Julia Brunjes im Interview zu "Zumbamord auf Wangerooge"

Ostfrieslandkrimi-Autorin Julia Brunjes im Interview zu ihrem neuen Buch »Zumbamord auf Langeoog«.

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi heißt „Zumbamord auf Wangerooge“. Worum geht es darin?

Julia Brunjes: Die Inselpolizistinnen Nele und Jule Hibenga werden zu einem Todesfall in der Sauna des neuen Wangerooger Erlebnisbades gerufen. Alles sieht zunächst nach einem Unfall aus. Die attraktive Touristin Sarah Andersen ist auf der obersten Stufe ausgerutscht und unglücklich gefallen. Doch dann entdecken sie verdächtige Spuren an ihrem Hals und ein Werbegeschenk aus der Strandbar Flamingo gleich in ihrer Nähe. Die Ermittlungen führen die Inselpolizistinnen außerdem zur Zumba-Tanzgruppe des Opfers, in der es mehr als ein Geheimnis zu entdecken gibt …

Zumba – klingt südamerikanisch. Was ist das genau?

Julia Brunjes: Zumba kommt tatsächlich aus Südamerika, genauer gesagt aus Kolumbien, und ist ein rhythmischer Tanzsport in der Gruppe, der mittlerweile in vielen Fitnessstudios angeboten wird. Bei einfachen bis anspruchsvolleren Choreografien bewegt und trainiert man seinen ganzen Körper zu Salsa-, Reggae-, Samba- und Merengue-Musik. Das Herz-Kreislauf-System wird dabei so richtig in Schwung gebracht, und Spaß macht es außerdem.

Oft kann man von der Persönlichkeit des Opfers auf das Mordmotiv schließen. Was für eine Persönlichkeit war Sarah Andersen?

Julia Brunjes: Es ranken sich viele Gerüchte um Sarah. So soll sie es mit der Liebe eher locker genommen und gern geflirtet haben, ob die Männer nun vergeben waren oder nicht. An einer festen Beziehung war sie nie interessiert. Sarah war sehr von sich überzeugt, doch ebendiese Selbstsicherheit hat ihr auch schon Schwierigkeiten eingebracht. Nach dem schweißtreibenden Zumba-Kurs soll es sie für gewöhnlich in die Sauna gezogen haben, manchmal auch mit einem Liebhaber …

Nehmen Sie für Ihre Ostfrieslandkrimis reale Kriminalfälle als Inspiration oder entspringen sie voll und ganz Ihrer Fantasie?

Julia Brunjes: Meine Fälle entspringen der reinen Autorenfantasie. Zumindest habe ich bis jetzt noch nie etwas von einem Mord nach einem Zumba-Kurs gehört. Auf die Idee für diesen Krimi kam ich durch eine Freundin, die regelmäßig zum Zumba geht. Aber auch dort ist nie etwas vorgefallen, für das man die Kriminalpolizei hätte rufen müssen. Umso spannender mit seiner Fantasie zu spielen und sich diesen Fall auszudenken …

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.