Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autor Rolf Uliczka

Ostfrieslandkimi-Autor Rolf Uliczka im Interview zu seinem neuen Buch »Küstenmord in Harlesiel«

Ein neuer Ostfrieslandkrimi unseres bekannten Autors Rolf Uliczka ist erschienen und aus diesem Anlass haben wir ihm ein paar Fragen gestellt.

Ihr neues Buch »Küstenmord in Harlesiel« ist erschienen. Würden Sie uns in eigenen Worten beschreiben, was die Leser in Ihrem neuen Ostfrieslandkrimi erwartet?

Die Leserinnen und Leser erwartet die spannende Geschichte eines Journalisten, der auf brutalste Weise im beliebten Küstenbadeort Harlesiel sein junges Leben verliert.

Handelt es sich um einen Auftragsmord? Steckt in seinen Enthüllungs-Publikationen über den Raubbau an dem wertvollen Ökosystem unserer Weltmeere vielleicht ein Motiv? Steht der überraschende Wechsel seines Aufenthaltsortes von den Niederlanden in das beschauliche Harlesiel im Zusammenhang mit dem Mord? Wieso wurden hiesige Krabbenfischer vor ihm als Investigativ-Journalisten gewarnt?

Alles Fragen, auf die das Wittmunder Ermittlerteam um die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens nach Antworten sucht. Auch das mysteriöse Verschwinden seiner Freundin gibt den Kommissaren Rätsel auf. Ist sie ebenfalls bereits ein Mordopfer? Oder lebt sie noch und schwebt in höchster Lebensgefahr? Es tauchen zudem Hinweise auf, nach denen nicht auszuschließen ist, dass sie sogar tatbeteiligt gewesen sein könnte.

Das klingt spannend und auch nach wechselnden Schauplätzen. An welche Orte führt uns die Handlung?

Die Handlung beginnt und endet im beschaulichen ostfriesischen Nordseestrandbad Harlesiel. Dazwischen führt uns die Spur des Enthüllungs-Journalisten über die Niederlande mit der Stadt Groningen bis auf einen Hochseetrawler, mitten in einem Orkan, in den nördlichsten Teil der europäischen Nordsee. Aber auch an der Ostseeküste war der ermordete Journalist der Piratenfischerei auf der Spur.

Stichwort Piratenfischerei – auch im Klappentext werden Inkognito-Ermittlungen über die illegale Hochseefischerei erwähnt. Was hat es damit genau auf sich?

Das Ökosystem unserer Weltmeere ist durch Überfischung in höchster Gefahr, wie internationale Fachinstitutionen feststellen. Zum Schutz der Fischbestände sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Fangquoten unumgänglich und inzwischen verbindlich und mit Strafandrohung eingeführt. Skrupellose Piratenfischer versuchen aus Profitgier, die Vorschriften zu umgehen. Umweltorganisationen und engagierte Journalisten kommen diesen dabei – manchmal auch unter Inkaufnahme von Gefahren für Leib und Leben – in die Quere.

»Küstenmord in Harlesiel« ist bereits der 10. Band der erfolgreichen Reihe »feinster Ostfrieslandkrimi«, wie Sie es selbst auf Ihrer Webseite ausdrücken. Wir gratulieren herzlich zur Dekade! Haben Sie einen Lieblingskrimi aus der Reihe? Und worauf können sich Ihre Leser in der näheren Zukunft freuen?

Früher waren in einer Familie zehn Kinder gar nicht so selten. Und fürsorglichen Eltern war dabei jedes Kind gleich lieb und wichtig. So ähnlich empfinde ich es auch mit meinen 10 Bänden aus der Serie »Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln«. Auch wenn jeder Band für sich gelesen werden kann, zieht sich die Geschichte der Kommissare und ihres Teams wie ein roter Faden durch alle Bände. Und diese sind mir alle gleichermaßen ans Herz gewachsen. Und so bin auch ich schon sehr auf den 11. Band gespannt, der Mitte des Jahres erscheinen wird.

Aber es gibt noch etwas, auf das sich meine lieben Leserinnen und Leser sogar ganz besonders freuen können. Es wird in Kürze parallel eine zweite Serie geben. Hier wird eine Kommissarin als Fallanalytikerin in der Polizeiinspektion Aurich die zentrale Rolle spielen. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Lassen Sie sich überraschen. Wobei ich aber eines versprechen kann: Das ostfriesische Lokalkolorit wird auch in der zweiten Serie nicht zu kurz kommen, die im gesamten Zuständigkeitsbereich der Auricher Polizeiinspektion spielen wird – von den Küstenorten bis zu den ostfriesischen Inseln. Was die Spannung betrifft, bleibt es dabei: Es kommt in den meisten Fällen anders, als man denkt …

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.