Blaubeerdetektive hat, wie schon der erste, ein hinreißend schönes Cover. Darauf ist auch zu sehen, was die jungen Detektive in ihrem zweiten Fall beschäftigt: Ein Geisterelch!

Katrin Engelking hat wieder das Cover gestaltet und Illustrationen zwischen die Texte gestreut.

Der Text ist in großer Schrift gedruckt und damit auch für Lese-Anfänger geeignet. Der Verlag gibt die Alters-Empfehlung 8 – 10 Jahre.

Wer selbst...

Zunächst begeistert natürlich das unheimlich tolle Cover dieses Krimis für Kinder. Das verleitet so richtig dazu, das Buch unbedingt in die Hand nehmen zu wollen. Auch in den Text sind Illustrationen von Katrin Engelking eingewebt.

Das Buch ist in großer Schrift gedruckt und deshalb auch schon für sehr junge Selbstleser geeignet. Die Altersangabe des Verlages liegt bei 8 – 10 Jahren.

Wer selbst Skandinavien-Fan ist und seine Kinder oder die Enkel...

Cover von: Friedhof der Badeenten
Rezension zu: Friedhof der Badeenten

Mit diesem Büchlein kann man getrost in die Wanne steigen – es macht auch nichts aus, sollte es beim Lesen ins Wasser fallen. Die Bücher der »Edition Wannenbuch« verkraften allesamt die Bekanntschaft mit Badewasser, ohne dass es ihnen schadet.

Worum geht es in »Friedhof der Badeenten«? Eine Frau wurde von einem Baderegal erschlagen. War das Regal der Mörder? Mitnichten! Einen Hinweis gibt die Badeente, die in ihrem Mund steckt. Willi Wolle, Ermittler bei...

Kya, das „Marschmädchen“, wächst in den Sümpfen North Carolinas heran. Alle haben sie verlassen – die älteren Geschwister und sogar die Mutter. Als Letztes geht der Verursacher der dysfunktionalen Familie. Ein schwer kriegstraumatisierter Mann, der seine Dämonen an der eigenen Familie austobt.

Zurück in der armseligen Hütte bleibt das kleine Mädchen. Als die Mutter geht, ist sie grade Mal sechs Jahre alt. Eigentlich müsste sie zur Schule gehen, aber dort...

Rezension zu: Echo eines Freundes

Kennt ihr das auch? Ihr schaut einen Film mit eurer Lieblingsschauspielerin oder eurem Lieblingsschauspieler an und ihr wisst von vorneherein, der Film wird euch gefallen, weil die ausschließlich Filme mit Drehbüchern auswählen, die gut sind? Genauso ergeht es mir mit Büchern, die Gabriele Haefs übersetzt hat. Da weiß ich bereits nach den ersten Seiten, dass sie mir wieder gefallen werden. Neben zahlreichen anderen Büchern hat sie auch Kriminalromane ins...

Rezension zu: Das Ende der Lügen

„Das Ende der Lügen“ ist nach „Die Stadt der Toten“ und „Das Ende der Welt“ der dritte Band um die Ermittlerin Claire deWitt, die im Klappentext als mit „überirdischem Spürsinn und Kampfgeist ausgestattet“ beschrieben wird. Beides hat sie auch bitter nötig, da sie ihre Fälle aufgrund von Eingebungen löst, den Kampfgeist ebenfalls, da Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und Zimperlichkeit im Umgang mit anderen nicht zu Claires hervorstechenden Eigenschaften...

Cover von: Geheimnisse der Vernehmungskunst

Josef Wilfling war selbst etwas über vier Jahrzehnte im Polizeidienst tätig. Ungefähr die Hälfte seiner Berufszeit verbrachte er bei der Mordkommission. Vieles hängt vor deutschen Gerichten von Geständnissen ab. Der Spezialist Wilfling zeigt in „Geheimnisse der Vernehmungskunst“ auf, wie diese Kunst gelingen kann. Dazu kommen Schnipsel aus seinen Ermittlungen in Mordfällen, die breites Medieninteresse fanden, wie etwa der Sedlmayr- und der Moshammer-Mord....

Rezension zu: Literaturen aus Afrika

Die westliche Sicht auf Afrika ist geprägt von Flüchtlingsströmen und Kolonialismus. Doch wie ist es mit der Sicht der Afrikanerinnen und Afrikaner auf ihren Kontinent? Manfred Loimeier, Professor für afrikanische Literaturen in englischer Sprache an der Universität Heidelberg, nennt seinen Band „Literaturen aus Afrika“ im Untertitel „Aufbruch in ein neues Selbstbewusstsein“. Bei den Heidelberger Literaturtagen 2018 war Ngũgĩ wa Thiong’o, einer der bedeutendsten...

Rezension zu: Das Jahr der Katze

„Das Jahr der Katze“ ist ein knallharter Gangsterthriller mit Japan als Schauplatz: zu Beginn die Millionenmetropole Tokio und dann das Hinterland mit bizarren Vorgärten. Deutsche Verhaltensformen stehen japanischen gegenüber – die Deutsche Nikola hinterfragt ständig alles, der Japaner Onishi antwortet teilweise wie ein Orakel. Seine Sprüche klingen ein wenig wie die Botschaften Holly Golightlys, die diese in „Frühstück bei Tiffany“ aus dem Gefängnis übermittelt...

Cover von: Die letzte Terroristin
Rezension zu: Die letzte Terroristin

Es ist eine Spur der Verwüstung, die die dem Thriller André Georgis den Titel gebende Hauptfigur und ihre Kumpanen hinterlassen. Sie zerstören nicht nur einzelne Menschenleben, sondern auch deren Familien. Die Familien der Täter zerbrechen ebenfalls an deren Verbrechen. Mütter, Väter, Geschwister und Kinder. Dabei versuchen sie doch alle, ein kleines Stück heile Welt für sich im Privaten zu bewahren. Der Banker, dessen Quality Time mit seiner Tochter so aussieht...

Rezension zu: Katzengeschichten

Feine Katzengeschichten von Patricia Highsmith, neu aufgelegt bei Diogenes. „Drei Stories, drei Gedichte, ein Essay“, angereichert mit 7 Katzenzeichnungen der Schriftstellerin. Sie war eine bekennende Katzenliebhaberin und hat sich zeitlebens mit Katzen umgeben. Übrigens mochte sie auch Schnecken. Aber im Fokus des vorliegenden, in weiß gehaltenen bibliophilen Bändchens stehen die Fellnasen, von denen sie immer welche um sich hatte.

In der ersten...

Rezension zu: Kalter Sommer

Gianrico Carofiglio war selbst viele Jahre lang Antimafia-Staatsanwalt in seiner Heimatstadt im süditalienischen Bari. Von 2008 bis 2013 war der Schriftsteller Mitglied des italienischen Senats.

„Kalter Sommer“ meint den Sommer 1992, in dem die brutalen Anschläge auf die Staatsanwälte Falcone und Borsellino durchgeführt wurden. Einer der beiden war kurz vor seiner Ermordung noch in Mannheim gewesen, um persönlich eine Vernehmung durchzuführen. Das hatte...

Cover von: The Woman in the Window
Rezension zu: The Woman in the Window

Der Roman liest sich wie eine Hommage an alte Hollywoodfilme. Natürlich muss man beim Titel bereits an Hitchcocks “Das Fenster zum Hof“ denken, beim Lesen fühlte ich mich aber auch sehr an „Sunset Boulevard“ erinnert, jener Film, in dem eine alternde Diva die Zeit damit totschlägt, ihre alten Filme anzusehen. Dr. Anna Fox ist aber erst 39 Jahre alt und sie ist keine Schauspielerin, sondern Psychotherapeutin. Sie hat selbst etwas sehr Schlimmes erlebt, etwas, das...

Rezension zu: Shootout

Grey Stevens baut in der über Vancouver gelegenen Ski-Region Gras an. Für den Vertrieb sorgt ein bunte Truppe aus Ex-Bikern, Alt-Hippies und Straßenmusikerkids. Mit der Gemütlichkeit ist es vorbei, als zwei verfeindete Gangs versuchen, ihn aus dem Geschäft zu drängen. Es wird ziemlich blutig, Großkalibriges kommt zum Einsatz. Auch im persönlichen Schlagabtausch mit Körpereinsatz sind die Kerle nicht eben zimperlich, wenn sie sich kriegen.

Mafiasohn Nicky...

Rezension zu: Pik-Bube

Joyce Carol Oates, eine der bedeutendsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen, feiert am 16. Juni 2018 ihren 80. Geburtstag. Bei Droemer ist dieser Tage „Pik-Bube“ in deutscher Übersetzung erschienen: Der Ich-Erzähler, der renommierte Schriftsteller Andrew Rush, hat in seinem Keller eine geheime Bibliothek. Dort hortet er auch die Belegexemplare von Pik-Bube, von dessen Existenz nicht einmal seine Familie weiß. Unter diesem Pseudonym veröffentlicht Andrew Rush...

Rezension zu: God's Kitchen

Margit Ruile hat mit God’s Kitchen einen Jugendthriller geschrieben, der das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) zum Inhalt hat. Selbstlernende Algorithmen erhalten in Form eines Roboters ein Aussehen, das an die Unschuld eines Kindes anknüpft. Psychologie-Studentin Celine wird von einer ungewöhnlichen Frau, die sich Pandora nennt, für ein Praktikum angeworben. Am Institut für neuronale Informatik wird an der Maschine mit Namen Chi gearbeitet. Es kommt unter den...

Rezension zu: In der Heide brodelt es

Die beiden Krimiautorinnen Kathrin Hanke und Claudia Kröger haben im Gmeiner Verlag ein Kochbuch vorgelegt. Darin versammelt sind Lieblingsrezepte aus der Lüneburger Heide. Besonders nett ist die Idee, die Rezepte der Romanfiguren der beiden vorzustellen. Dazu gesellt sich jeweils Wissenswertes über die Figur. Die beiden Autorinnen verraten natürlich auch, was sie selbst am liebsten kochen. Daneben werden weitere Personen vorgestellt, wie etwa der Inhaber von "...

Drei Monate verbrachte die Schriftstellerin und promovierte Astronomin als erste gemeinsame Literatur-Stipendiatin der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e.V. und der UNESCO City of Literature Heidelberg im Kommandantenhaus Dilsberg hoch über dem Neckar. Bei zwei Lesungen stellte sie während dieser Zeit ihren auf deutsch bei Culturbooks erschienenen Kurzgeschichtenband „Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ vor. Übersetzt hat ihn Zoë Beck.

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Samson, ein abgebrannter Hund, erbt von seinem Onkel Rin-Tin-Tei die Pension Fjordlicht. Gemeinsam mit dem ebenso armen Kater Roberto macht er sich auf, um sein Erbe anzutreten. In dem Hotel, das seine besten Zeiten lange hinter sich hat, falls es überhaupt je welche hatte, spukt es zu allem Überfluss auch noch. Nach und nach wird das Hotel von vielerlei Tieren bevölkert, jedes mit einer anderen Eigenart.

Der liebevoll ausgestattete Band ist für Kinder...

Rezension zu: Strafe

Ferdinand von Schirach veröffentlicht mit „Strafe“ seinen dritten Erzählband. Nach der Vorlage der ersten Bände „Verbrechen“ und „Schuld“ wurden TV-Serien mit Sepp Bierbichler und Moritz Bleibtreu in der Rolle des Strafverteidigers gedreht. Nach Schirachs Kurzgeschichte „Der Äthiopier“ entstand der Fernsehfilm „Der weiße Äthiopier“ mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle. Sein Theaterstück „Terror“ wurde ebenfalls filmisch adaptiert.

Es sind einsame Menschen...

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