Die Glauser-Preise 2021 wurden vergeben!

Die Glauser-Jury Roman gratuliert Tommie Goerz! Links oben beginnend: Claudia Schmid, Johanna Büchel, Jury-Organisatorin Michaela Pelz, Dieter Aurass, Andreas Schäfer und Andreas Pittler. Collage: Dieter Aurass.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des GLAUSER 2021 stehen fest. Das SYNDIKAT, der Verein für deutschsprachige Kriminalromane, hat am 24. April 2021 abends in einer online übertragenen Gala die diesjährigen Krimipreise in sechs Kategorien verliehen. Tommie Goerz erhielt für »Meier« (erschienen bei ars vivendi) den Preis für den besten Kriminalroman. Mit dem Ehren-GLAUSER wurde Angela Eßer ausgezeichnet.

Nach einer Woche mit Anthologie-Lesungen, einem eigenen Kulturmagazin und der Verleihung des BLOODY COVER hat die Online-CRIMINALE 2021 am Samstagabend ihren Abschluss gefunden. Das Festival der Kriminalliteratur des SYNDIKATS ging mit der großen Preisverleihungs-Gala der GLAUSER zu Ende. Der »Oscar der Kriminalliteratur« wurde auch in diesem Jahr wieder in sechs Kategorien vergeben. Die GewinnerInnen lauten:

In der Kategorien:

»Roman«: Tommie Goerz: Meier (ars vivendi)
»Debüt«: Laura Noll: Der Tod des Henkers (Gmeiner)
»Kurzkrimi«: Raoul Biltgen mit "Der ruhende Pol", in: Les Cahiers Luxembourgeois
»Jugendkrimi«: Andreas Götz: Wir sind die Wahrheit (Dressler)
»Kinderkrimi«: Jana Scheerer: Geister sind unser Geschäft (Woow Books)

Die GLAUSER Krimipreise des SYNDIKATS sind die mit insgesamt 12.000 Euro höchstdotierten Autorenpreise im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr wurde erstmals eine neue Statuette verliehen, die künftig das Gesicht der GLAUSER prägen wird.

Tommie Goerz hat mit »Meier«, erschienen bei ars vivendi, in diesem Jahr den besten Kriminalroman geschrieben. Der studierte Soziologe und Philosoph lässt seine Hauptfigur in einem Gefängnis spielen, an einem Ort, an dem Verbrecher eigentlich sozialisiert werden sollen. Doch man kann hinter Gittern auch andere Dinge lernen. Für die Jury sind Goerz‘ Inhalt und Sprache derart außergewöhnlich, dass es vor diesem Roman kein Entrinnen gibt, wenn man erst einmal darin gefangen ist wie die Hauptfigur in der Geschichte. »Tommie Goerz überrascht von Beginn an. Er kümmert sich weder um Grammatik noch um stilistische Konventionen. Kurze Sätze, prägnante Beschreibungen, keine Schnörkel – aber so direkt auf den Punkt, dass es die Leserinnen und Leser entweder abstößt oder in die Geschichte hineinzieht. Dazwischen gibt es nichts«, heißt es in der Jury-Begründung.