Der FINE CRIME AWARD 2025 geht an den österreichischen Autor Thomas Raab. Die Auszeichnung, die mit 5.000 Euro dotiert ist, wurde am 3. Juli 2025 auf der Grazer Murinsel im Rahmen des Fine Crime Festivals verliehen. Damit ist Raab der erste, der alle drei österreichischen Krimipreise gewonnen hat (Leo-Perutz Preis 2013, österreichischer Krimipreis 2017, FINE CRIME AWARD 2025). Thomas Raab ist für den Roman »Der Metzger gräbt um« (Haymon Verlag) aktuell auch für den Leo-Perutz-Preis 2025 nominiert.
»Wie der Protagonist seines ersten, ohne größere literarische Ambition geschriebenen Kurzkrimis über eine Leiche, so stolperte Thomas Raab über den Metzger. Willibald Metzger war geboren, Restaurator und Ermittler mehr aus Zufall denn aus Leidenschaft. Seine ersten Schritte machte er hier in Graz, beim Leykam Verlag, bevor sie ihn hinausführten ins Haifischbecken des deutschen Literaturbetriebs, in die luftigen Höhen des TV-Verfilmungen. Neunmal schon hat Thomas Raab seinen widerwilligen Metzger zum Helden werden lassen. Ein leeres Blatt sieht er als Geschenk, so sagt er selbst. Er liebt diese Freiheit, und ganz offensichtlich liebt er auch die langen Sätze. ›Er quatscht uns auf literarisch ziemlich hohem Niveau um den Verstand‹, hat ein bekannter Kritiker einmal über ihn gesagt. Wir von der Jury waren uns jedenfalls einig: Der Tag, an dem Thomas Raab den Fine Crime Award erhält, wird ein guter Tag. Heute ist es soweit, und du hast ihn dir mehr als verdient, lieber Thomas – ganz herzlichen Glückwunsch!« – Ellen Dunne (FINE CRIME AWARD-Gewinnerin 2024)
Vita Thomas Raab: Geboren 1970 in Wien. Schulzeit eher mühsam, wäre da nicht das Klavier gewesen, sozusagen Gratis-Psychotherapie. 1988 dann doch Matura. Danach erste Versuche als Liedermacher, Studienabschluss Mathematik & Sport. Es folgten 10 Jahre einerseits als Lehrer (weil es so schön war in der Schule), andererseits im Musical- und Musiktheaterbereich und als Singer-Songwriter. Seit 2007 Schriftsteller, zehn Romane um den Restaurator Willibald Adrian Metzger, vielfach ausgezeichnet, und »Still – Chronik eines Mörders« (Droemer). Neben dem Metzger lässt Raab auch die betagte Frau Huber ermitteln, wie zuletzt in »Peter kommt später« (KiWi).





















