Die 77. Buchmesse in Frankfurt 2025

Friedrich Ani schreibt in „Schlupfwinkel“ von seinem syrischen Vater und seiner schlesischen Mutter. Der Erfolgsautor erzählt im Buch vom Schweigen in seiner Familie. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz

Am Nachmittag des letzten Messetages der 77. Frankfurter Buchmesse zeichnet sich ab: In diesem Jahr besuchten 118.000 FachbesucherInnen und 120.000 PrivatbesucherInnen aus 131 Ländern die Messe. Dies unterstreicht die Position der Frankfurter Buchmesse als führende Geschäftsmesse des internationalen Verlagswesens sowie als Festival für Literaturfans. Der Messefreitag war ab dem Vormittag sowohl für Fach- als auch für PrivatbesucherInnen geöffnet und verzeichnete ein deutliches Besucherplus im Vergleich zum Vorjahr. Der Messesamstag war ausverkauft.

4.350 Aussteller präsentierten sich in den Messehallen. „Wir schauen zurück auf fünf erfolgreiche und intensive Tage. Die Frankfurter Buchmesse bleibt auf Wachstumskurs. Wir haben erneut mehr Besucher*innen und mehr Aussteller als im Vorjahr. Unsere Stärke ist, dass in Frankfurt Buchprofis und Literaturliebhaber aus aller Welt zusammenkommen. Wir vereinen Marktplatz und Festival der Literatur“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Eindringliche Stimmen zu drängenden Themen: Das kulturpolitische Programm der Frankfurter Buchmesse, Frankfurt Calling, brachte an allen Messetagen auf der neuen Centre Stage internationale Perspektiven zusammen. Hier diskutierten u.a. Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa und der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg über digitale Desinformation im Zeitalter von Social Media und KI. Ressa sagte: „Wir befinden uns in den letzten zwei Minuten eines Informations-Armageddon.“ Stoltenberg betonte: „Wir alle tragen Verantwortung, unabhängige Medien zu unterstützen.“

„Mensch und / oder Maschine?“ – dieser Frage wurde auf der Messe aus allen Blickwinkeln nachgegangen: praktisch, ethisch und politisch. Im Fachprogramm zeigte sich der Diskurs rund um KI im Verlagswesen lösungsorientiert und optimistisch. So wurden auf der Innovation Stage neue Lizenzierungsmodelle und effizientere Workflows dank KI diskutiert. Dagegen standen im Zentrum Wort – Bühne für Literatur und Übersetzung – Fragen nach Regulierung und fairer Vergütung im Fokus.

Diesjähriger Ehrengast der Buchmesse waren die Philippinen. Die 78. Frankfurter Buchmesse findet vom 7. bis 11. Oktober 2026 statt.Gastland wird Tschechien sein.

Die Kriminetz-Redaktion besuchte am Donnerstag die Buchmesse in Frankfurt und traf bei ihrem Rundgang zahlreiche Kolleginnen und Kollegen.

Erfolgsautorin Ursula Poznanski präsentierte "Erebos 3". Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Das Werk von Andrej Kurkow erscheint in 42 Sprachen. Seit seinem Roman "Picknick auf dem Eis" gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen ukrainischen Autoren. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Friedrich Ani im Interview zu "Schlupfwinkel" mit Knut Cordsen. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Am Stand von HOFFMANN UND CAMPE war Erfolgsautorin Tanja Kinkel zu treffen. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Kriminetz-Redakteurin Claudia Schmid traf die vielfach mit Preisen ausgezeichnete Übersetzerin Gabriele Haefs (links). 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für das Gesamtwerk. Sie übersetzt unter anderem aus dem Englischen, dem Norwegischen, dem Dänischen und Schwedischen. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, hatte neben den Mörderischen Schwestern einen eigenen Stand bei der Frankfurter Buchmesse. Dies war nicht nur ein beliebter Anlaufpunkt für Kolleginnen und Kollegen, sondern auch für viele an Krimis Interessierte. Links beginnend: Claudia Schmid, Kommunikationsvorstand Klaus Maria Dechant, Franziska Franz und Alida Leimbach.Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Verleger Jens Korch aus Chemnitz präsentierte am eigenen Stand die Titel seiner Edition Wannenbuch und Paperento. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Denis Scheck, der Moderator der Sendung "Druckfrisch", darf selbstverständlich bei der Buchmesse nicht fehlen. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Ein Buch muss nicht besonders umfangreich sein, um den Deutschen Buchpreis zu erhalten. Dorothee Elmiger hat es mit 160 Seiten geschafft, 2025 mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden! In "Die Holländerinnen" bricht ihre Protagonistin auf, um sich einer Theatergruppe auf ihrem Gang ins tiefe Innere des Urwalds anzuschließen. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Stephanie Hanel (links, mit Claudia Schmid) lebte zwei Jahre in New York und veröffentliche neben anderem das Buch "Künstlerinnen in New York". Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Thorsten Fiedler präsentierte seinen neu erschienen Krimi "Kickersfluch". Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Der Gmeiner-Verlag aus Messkirch sorgt mit seinen Regionalkrimis für Spannung!
Marie-Christine Knop im Gespräch mit Holly Jackson zu ihrem Buch "Not Quite Dead Yet!, Deutsch von Rainer Schumacher. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Gerd Fischer präsentierte seinen neuen Krimi "Handkäs Royal". Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Ralph Llewellyn, ein deutsch-amerikanischer Informatiker und Fantasy-Schriftsteller, stellte seinen neuen Thriller mit dem Kommissar und Ermittler "Alex Brandt" vor. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz
Für ein bisschen Spaß zwischendurch sorgte im Forum "Bernd das Brot", eine Figur des Kinderfernsehkanals KiKA. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz