Interview mit Ostfriesenkrimi-Autor Thorsten Siemens

Ostfriesenkrimi-Autor Thorsten Siemens im Interview zu seinem neuen Roman "Tod auf Langeoog"

Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de ist hellauf begeistert, endlich einmal einen Langeoog-Krimi vorstellen zu können. Heute ist "Tod auf Langeoog" erschienen, und anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Krimis hat sich Autor Thorsten Siemens zu einem Interview bereit erklärt!

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi „Tod auf Langeoog“ ist heute erschienen. Mögen Sie uns kurz in eigenen Worten erzählen, worum es in dem Buch geht?
Hedda begleitet ihre Freundin Gesa nach Langeoog, um diese ein wenig vom Tod ihrer geliebten Oma abzulenken. Doch kaum auf der Insel angekommen, wird Gesas Onkel erschlagen aufgefunden, und kurz darauf verschwindet dann auch noch Gesas Mutter spurlos. Die Freundinnen beginnen mit den Ermittlungen und stoßen dabei auf immer düstere Geheimnisse.

Wir sind begeistert von der Tatsache, dass Ihr Krimi auf Langeoog spielt – Langeoog-Krimis sind viel zu selten! Wie kamen Sie auf die Idee, die Handlung hier anzusiedeln? Kennen Sie die Insel von persönlichen Aufenthalten?
Meine Frau und ich waren bereits ein paar Male auf Langeoog. Im Jahr 2010 haben wir auf der Insel auch unsere Eheringe selbst geschmiedet. Da Langeoog tideunabhängig erreichbar ist und wir nur einen kurzen Anfahrtsweg zum Fähranleger in Bensersiel haben, bietet sich die Insel für uns auch für spontane Wochenendtrips an. Zuletzt haben wir im Dezember 2017 einen solchen Kurzurlaub gemacht. Die Eindrücke aus diesen Tagen sind dabei in meinen Roman eingeflossen.

Viele Leser interessieren sich für den Alltag eines Autors, für den Schreibprozess. Wie ist das mit der Recherche für einen Roman? Sind Sie viel unterwegs, um Dinge rund um die Geschichte zu recherchieren, oder werden Nachforschungen in der heutigen Zeit über das Internet von zu Hause aus erledigt?
Alle meine bisherigen Romane spielen in meiner aktuellen Heimat Friesland oder in ostfriesischen Orten, die ich kurz zuvor noch selbst besucht habe. Auch Heddas 3. Fall, an dem ich gerade schreibe, wird wieder in einem ostfriesischen Küstenort spielen, in dem ich erst vor wenigen Wochen mehrere erholsame Tage verbringen durfte. Während meiner „Recherche-Reisen“ mache ich immer viele Fotos, die mir während des Schreibprozesses sehr helfen, mich zu erinnern. Natürlich recherchiere ich auch einiges im Internet, aber am liebsten verlasse ich mich auf das, was ich vor Ort selbst gesehen bzw. in Erfahrung gebracht habe.

Jeder Autor ist auch Leser. Welche Autoren und Genres liest Thorsten Siemens am liebsten, wenn er gerade nicht an seinem nächsten Roman feilt?
Ich lese am liebsten Kriminalromane und Thriller. Man muss ja schließlich auch gucken, was die Konkurrenz so macht. ;-) Von Sebastian Fitzek habe ich schon mehrere Bücher gelesen. Aktuell lese ich aber hauptsächlich die Ostfrieslandkrimis meiner Verlagskollegen oder die aktuellen Romane „alter“ Weggefährten, die ich in meiner Zeit als Self-Publisher kennengelernt habe.

„Tod in Neermoor“, den ersten Fall für Hedda Böttcher, haben Sie im Juni bei einer Lesung direkt in Neermoor, dem Ort der Krimihandlung, vorgestellt. Sind in diesem Jahr noch weitere Lesungen mit Thorsten Siemens geplant?
Am 22.11.2018 wird es einen „Krimiabend bei Wein und Kerzenschein“ in der Gemeindebibliothek Sande geben. Dort werde ich gemeinsam mit Rolf Uliczka aus unseren aktuellen Ostfrieslandkrimis lesen. Zudem werden wir musikalisch von einem Gitarrenspieler begleitet werden. Auf die Lesung in meinem aktuellen Heimatort freue ich mich schon sehr.
Zwei weitere Lesungen sind aktuell in Planung, aber hier kann ich leider noch keine Termine nennen.

Den 22. November merken wir uns schon mal vor. Vielen Dank für das Gespräch!
„Tod auf Langeoog ist im Klarant Verlag erschienen.