»Die Leiche in der Greetsieler Gracht« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Worum geht es darin?
Es geht um eine Gruppe junger Straßenkünstler, die nach Greetsiel eingeladen wurden, um dort an einem Wettstreit teilzunehmen. Wer kann die Zuschauer mit seiner Darbietung am meisten begeistern? Ein Preisgeld ist ausgelobt. Doch bereits am ersten Tag zeichnet sich ab, dass es mit diesem Wettkampf mehr auf sich hat, als es vordergründig den Anschein hat, denn eine der Teilnehmerinnen wird tot in einer der Greetsieler Grachten aufgefunden. Damit beginnt für Hauptkommissarin Ruth Fasan und Kommissar Hagen Reese ein kniffliger Fall mit überraschenden Wendungen.
Wobei handelt es sich denn bei einer Gracht und ist das etwas Typisches für Greetsiel und Umgebung?
Das Fischerdorf Greetsiel ist durchzogen von Wasserwegen, darunter Kanäle, Grachten und Siele. Die Grachten befinden sich im westlichen Bereich des Ortes, und jeder, der diesen malerischen Flecken besucht, sollte sich dort einmal umschauen, denn Greetsiel hat auch abseits der Hauptsehenswürdigkeiten im Hafenbereich schöne Ansichten zu bieten. Diese Grachten bilden das Lokalkolorit dieses Ostfrieslandkrimis; quasi ein behaglicher Lesespaziergang durch diese Gegend.
Das Opfer hieß Meta Sasse. Stellen Sie uns die junge Frau doch kurz vor.
Meta ist eine begabte Jongleurin und hantiert während ihrer Vorführungen auf Straßenfesten und Märkten hauptsächlich mit Feuer. Sie ist sehr ehrgeizig und vernachlässigt ihren Freund ein bisschen, was zu Spannungen zwischen ihnen führt. Leider kann sie ihr Können auf dem Greetsieler Marktplatz nicht zeigen, denn sie wird ermordet.
Straßenkünstler sind das zentrale Thema in ihrem neuen Ostfrieslandkrimi. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Die Idee zu den Straßenkünstlern kam mir während eines Besuchs auf einem Stadtfest. Ich war fasziniert von der Vielfalt und Kreativität der Darbietungen und den Geschichten, die hinter jeder Kunstform stecken. Straßenkünstler verleihen einer Veranstaltung so viel Leben und Farbe, und ich wollte diese Dynamik in meinem neuen Krimi einfangen. Zudem bieten sie eine spannende Kulisse für Konflikte und Geheimnisse, da sie oft ein unkonventionelles Leben führen und interessante Hintergrundgeschichten haben. Diese Beobachtungen inspirierten mich dazu, sie als zentrales Thema in „Die Leiche in der Greetsieler Gracht“ zu wählen.
Sowohl Ruth Fasan als auch Haagen Reese sind ja in einer Beziehung. Können Sie den Lesern mitteilen, in welcher Weise es mit den beiden in dieser Hinsicht weitergehen wird?
Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch und schätze es beim Lesen gar nicht, wenn sich die Hauptfiguren mit Beziehungsproblemen herumschlagen müssen, die mit der Handlung eigentlich nichts zu tun haben. Von daher wird das Liebesleben von Ruth Fasan und Hagen Reese wohl eher erfüllt und ausgeglichen verlaufen. Beziehungsstress haben die Nebenfiguren in meinen Romanen meist genug – und der ist dann auch handlungsrelevant und lässt über die Beweggründe der Figuren spekulieren.
Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.





















