Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autorin Elke Nansen zu »Tödliches Ostfriesengold«

Ostfrieslandkrimi-Autorin Elke Nansen im Interview zu ihrem neuen Buch »Tödliches Ostfriesengold«.

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Tödliches Ostfriesengold« ist erschienen. Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Elke Nansen: Wie immer bei den Waatstedt/Faber-Geschichten geht es um mehrere Handlungsstränge. Aber alles fängt erst einmal mit Einbruchdiebstählen an, die außergewöhnlich für die Ostfrieslandkrimis in Sylt beginnen, dann aber auf Ostfriesland übergreifen. Immer werden nur Antiquitäten gestohlen, und das Kurioseste dabei: Der Dieb scheint ein Geist zu sein. Oder eher ein Meermann, Ekke Nekkepenn. Zusätzlich dreht es sich in der Geschichte um den Fund eines Schatzes, der gleich mehrere Morde mit sich bringt. Weil die Geschichte so komplex ist, spielt sie an mehreren Orten, mal abgesehen von Sylt führt die Handlung in Ostfriesland nach Aurich, Leer, Emden, Weener, Wittmund, Rysum und Filsum, dort ins Ammersumer Sieltief. Und fast hätte ich es vergessen: Wenn Opa Knut und Benny ins Bild kommen, spielt die Geschichte in Klein Hauen (Neu Hauen) und Greetsiel.

Wer ist beziehungsweise war Ekke Nekkepenn?

Elke Nansen: Ekke Nekkepenn ist das Rumpelstilzchen der Küstenbewohner. Ein böser Meermann, der für den Untergang von Schiffen verantwortlich ist. Aber um mehr von Ekke zu erfahren, die ganze Legende und wie er aussieht, schauen Sie lieber ins Buch. Denn keiner erklärt das so gut wie unser ostfriesischer Dinosaurier auf dem Revier Emden, Polizeiwachtmeister Friedhelm Steiner.

Bekanntlich sind Faber & Waatstedt auch privat ein Paar. Und seit einiger Zeit lebt nun auch der kleine Benny mit ihnen zusammen. Belastet der Umstand, dass Rike nicht die leibliche Mutter ist, die Beziehung?

Elke Nansen: Eigentlich ist es eher das Gegenteil. Denn besonders durch Opa Knut, den wohl besten Opa und Uropa der Welt, lebt der kleine Benny auf. Auch liebt er Rike mittlerweile wie eine echte Mama. Das macht auch etwas mit unserer Kommissarin Waatstedt, denn anfänglich wollte sie ja nie eigene Kinder. Doch diese Einstellung ist wohl nicht mehr in Stein gemeißelt. Irgendetwas geht da vor sich! Lassen Sie sich überraschen.

Wie sieht Ihr Alltag aus, wenn Sie gerade an einem neuen Buch schreiben? Haben Sie ein festgelegtes Pensum? Gibt es Schreibrituale?

Elke Nansen: Leider bin ich nicht so diszipliniert, wie ich es sein sollte. Dadurch komme ich oft unter Druck und muss dann viele Stunden am Schreibtisch sitzen. Aber jeden Tag steht auf meiner To-do-Liste das Wort ›Manuskript‹. Doch wie bei jedem anderen Menschen kommt immer mal wieder was dazwischen, ob Familie, Papiere oder Alltägliches wie das Einkaufen, das Kochen oder die Steuererklärung :-(. Manchmal aber flattert dann auch ein Interview zu meinen Büchern herein und damit lasse ich mich gerne ablenken

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.