Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autorin Sina Joritsma

Der neue Ostfrieslandkrimi »Juister Düne« von Sina Jorritsma

Ein neuer packender Kriminalfall erwartet die Kommissare Witte und Fedder in dem Ostfrieslandkrimi »Juister Düne«. Dazu haben wir der Autorin einige Fragen gestellt!

»Juister Düne« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Würden Sie uns mit eigenen Worten erzählen, worum es in Ihrem neuen Buch geht?

Die Inselpolizisten Antje Fedder und Roland Witte müssen diesmal einen besonders bizarren Kriminalfall lösen. Ein Zeuge will nämlich Vampire in Tatortnähe gesehen haben. Doch sehr schnell stellt sich heraus, dass der Mord nicht von einer Sagengestalt, sondern von einem Menschen aus Fleisch und Blut begangen wurde. Aber Masken und Täuschungen nehmen in diesem Krimi einen großen Raum ein. Es geht um ein Detektivspiel, aus dem blutiger Ernst wird.

Über Bürgermeisterin Silke Meester, eine wiederkehrende Figur in Ihren Juist-Krimis, wissen wir, dass sie manchmal ziemlich anstrengend sein kann. Diesmal ist sie sogar diejenige, die die Leiche findet, und damit gewissermaßen von Beginn an in den Fall involviert. Bedeutet das für die beiden Ermittler, dass sie bei diesem Fall noch mehr unter Druck stehen als sonst?

Ja, denn die Bürgermeisterin funkt bei den Ermittlungen immer wieder dazwischen. Zum Glück haben sich meine Inselpolizisten ein dickes Fell zugelegt, sodass sie sich nicht beirren lassen. Silke Meester ist ja eigentlich nicht unsympathisch, nur sehr übereifrig. Sie hat panische Angst davor, etwas falsch zu machen und ihr geliebtes Juist in Verruf zu bringen. Durch ihren Übereifer »verschlimmbessert« sie stets die Lage, und die Ermittler müssen sich etwas einfallen lassen, um sie in Schach zu halten.

Die Leser Ihrer Krimis wissen, dass meistens ein etwas außergewöhnliches Thema in die Handlung eingebaut ist. In »Juister Düne« ist das ein Rollenspiel, für das die Teilnehmer extra nach Juist gekommen sind. Was hat es mit diesem Rollenspiel auf sich und wie kamen Sie auf diese Idee?

Es gibt ja schon seit einiger Zeit Veranstaltungen wie das Krimi-Dinner oder Detektivstücke von Laienspielgruppen. Das hat mich auf den Einfall gebracht. Wenn ich einen neuen Roman schreibe, beginne ich oft mit der Frage: »Was wäre, wenn …?« Bei »Juister Düne« habe ich mir überlegt, wie ein harmloses Rollenspiel mit Verkleidungen und einem Krimirätsel so aus dem Ruder laufen könnte, dass letztlich ein Mord geschieht. Also habe ich eine Hobby-Rollenspielgruppe nach Juist reisen lassen. Das Ergebnis kann man in meinem neuesten Roman nachlesen.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.