Jan Olsen im Interview zu »Die Leiche bei der Geburtstagsfeier«

Ostfrieslandkrimi-Autor Jan Olsen im Interview zu seinem neuen Buch "Die Leiche bei der Geburtstagsfeier".

Interview zum Buch »Die Leiche bei der Geburtstagsfeier« mit Jan Olsen.

»Die Leiche bei der Geburtstagsfeier« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Der Rechtsmediziner Frank Fixlmillner, mit dem die beiden Greetsieler Kommissare Ruth Fasan und Hagen Reese schon oft zusammengearbeitet haben, will seinen Geburtstag ganz groß feiern und hat dazu fast die gesamte Belegschaft der Emder Kripo und natürlich auch Ruth und Hagen eingeladen. Gefeiert wird auf einem Greetsieler Ausflugsschiff, das vom Krabbenkutterhafen bis nach Emden fahren soll. Die Party läuft gut an und alle amüsieren sich – bis am Ufer die Leiche eines Fischers entdeckt wird und die Geburtstagsgäste Symptome einer Lebensmittelvergiftung zeigen. Ruth und Hagen haben das Glück, nicht betroffen zu sein, und müssen nun gemeinsam mit einer Emder Kollegin herausfinden, wer den Mann ermordet hat und wer für die Vergiftung der Kollegen verantwortlich ist.

Über das Mordopfer erfährt man im Klappentext nicht viel. Wer war Derek Lopper, und wer könnte ihm etwas anhaben wollen?

Derek Looper war ein alter Greetsieler Fischer, der mit seinem Boot noch immer hinaus aufs Meer zum Fischen gefahren ist, obwohl er längst Rente bezog. Er konnte das Fischen nicht sein lassen, weil es seit jeher sein Leben bestimmt hatte. Er war ein starrsinniger, aber liebenswerter Mensch, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt. Das hatte ihn bei manchen Bewohnern des Fischerdorfes anecken lassen, die ihm deswegen womöglich etwas anhaben wollten. Irgendwie hat er aber auch mit dem vergifteten Fisch zu tun, der bei der Geburtstagsfeier serviert wurde.

Was hat es mit den Feindseligkeiten zwischen Ruth Fasan und der Emder Kollegin auf sich?

Beide sind sie an Felix Seitz, dem Kapitän der Wasserschutzpolizei, interessiert. Ruth ist seit einiger Zeit mit Felix zusammen; sie sind ein glückliches Paar. Das missfällt der Emder Kollegin, die Felix gerne für sich beanspruchen würde. Darum unternimmt sie einiges, um ihre Rivalin schlecht dastehen zu lassen. Und womöglich geht sie dabei sogar auch ein bisschen zu weit.

Sie sind als Autor unter verschiedenen Pseudonymen in mehreren Genres unterwegs. Verfassen Sie einen Ostfrieslandkrimi eigentlich in einem anderen Schreibstil als einen Science-Fiction-Roman?

Ja. Es sind zwei sehr unterschiedliche Genres, und ich gehe beim Schreiben mit verschiedenen Grundstimmungen an die Arbeit. Das tue ich bei anderen Genres wie etwa Horror oder Gothik-Thriller ebenfalls. Allerdings habe ich eine bestimmte individuelle Erzählstimme, wie jeder Autor oder Autorin auch. Die ist, wie ich hoffe, unverwechselbar und bereitet den Leserinnen und Lesern beim Schmökern Freude, sodass sie sich gut unterhalten fühlen, ob sie nun einen Krimi oder SF-Roman von mir in den Händen halten.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.