Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autorin Dörte Jensen

Der neue Ostfrieslandkrimi »Blutiger Verrat« von Dörte Jennsen

Ein neuer Fall aus der Ostfrieslandkrimi-Reihe »Ein Fall für Joost Kramer« ist erschienen und aus diesem Anlass haben wir unserer Autorin ein paar Fragen gestellt.

»Blutiger Verrat« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Was erwartet interessierte Leser?
Oldenburg: Schauplatz in dem Ostfrieslandkrimi Blutiger Verrat

Die Leser können sich auf eine weitere spannende Geschichte freuen. In dem Roman geht es um eine geheimnisvolle Olga, die für ein brutales Verbrechen verantwortlich gemacht wird. Möglicherweise hat die Unbekannte auch etwas mit der Entführungsserie von Kleinkindern zu tun, die Oldenburg und Ostfriesland erschüttert. Aber ist sie auch eine skrupellose Verräterin?

Ihr neuer Krimi bietet auf der einen Seite rasante Krimihandlung mit wechselnden Schauplätzen. Auf der anderen Seite schafft es das Buch, emotional zu ergreifen durch die Darstellung des Schicksals der Figuren und auch durch eine ganz besondere Aktion für die schwer verletzte Schauspielerin Emily. Wie wichtig ist für Sie im Regionalkrimi der Spagat zwischen Spannung und Gefühl?

Gefühle spielen in meinen Büchern eine große Rolle – wie im richtigen Leben. Emotionen machen Romanfiguren lebendig und lassen ihre Handlungen verständlicher erscheinen, vor allem nach einem schweren Schicksalsschlag. Gefühle sind auch oft der Antrieb für Taten, die sich auf unser Leben … oder den Tod auswirken. Damit wären wir bei der Spannung in der Geschichte.

Joost ist mittlerweile so besorgt wegen der Alleingänge seiner Freundin, dass er Ricarda heimlich eine Spionage-App aufs Handy installiert hat. Ist das nicht ein absolutes No-go in einer Beziehung?

Spionage ist natürlich ein absoluter Beziehungskiller. Wenn man allerdings eine Ortungs-App verwendet, um jemandem im Notfall helfen zu können, sieht die Sache ganz anders aus. Ob in dem Roman ein solcher Notfall eintritt, möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten …

Bei der Friesenbrücke bei Weener kommt es zum finalen Showdown. Die fast 100 Jahre alte Brücke ist zerstört und wird möglicherweise bald durch eine neue, moderne Brücke ersetzt. Wie kam es dazu, dass Sie diesen Schauplatz gewählt haben?

Die Schlussszene des Buches sollte an einem besonders symbolträchtigen Ort in Ostfriesland spielen – und welches Bild eignet sich für eine zerbrochene Beziehung oder zerstörte Freundschaft besser als eine kaputte Brücke?

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen auch weiterhin viel Erfolg!

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.