Krimivorstellung »Heidegrab« bei Lünebuch

Kathrin Hanke und Claudia Kröger bei ihrer Lesung aus »Heidegrab« in der Buchhandlung Lünebuch. Foto: © Taluzi

Am 11.7.14 haben Kathrin Hanke und Claudia Kröger ihren zweiten Krimi „Heidegrab“ in der Buchhandlung Lünebuch in Lüneburg zum ersten Mal vor Publikum vorgestellt. Schon vor Wochen war die Lesung ausverkauft. Bei recht hohen Temperaturen in den Räumen war ich trotzdem voller Vorfreude und gespannt, welchen Fall Katharina von Hagemann und Benjamin Rehder diesmal aufklären müssen.

Überhaupt nicht scheu oder publikumsfern waren vor Beginn der Lesung Kathrin Hanke und Claudia Kröger mitten unter dem eintrudelnden Publikum. Sie begrüßten und klönten mit uns bis sie ihre Plätze einnahmen, um ihr neustes Buch vorzustellen.

Als Überraschung zeigte das Autoren-Duo den Zuhörern den Buchtrailer zu „Heidegrab“, der erst am nächsten Tag erscheinen sollte. Es war also eine zweifache Premiere: erste Lesung und der Trailer. Hier der Trailer:

Schon nach einigen Minuten merkte ich, dass „Heidegrab“ im Vergleich zu dem 1. Lüneburgerkrimi „Blutheide“ um einiges spannender und grausamer ist. Aus der Sicht einer jungen Frau wird ihre erniedrigende Situation und ihre Schmerzen in Gefangenschaft beschrieben. Dann erfolgt ein Perspektivenwechsel. Ein älterer Herr findet kurz vor dem Beginn des Stadtfestes in Lüneburg beim Geocaching einen ungewöhnlichen Cache – ein abgeschnittenes Ohr! Dies wird nicht das einzige abgetrennte Körperteil bleiben.

Der Zuhörer rätselte, ob die schonungslos beschriebene Vergewaltigung eines jungen Mädchens in der Nähe des Wasserturm mit dem Fall zu tun hat. Aber auch die Ermittler Katharina und Benjamin tappen noch im Dunkeln und lassen sich von der Gerichtsmedizin erst mal übers Geocaching aufklären. Als sich dann noch einer der Hauptverantwortlichen für das Lüneburger Stadtfest an die Polizei wendet, weil seine Tochter verschwunden ist, müssen die Kommissare sich gewaltig ins Zeug legen. Wer foltert auf so grausame Art und Wiese? Warum tut er das?

Wie beim Schreiben ihres Buches haben die Autorinnen sich beim Lesen abgewechselt. Sie arbeiten beim Schreiben an einem Dokument und wenn z.B. die eine nicht mehr weiter weiß, dann schreibt die andere weiter. Dabei diskutieren sie viel und sprechen Passagen ab, aber streiten tun sie sich nicht.

Die einzelnen Abschnitte der Lesung wurden durch den Saxophon-Spieler Ralph Reichert melancholisch vertont. Das gab der Lesung noch mal eine ganz besondere Atmosphäre.

Kathrin Hanke und Claudia Kröger lasen nach einer kleinen Erfrischungs-Pause etwas über das Privatleben der Kommissare vor, denn das Leben und die Liebe soll in dem Krimi auch nicht zu kurz kommen.

Natürlich gab es die Möglichkeit, das Buch zu kaufen, signieren zu lassen und den beiden Autorinnen Fragen zu stellen.

Gut gefallen hat mir, dass die Buchhandlung Lünebuch, in der die Lesung stattfand, im Krimi wieder erwähnt wird. Schon in „Heideblut“ wird diese erwähnt.

Die Autorinnen erzählten, dass sie an ihrem ersten Krimi schrieben bis er fertig war. Bei ihrem zweiten Krimi war es schon so, dass sie einen Abgabetermin einhalten mussten. Und ihren 3. Lüneburgerkrimi müssen sie im Herbst 2015 fertig haben. Das freut mich zu hören, denn auf diesen bin ich auch schon gespannt.

Wer Lust hat, eine Lesung mit den Autorinnen Kathrin Hanke und Claudia Kröger zu erleben und „Heidegrab“ kennen zu lernen, der hat am 24.7.2014 in Bienenbüttel und nach einer kleinen Babypause am 23.10.2014 in Hanstedt die Möglichkeit.

Kathrin Hanke (links) und Claudia Kröger (rechts) zusammen mit der Autorin dieses Berichts in der Buchhandlung Lünebuch. Foto: © Taluzi