Drehstart für UFA Fiction-Dokudrama »Benko - Size does matter (AT)«

Drehstart für UFA Fiction-Dokudrama »Benko - Size does matter (AT)«. V.l.n.r. Heino Ferch, Thomas Stipsits, Patricia Aulitzky, Raymond Ley (Regisseur) und Bettina Weiguny (Mitglied des Rechercheteams). Foto: © NDR/ UFA Fiction/ Hans Joachim Pfeiffer

BENKO – SIZE DOES MATTER (AT) erzählt die Geschichte vom märchenhaften Aufstieg und jähen Absturz eines Mannes, der über Nacht zum Liebling der Finanzwelt wurde. Es ist eine Geschichte von Verführern und Verführten, eine Geschichte über Gier, Glanz und Glamour, eine Geschichte über Macht und Macher. Ein Junge, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt, der den Willen und die Fähigkeit zum großen Geschäft besitzt, und vom lokalen Dachbodenausbauer zum Architekten eines milliardenschweren Immobilien-Imperiums aufstieg, das die Grenzen des anscheinend machbaren verschob – bis irgendwann alles zusammenbricht wie ein Kartenhaus. Das Dokudrama zeigt das Leben des René Benko nicht nur als großes Drama, sondern auch als Groteske über Macht, Größenwahn und Skrupellosigkeit in der Finanzwelt. Über allem steht die Frage: Wie konnte es so weit kommen?

Das Projekt entsteht im Auftrag von NDR, SWR, RBB, ORF und SRF bei UFA Fiction in Zusammenarbeit mit der HolyScreen Media und Cineteam Hannover. BENKO – SIZE DOES MATTER (AT) ist voraussichtlich im Herbst 2026 in der ARD Mediathek und im Ersten zu sehen.

Der 90-minütige Film kombiniert Spielszenen mit Archivmaterial und Interviews. AutorInnen sind Hannah und Raymond Ley, die sich gemeinsam mit den JournalistInnen Bettina Weiguny, Margret Hucko und Martin Noé dem Fall näherten. Der preisgekrönte Regisseur Raymond Ley (u.a. ICH BIN! MARGOT FRIEDLÄNDER, NAZIJÄGER – REISE IN DIE FINSTERNIS, WIRECARD – DER GROßE FAKE) dreht die Spielszenen seit Ende Januar u.a. in Berlin und Hannover. Weitere Drehorte sind Wien, Potsdam, Dortmund und Hamburg.

Marc Lepetit, Produzent UFA Fiction: „Wie schon bei WIRECARD – DER GROßE FAKE haben uns die Fragen interessiert: Haben die Beteiligten wirklich nicht gemerkt, was sich auf dem Weg nach oben alles verändert hat? Haben sie nicht gesehen, was passiert ist, und konnten sie nicht spüren, welche wirtschaftlichen Lawinen sie auslösen? Diesen Fragen am Fall des Highflyers René Benko nachzugehen, reizt uns als Filmemacher sehr. Was kann man erkennen, was konnte man erahnen? Wie funktioniert diese Welt? Und warum passieren solche Skandale immer wieder? Erneut mit Hannah Ley und Raymond Ley zusammenzuarbeiten, bedeutete für mich, diesen Themen mit derselben analytischen Klarheit und erzählerischen Kraft nachzugehen, die unsere bisherigen Projekte ausgezeichnet hat. Gemeinsam wollten wir ein Bild zeichnen, das nicht nur zeigt, wie es dazu kommen konnte, sondern auch, welche Mechanismen, Versuchungen und blinden Flecken ein System hervorbringt, in dem Erfolg oft jede Warnung überstrahlt.“

Raymond Ley, Regie und Drehbuch, und Hannah Ley, Drehbuch: „Große Versprechen, große Zahlen, großer Absturz. Der Flug des Ikarus – jäh ausgebremst. Uns hat Spaß gemacht, dieses Investoren- und Immobiliendesaster mit einem satirischen Blick freizulegen. Die Signa-Pleite wirkt auf den ersten Blick wie ein Drama reicher Männer. Wir haben aber bewusst auch auf die geschaut, die in diesen Spielen der Superreichen, den Preis bezahlen mussten, ohne je dazu eingeladen worden zu sein.“

Gespielt wird René Benko vom österreichischen Kabarettisten und Schauspieler Thomas Stipsits. In weiteren Rollen spielen unter anderem Heino Ferch, Patricia Aulitzky, Lisa Wagner, Alexander Wipprecht und Harald Schrott.

BENKO – SIZE DOES MATTER (AT) ist eine Produktion der UFA Fiction für NDR (Federführung), SWR, RBB, ORF und SRF. Die Redaktion liegt bei Marc Brasse (NDR), Dr. Andrea Bogad-Radatz und Elisabeth Ratky (ORF), Baptiste Planche und Libor Tesacek (SRF), Katharina Ringsgwandl (SWR) und Rolf Bergmann (RBB). Produzenten sind Marc Lepetit (UFA Fiction) und Nico Hofmann, Producer ist Arne Packschies. Regie führt Raymond Ley. Das Buch wurde geschrieben von Hannah Ley und Raymond Ley. Creative Producer und Dramaturg ist Thomas Laue. Die Herstellung wird gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen.