Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autor Marc Freund

Ostfrieslandkrimi-Autor Marc Freund im Interview zu seinem neuen Buch »Langeooger Zwielicht«

Der neue Ostfrieslandkrimi »Langeooger Zwielicht« von Marc Freund aus seiner Ostfrieslandkrimireihe »Die Inselkommissare« ist jetzt erschienen! Aus diesem Anlass haben wir dem Autor ein paar Fragen gestellt.

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Langeooger Zwielicht« ist erschienen. Würden Sie uns mit eigenen Worten erzählen, worum es in Ihrem neuen Buch geht?

Die Romanhandlung beginnt mit einem brennenden Haus auf Langeoog. Aus den Flammen wird eine weibliche Leiche geborgen – die Klavierlehrerin Jenna Rachnow. Doch damit fangen die Probleme für die beiden Langeooger Inselkommissare erst an, denn wie sich herausstellt, wurde die Frau kein Opfer des Feuers, sondern starb infolge einer Kugel, die durch ihr Herz gedrungen ist. Der Ehemann der Toten, ein angesehener Chirurg, spielt in dieser Geschichte ebenfalls noch eine tragische Rolle, während Gerret Kolbe und Rieke Voss ihre Ermittlungen aufnehmen und schon bald unter den Klavierschülern Jenna Rachnows erste Verdächtige ausmachen. Wieder einmal bewahrheitet sich, dass längst nicht alles so ist, wie es zunächst den Anschein hat.

Bei dem Stichwort Klavierschüler ist man geneigt, sich Kinder und Jugendliche aus gut betuchtem Elternhaus vorzustellen – findet sich in diesem »Milieu« wirklich ein Mordverdächtiger?

Wie sich im Roman herausstellt, stammen die Klavierschüler aus fast allen Schichten der Gesellschaft. Auch ist eine Mischung aus Jung und Alt vertreten. Und bei dem einen oder anderen darunter gibt es möglicherweise auch absonderliche Verhaltensweisen oder gar mehr. Die Kommissare sind einmal mehr herausgefordert, auf mögliche Hinweise zu achten und die Zeichen richtig zu deuten. Aus den vielen Hinweisen, die die Schüler liefern, leitet sich schließlich eine wichtige Spur ab. Aber wird sie auch zur Person des Täters führen?

Welche Schauplätze auf Langeoog und außerhalb der Insel erwarten die Leser?

Marc Freund: Zunächst einmal spielt die Fähre zwischen Bensersiel und Langeoog in mehrfacher Hinsicht eine gewisse Rolle. Wir erleben einen Gang über die Strandpromenade, aber auch einige Szenen, die sich im Ortskern von Langeoog abspielen. Ich binde zum Beispiel auch immer gern die Lale-Andersen-Statue am Dorfplatz vor dem Wasserturm mit in die Handlung ein. Eine meiner Romanfiguren findet immer irgendwie ihren Weg daran vorbei und richtet mitunter sogar ein paar Worte an Lale. In »Langeooger Zwielicht« ist es unter anderem Kommissar Kolbe, der noch einmal gegen Ende des Romans Bekanntschaft mit der Statue macht. Zudem hat auf Langeoog eine neue Kunstgalerie eröffnet, die im aktuellen Roman, aber auch darüber hinaus noch eine Rolle spielen wird …

In den ersten beiden Bänden der Reihe, »Langeooger Schampus« und »Langeooger Gier«, wurde ein zweiter Erzählstrang aufgebaut, in dem es um die Vergangenheit von Gerret Kolbe geht. Kommt der Kommissar in »Langeooger Zwielicht« den Geheimnissen seiner Kindheit auf die Spur?

Marc Freund: In jedem neuen Langeoog-Band erfährt Kolbe mehr über seine Vergangenheit und die dramatischen Ereignisse in seiner Kindheit. Auch in »Langeooger Zwielicht« gewinnt er einige neue, wesentliche Informationen. Zudem kristallisiert sich langsam heraus, was in der Nacht geschehen ist, in der Kolbes Mutter ums Leben kam. So viel sei bereits verraten, dass Kommissar Kolbe auch im weiteren Verlauf nicht lockerlassen wird und den Dingen auf den Grund geht. Bisher ahnt er noch nicht, dass selbst seine Kollegin Rieke Voss in dieser Sache noch eine wichtige Rolle spielen wird. Der Leser wird auf jeden Fall in den kommenden Bänden die Auflösung erfahren, die noch einiges an Dramatik und, wie ich hoffe, Spannung bereithalten wird.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.