Interview mit Ostfriesenkrimi-Autorin Sina Jorritsma

Ostfriesenkrimi "Friesenlist" von Sina Jorritsma

Mit “Friesenlist” ist nun bereits der 11. Band der erfolgreichen Serie veröffentlicht worden. Aus diesem Anlass haben wir mit der Bestsellerautorin ein Interview geführt.

Ihr neuer Krimi „Friesenlist“ ist erschienen. Würden Sie uns mit eigenen Worten erzählen, worum es in Ihrem neuen Buch geht?

Mein Borkumer Ermittlerteam Mona Sander und Enno Moll werden diesmal mit einem scheinbar absurden Mordvorwurf konfrontiert: Ein reicher Unternehmer soll durch Massagen getötet worden sein. Es dauert allerdings nicht lange, bis es eine echte Leiche gibt. Die Kommissare finden heraus, dass im Umfeld der Familie Andringa die Dinge nicht so sind, wie sie scheinen. Jeder hat etwas zu verbergen und selbst auf einer kleinen Insel wie Borkum kann man Geheimnisse gut bewahren. Mehr will ich noch nicht verraten.

Eine Figur in „Friesenlist“ ist besonders auffällig gezeichnet und hat mich beim Lesen sehr fasziniert: die Masseurin Nele. Freundliches, charismatisches, einnehmendes Wesen, dabei aber fast schon naiv wie ein Kind. Als Leser mag man daher in mancher Situation den Kopf schütteln – gleichzeitig ist man sich nicht sicher, ob Nele vielleicht doch nur sehr geschickt eine Rolle spielt!? Wie gelingt es Ihnen als Autorin, einen solchen Charakter zu zeichnen?

Ich schreibe nicht zuletzt deshalb unter Pseudonym, weil einige meiner Romanfiguren durch reale Menschen aus meinem Alltag inspiriert sind. Die Masseurin Nele ist nach dem Vorbild einer Freundin von mir entstanden, die allerdings einen ganz anderen Beruf hat. Auch sie ist etwas weltfremd, aber herzensgut. Solche Personen werden leicht ausgenutzt. Und es ist vorstellbar, dass sie unabsichtlich in kriminelle Machenschaften hineingezogen werden. Manchmal ist es gefährlich, immer nur an das Gute im Menschen zu glauben.

Mona Sander und Enno Moll sind ein eingespieltes Team und Mona Sander eine Individualistin, die nicht mit vielen Menschen klarkommt. Glauben Sie, dass Mona auch mit einem anderen Partner zusammenarbeiten könnte?

Die Frage kann ich mit einem ganz klaren Nein beantworten! Mona würde wahrscheinlich den Polizeidienst an den Nagel hängen, wenn sie mit einem anderen Beamten zusammenarbeiten müsste. Mona und Enno funktionieren richtig gut nur als Team. Und da sie glücklicherweise bei den Lesern in dieser Konstellation gut ankommen, wird sich daran auch nichts ändern.

Sie sind mittlerweile eine langjährige Autorin, allein für den Klarant Verlag haben Sie bereits 16 Kriminalromane verfasst. Was sind für Sie die schönsten Momente in diesem Beruf?

Es gibt verschiedene Highlights: Wenn ich das Wort „Ende“ unter ein Manuskript schreibe, freue ich mich. Dann ist auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Lektor bis zur Druckreife des Romans sehr schön. Und am glücklichsten bin ich natürlich, wenn ich meine eigenen Krimis in den Buchhandlungen und auf den Seiten der E-Book-Shops finde!

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.