Krimi-Bestenliste April 2026

Image of Kala: Sie war unser Zentrum, mit ihr waren wir unbesiegbar. Bis sie nach dem Sommer verschwand. | Der internationale Bestseller – »Ein unwiderstehlicher Krimi« Deutschlandfunk Kultur
Platz 1 (Vormonat: 5)
Colin Walsh: Kala
Aus dem Englischen von Andrea O’Brien
Gutkind, 512 Seiten, 24 €
Kinlough, Irland. Nach 15 Jahren treffen sich Helen, Joe und Mush wieder und erinnern sich an den Sommer, in dem alles perfekt war – bis Kala spurlos verschwand, das strahlende Zentrum der Clique. Ein unwiderstehlicher Krimi über Teenagerzeiten und irische Verwerfungen. Verführerisch sentimental – und packend erzählt.
Image of Zuflucht: Kriminalroman
Platz 2 (Vormonat: 4)
Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Unionsverlag, 336 Seiten, 24 €
»Battendorf«, Australien. Diebin Grace ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie fängt in einem Antiquitätengeschäft in den Adelaide Hills an und träumt von einem normalen Leben. Doch Besitzerin Erin wird von ihrem Ex bedroht. Präzise komponierter Thriller über männlichen Kontrollwahn und zwei sehr ungewöhnliche Frauen.
Image of What about the bodies: Kriminalroman
Platz 3 (Vormonat: - )
Ken Jaworowski: What about the bodies
Aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon, 319 Seiten, 24 €
»Locksburg«, Pennsylvania. In einer heruntergekommenen Kleinstadt im Rust Belt versuchen drei Menschen, sich selbst und ihren Versprechen treu zu bleiben. Dann kommen ihnen ein Gangster, ein Cop und eine Leiche in die Quere. Hoffnungsvoller Noir mit fieser Schlussnote. Skurril, spannend – und berührend.
Image of Das Riga-Komplott: Thriller | Spione, Milliarden, Verrat – ein Agenten-Thriller im neuen Kalten Krieg
Platz 4 (Vormonat: - )
Michael Idov: Das Riga-Komplott
Aus dem Englischen von Stefan Lux
Suhrkamp, 329 Seiten, 17 €
Riga, 2021. CIA-Agent Ari Falk will einen Kreml-kritischen Blogger retten. Aber sein Plan geht schief – und Falk stößt auf eine Verschwörung, an der nicht nur der russische Geheimdienst beteiligt zu sein scheint. Prickelnde Realitätsnähe, bissiger Witz und ein Hauch Agentenromantik: So schreibt man heute Spionagethriller!
Image of Heaven's Gate: Ein Fall für Caruso
Platz 5 (Vormonat: 1)
Daniel Faßbender: Heaven’s Gate
Diogenes, 291 Seiten, 19 €
»Surogao«. Der deutsche Ex-Profi-Surfer Caruso hat sich als Privatdetektiv auf eine philippinische Insel zurückgezogen. Als eine reiche Spanierin ihn beauftragt, ihren Sohn zu finden, gerät Caruso an korrupte Polizisten, karrierebewusste Politiker und ein Drogenkartell. Und dann ist es zu spät für den Pull-out. Surf noir vom Feinsten.
Image of Die kleine Faschistin: Kriminalroman
Platz 6 (Vormonat: 8)
Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin
Aus dem Französischen von Cornelia Wend
Edition Nautilus, 147 Seiten, 18 €
»Frise, Hauts-de-France.« Bonneval ist ein müder Mitte-Links-Politiker in einer Kleinstadt. Als der Patriotische Block in Paris kurz vor der Machtübernahme steht, soll ausgerechnet er die Republik retten. Dann eskaliert es: Auftragskiller, rechte Schläger und ein reumütiges identitäres Postergirl. Hellsichtiger Politthriller.
Image of Dunkelmann: Thriller | Der Bestseller und Insider-Thriller aus Dänemark vom früheren Chef des dänischen Geheimdienstes
Platz 7 (Vormonat: - )
Lars Findsen/Jacob Weinreich: Dunkelmann
Aus dem Dänischen von Friederike Buchinger
Scherz, 476 Seiten, 18 €
Kopenhagen 2023. Maja Birk und ihr Team vom Geheimdienst observieren eine chinesische Wirtschaftsdelegation, die auffällig an Grönland interessiert ist. Dann knallt es. Krass aktuelle Geopolitik trifft auf Machtmissbrauch und MeToo-Vorwürfe im dänischen Sicherheitsapparat. Ein Spionageroman in bester Nordic-Noir-Tradition.
Image of Alles endet hier (Pulp Master)
Platz 8 (Vormonat: 6)
Dave Zeltserman: Alles endet hier
Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller
Pulp Master, 282 Seiten, 16 €
Boston, USA. Dan Selbys Geschäftspartner will das gemeinsame Software-Startup aus verletzter Eitelkeit gegen die Wand fahren. Ein Kollege bietet ihm einen Ausweg mit mörderischen Folgen an. Selbstverwirklichungstraum trifft russische Mafia: Zeltserman rechnet mit dem Gründerkapitalismus ab. Raffiniert und gnadenlos.
Image of Erschütterungen: Kriminalroman
Platz 9 (Vormonat: - )
Gary Victor: Erschütterungen
Aus dem Kreolischen von Peter Trier
Litradukt, 94 Seiten, 13 €
Port-au-Prince. Ein Albtraum: Inspector Azémar untersucht den Mord an der 15-jährigen Tochter seiner Freundin. Sie ist Opfer eines satanistischen Rituals geworden, die Spuren führen in die haitianische Politik. Azémar stürzt sich in einen blutigen Rachefeldzug. Gary Victors erster Krimi in kreolischer Sprache. Radikal und verzweifelt.
Image of Keine besonderen Auffälligkeiten: Kriminalroman
Platz 10 (Vormonat: - )
Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten
Edition Nautilus, 296 Seiten, 20 €
Brandenburg, Oktober 1989. Eine Frau wird in ihrem Bungalow getötet. Sie ist das erste Opfer des Serienmörders „Rosa Riese“: ein Verbrechen, das die Region und ihre Bewohner für immer verändern wird. Intelligenter True Crime aus der Wendezeit – und ein eindringlicher Roman über die gesellschaftlichen Folgen von Angst und Gewalt.
An jedem ersten Freitag des Monats geben 18 Literaturkritiker und Krimispezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Kriminalromane, die ihnen am besten gefallen bekannt. Die Krimibestenliste wird präsentiert von Deutschlandfunk Kultur.
 
Die Jury: Kolja Mensing, Sprecher der Jury, »Deutschlandfunk Kultur« | Volker Albers, »Hamburger Abendblatt«, »Krimifestival Hamburg« | Gunter Blank, »Rolling Stone« | Wolfgang Brylla, »Crimemag« | Katrin Doerksen, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Kino-Zeit«, »Deutschlandfunk Kultur« | Hanspeter Eggenberger, »krimikritik.com« | Tobias Gohlis, »Recoil« | Fritz Göttler, »Süddeutsche Zeitung« | Jutta Günther, »krimi-frauen.de« | Sonja Hartl, »Zeilenkino«, »Deutschlandfunk Kultur«, »SWR« | Hannes Hintermeier, »Frankfurter Allgemeine Zeitung« | Alf Mayer, »Culturmag«, »Strandgut« | Marcus Müntefering, »Der Spiegel« | Ulrich Noller, »Deutschlandfunk«, »SWR«, »WDR« | Frank Rumpel, »CrimeMag« | Ingeborg Sperl, »Der Standard« | Sylvia Staude, »Frankfurter Rundschau« | Laura Theisen, »lauravoneden.de« | Maria Wiesner, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«