Interview mit Ostfrieslandkrimi-Autorin Sina Jorritsma

Ostfrieslandkrimi Juister Lüge von Sina Jorritsma

Ein neuer Band aus der beliebten Reihe »Witte und Fedder ermitteln« ist erschienen. Aus diesem Anlass haben wir der bekannten Autorin Sina Jorritsma ein paar Fragen gestellt.

»Juister Lüge« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Würden Sie uns mit eigenen Worten erzählen, worum es in Ihrem neuen Buch geht?

Die Inselpolizisten Antje Fedder und Roland Witte müssen die rätselhaften Todesumstände einer jungen Frau aufklären. Erst auf den zweiten Blick erweist sich der Fall als ein eiskalt geplanter Mord. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn auf die Kommissare wartet ein Netz aus Unwahrheiten und falschen Fährten – nicht umsonst trägt dieser Krimi den Titel »Juister Lüge«. Und als die Fragen scheinbar beantwortet werden, geschieht auch noch ein zweiter Mord.

Der Titel und der erste Satz des Klappentextes wirken zunächst verblüffend, denn lügen mag verwerflich sein, strafbar ist es grundsätzlich nicht. Wie kommt Lotta Dolke auf die Idee, bei der Polizei eine Lüge zu melden?

Lotta Dolke ist so geschockt über die von ihr entdeckte Wahrheit, dass sie als erste Reaktion die Behörden informieren will. Doch als sie der Inselpolizistin Antje Fedder gegenübersitzt, kommen ihr plötzlich Zweifel. Sie ist von ihren eigenen Gefühlen hin und her gerissen, woraufhin sie eine dramatische Entscheidung trifft. Dieser Entschluss hat weitreichende Konsequenzen, vor allem für sie selbst.

Welche Insel-Schauplätze erwarten die Leser in Ihrem neuen Krimi?

Der herrliche breite Juister Strand auf der Höhe des Ostbades ist der Schauplatz für eine erfundene Beach Party, die in meinem Roman eine zentrale Rolle spielt. Ansonsten hat natürlich auch wieder die gemütliche Seemannskneipe von Antjes Vater Tjark einen kleinen Gastauftritt. Und die Inselpolizistin muss sich in dem weitläufigen Naturschutzgebiet zwischen Hammersee und Domäne Bill auf die Suche nach einer Frau machen, die eventuell nicht mehr lebt.

Ohne zu viel verraten zu wollen: Eine untergegangene Insel ist eines der Hintergrundthemen Ihres neuen Krimis. Ein unglaublich faszinierendes Thema; wie sind Sie darauf gekommen, dieses in die Geschichte einzubauen?

Da ich seit einiger Zeit Juist-Krimis schreibe, befasse ich mich natürlich auch stärker mit der Landschaft und Geschichte des »Töwerlands«. Man darf es sich nicht so vorstellen, dass die Ostfriesischen Inseln immer schon so ausgesehen haben wie heute. Vor tausend Jahren beispielsweise verlief die Küstenlinie noch ganz anders. So bin ich zwangsläufig auf jene geheimnisvolle andere Insel gestoßen, über die ich jetzt wirklich noch nicht viel preisgeben möchte. Nur so viel: Das zweite Eiland spielt eine zentrale Rolle bei der Auflösung des kriminalistischen Rätsels in »Juister Lüge«.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.