Beim 22. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein wurde Christian Redl mit dem Preis für Schauspielkunst ausgezeichnet. Sichtlich gerührt nahm der Mann, von dem es heißt, er sei "das Gesicht der Spreewaldkrimis" den Preis entgegen. „Was soll ich sagen, ich bin restlos überwältigt. Was eben gesagt wurde, das hinterlässt etwas bei mir…und was, das weiß ich selbst noch nicht. Als ich im Alter von 18 Jahren - das ist genau 60 Jahre her - beschloss, Schauspieler zu werden, verstanden meine Eltern die Welt nicht mehr. Man prophezeite mir ein Leben in Elend und Armut ... Ihre größte Sorge war, dass ich einen Weg einschlage, der mich – mehr oder weniger – zu einem unglücklichen Menschen machen würde. Aber, glücklicherweise kam es dann doch ganz anders. Ich bekomme heute diesen wunderbaren Preis, auf diesem wunderbaren Filmfest und erfahre eine Wertschätzung mit der ich übrigens keineswegs gerechnet habe. Ich fühle mich sehr geehrt und ich bedanke ich dafür von ganzem Herzen.“
Laudator Michael Kötz betonte in seiner Rede, weshalb Christian Redl diesen Preis mehr als verdient hat und gab einen Überblick über dessen beachtliche Karriere. Seinen Durchbruch hatte er 1990 mit dem Film "Der Hammermörder". In "Krabat" spielte er den Meister, insgesamt hat er in seiner langen Laufbahn in über 100 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Begleitet wurde der Schauspieler zur Preisverleihung von seiner Ehefrau, einer Lehrerin. Damit schließt sich quasi ein Kreis, denn - wie der Laudator ausführte - auch sein Vater übte bereits diesen Beruf aus.
Im Anschluss an die Preisverleihung zeigte das Festival als Premiere den neuen Spreewaldkirmi „Mein ist der Tod“ (Deutschland 2026), Regie: Kai Wessel, Buch: Nils-Morten Osburg/Wolfgang Esser aus der erfolgreichen ZDF-Reihe „Spreewaldkrimi“.




















