Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autor Martin Windebruch zu »Auricher Schuld«

Ostfrieslandkrimi-Autor Martin Windebruch im Interview zu seinem neuen Buch »Auricher Schuld«

Interview zu »Auricher Schuld«

»Auricher Schuld« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Worum geht es?

Martin Windebruch: Dieter Tüsken fährt mit seinem als kleinen Laden umgebauten Bus über die ostfriesischen Dörfer und besucht alte Leute und Rentner, die nicht mehr Auto fahren. Er ist für viele nicht nur die einzige Bezugsquelle für Lebensmittel, sondern auch ein sozialer Kontakt. Er fährt bei der alten Dorfschule von Münkeboe vorbei. Da wohnt Tammo Hooge. Der kauft sonst immer bei ihm, entweder auf seiner Montagsrunde oder auf der Donnerstagsrunde. Da er schon Montag nichts gekauft hat, geht Dieter Tüsken mal bei ihm klingeln. Er findet Tammo Hooge tot vor und ruft die Polizei. Die beginnt zu ermitteln. Todesursache ist stumpfe Gewalt gegen den Kopf, doch die Tatwaffe ist unbekannt. Todeszeitpunkt ist vermutlich schon vor fünf Tagen …

Der Schauplatz des Mordes ist dieses Mal etwas ungewöhnlich – schildern Sie den Lesern, wie er aussieht?

Martin Windebruch: Von Tüsken erfahren die Ermittler, dass Tammo Hooge die Schule vor fünf Jahren gekauft hat und ein Café im Untergeschoss errichten wollte, was aber nicht so schnell zu verwirklichen war, wie er hoffte. Oben hatte er schon Räume hergerichtet, die er an Feriengäste vermietete. In der Nachbarschaft fanden viele das Projekt nicht schön und hätten sich lieber einen Verkauf an einen Immobilieninvestor gewünscht.

Der Tote gilt als Eigenbrötler – was für ein Mensch war Tammo Hooge?

Martin Windebruch: Tammo Hooge war früher Elektriker, war frühverrentet und arbeitete immer mal wieder schwarz für Pries Elektrik. Mit dem Chef hat er sich aber zerstritten, weil er zu unzuverlässig wurde. Tammo Hooge hatte auch zwei erwachsene Kinder, mit denen der eher schweigsame Herr Hooge ein wenig fremdelte.

Meist sind die nächsten Angehörigen eines Ermordeten verdächtig. Wie sah es damit bei dem Rentner aus?

Martin Windebruch: Herr Hooge war ein eher schweigsamer Mann, der seine Gedanken für sich behielt. Das belastete auch seine Beziehung zu seinen Kindern. Dennoch hatte er eine gute Freundin, die aber möglicherweise auch gerne mehr für ihn gewesen wäre … Es wird sehr, sehr spannend in meinem neuen Ostrieslandkrimi! Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.