Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autor Martin Windebruch zu »Auricher Zeuge«

Ostfrieslandkrimi-Autor Martin Windebruch im Interview zu seinem neuen Buch »Auricher Zeuge«

1. »Auricher Zeuge« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Martin Windebruch: Alles beginnt damit, dass eine Leiche aus dem Hafenbecken von Dornumersiel gefischt wird.
Bei dem Toten handelt es sich um Tobe Meinerts. Dieser ist am Vortag nicht nach Hause gekommen und arbeitete im Auktionshaus Aurich, wo wertvolle Goldmünzen entwendet wurden. Doch handelt es sich bei dem Täter auch um den Dieb? Oder hat der Fall noch eine andere Dimension, die die Ermittler noch nicht begreifen?

2. Wenn jemand wie Tobe Meinerts gerade erst sein Leben zum Positiven umgekrempelt hat und dann umkommt, macht das den Fall irgendwie noch tragischer …

Martin Windebruch: Das ist richtig, das Mordopfer in dem Roman kann einem leidtun. Allerdings lebt ein Kriminalroman meiner Meinung nach auch davon, Geschichten zu erzählen, die realistisch genug sind, um tatsächlich passiert sein zu können. Dazu gehört auch, Menschen und ihre schwierigen Schicksale mit allen Herausforderungen zu zeigen, wie sie jedem im Leben begegnen können.

3. Was hat es mit dem titelgebenden Zeugen auf sich, der sich vor der Polizei verbirgt?

Martin Windebruch: Wie im Laufe der Ermittlungen klar wird, gibt es jemanden, der deutlich mehr weiß, als er zugibt. Allerdings hat dieser Zeuge gute Gründe, seine Informationen für sich zu behalten. Dann allerdings nimmt der Fall eine unvorhergesehene Wendung, als sich der Zeuge entschließt, auch noch selbst aktiv zu werden ...

4. Bei Ihrem neuen Buchtitel musste ich unwillkürlich an die TV-Serie »Der letzte Zeuge« mit Ulrich Mühe denken, die früher im ZDF lief und die ich damals gerne geschaut habe. – Lassen Sie sich, was Ideen für Ihre Krimis betrifft, eigentlich auch manchmal von Krimiserien oder -filmen aus dem Fernsehen inspirieren?

Martin Windebruch: Es gibt eine Reihe von Kriminalautoren, die ich sehr schätze. Serien und Filme dienen mir weniger als Inspiration. Für Geschichten werde ich durch alles Mögliche angeregt. Manchmal erfährt man von einem Schicksal, bei dem von ganz alleine der Gedanke kommt: »Was wäre, wenn …« So kann schnell eine neue Romanidee entstehen.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.