Interview mit Ostfriesenkrimi-Autorin Ele Wolff

In dieser Woche ist „Fünf-Sterne-Mord“ erschienen, der neue Ostfriesenkrimi von Ele Wolff und zugleich der erste Norderney-Krimi aus dem Klarant Verlag!

Wir haben die beliebte Autorin aus Leer zu einem Gespräch getroffen. Wenn ihr mehr über die Person hinter dem Autorenpseudonym Ele Wolff erfahren möchtet, lohnt es sich auf jeden Fall, weiterzulesen!

Liebe Ele, dein neuer Ostfriesenkrimi „Fünf-Sterne-Mord“ spielt auf der Nordseeinsel Norderney. Hast du einen besonderen Bezug zu dieser Insel?

Der Fähranleger in Norddeich nach Norderney liegt nicht weit von Leer, sozusagen direkt vor meiner Haustür. Durch die günstigen Fährverbindungen kann man täglich zur Insel fahren. Mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit dort verbracht, deshalb ist mir die Insel vertraut und ich konnte Henriette Honig mit gutem Gewissen dort hinschicken.

Wie ist das mit der plattdeutschen Sprache? Verstehst du alles als Wahlostfriesin?

Jein, nicht immer alles. Von Ort zu Ort wandelt sich die Sprache und es werden andere Ausdrücke für ein und dasselbe verwendet. In Aurich spricht man anders als in Norden. Als ich vor zwanzig Jahren nach Borkum zog, belauschte ich zwei Männer, die sich auf Plattdeutsch unterhielten. Ich war im ersten Moment der Meinung, sie sprechen Niederländisch.

Entsprechen die Menschen in deinen Büchern manchmal realen Personen?

Nein, es ist immer eine Mischung aus realen Personen und Fantasie. Von jedem etwas. Zum Beispiel von Person A die Marotte, immer alles liegen zu lassen. Von Person B der ewige Hunger auf Süßes. Der Rest ist ausgedacht und Wunschdenken, wie ich vielleicht selbst gerne wäre. Hin und wieder bekommen meine Protagonisten Vornamen von Personen aus meinem Freundeskreis, nach deren Zustimmung natürlich. So habe ich im realen Leben wirklich eine Freundin mit dem Vornamen Hanna-Eva, die in Die Toten von Spiekeroog die Inhaberin der Pension Strandlooper auf Spiekeroog ist.

Wer ist Ele Wolff jenseits des Autorendaseins?

Ein ganz durchschnittlicher Mensch. Mit Familie, Kindern und Enkeln, einer Heizung, die manchmal Mucken hat, einem Garten, in dem das Unkraut am besten wächst, mit Freunden, die immer ansprechbar sind. Und mit einer großen Leidenschaft, dem Nähen. Das Rattern der Nähmaschine entspannt und macht den Kopf frei.

Du bist ja eine gebürtige Hessin und lebst jetzt in Ostfriesland. Was bedeutet für dich Heimat?

Nachdem ich bereits seit 20 Jahren in Ostfriesland lebe, kann ich sagen, dieses flache Land ist mir zur Heimat geworden, ohne dass ich meine ursprüngliche Heimat Hessen aufgegeben habe. Ich denke, ein Mensch kann in vielen Ecken der Welt beheimatet sein.

Das ist wahr und regt zum Nachdenken an. Ele, vielen Dank für das Gespräch und die offenen Antworten!

Das Interview wurde auf www.ostfrieslandkrimi.de geführt.