Marc Freund im Interview zu »Spiekerooger Pavillon«

Ostfrieslandkrimi-Autor Marc Freund im Interview zu seinem neuen Buch »Spiekerooger Pavillon«

Ein neuer Spiekeroog-Ostfrieslandkrimi aus der Reihe »Ein Fall für Eden und Mattern« ist erschienen. Aus diesem Anlass haben wir dem Autor Marc Freund ein paar Fragen gestellt.

»Spiekerooger Pavillon« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi.  Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

In diesem Roman geht es um einen etwas bizarren und eigentlich kaum möglichen Mordfall. Die frisch verheiratete Femke Theis wird im Pavillon beim Rathaus von Spiekeroog tot aufgefunden. Sie trägt noch ihr Hochzeitskleid. In der Hand hält sie eine Pistole. Der Pavillon ist jedoch von innen verschlossen. Kann es dennoch Mord gewesen sein? Diese und weitere Fragen stellen sich nicht nur die Inselkommissare Eden und Mattern, sondern hoffentlich auch die Leserinnen und Leser. Es geht also nicht nur um die Frage, wer der mögliche Täter ist, sondern auch, wie die Tat überhaupt verübt werden konnte.  

Können Sie uns etwas über Femke, die tote Braut, erzählen?

Femke Theis ist eine tragische Figur. Sie findet noch in ihrer Hochzeitsnacht den Tod. Ein Motiv ist lange Zeit nicht ersichtlich. Die Frau war sympathisch, aufrecht und wurde von jedermann geschätzt. Doch kein Mord geschieht ohne Grund. Femke wird am Tag ihrer Hochzeit von ihrer Vergangenheit eingeholt, von einem Urlaubsereignis, das Jahre zurückliegt und in das sie damals unverschuldet hineingeraten ist. In der Gegenwart hat sie keine Möglichkeit mehr, sich der Realität und der Gefahr, die ihr auf die Insel gefolgt ist, zu entziehen.  Steffens Ex-Verlobte Leonie ist eine sehr fragile Person, die Sie sehr gefühlvoll gezeichnet haben.

Haben Sie als Autor eigentlich auch positive oder negative Emotionen gegenüber Ihren Figuren?

Es gibt tatsächlich Figuren, bei denen ich als Autor mitempfinde. Oftmals ist mir dies beim Anlegen und Ersinnen der Charaktere noch gar nicht bewusst. Es ist ein Gefühl, das sich erst beim Schreiben selbst entwickelt. Die »etwas andere« Leonie ist definitiv so eine Figur, die aus dem übrigen Ensemble heraussticht. Es sind definitiv positive Empfindungen, die ich beim Schreiben mit meinen Figuren erlebe. Und manches Mal tut es mir fast leid, wenn ich der einen oder anderen fiktiven Person ein negatives Schicksal widerfahren lasse. Generell denke ich, dass gerade ein Kriminalroman nicht nur von seinen Hauptfiguren wie zum Beispiel den ermittelnden Kommissaren lebt, sondern erst durch interessante oder sogar skurrile Nebenfiguren lebhaft und abwechslungsreich wird.

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit Band 4 der Reihe, »Spiekerooger Rückkehr«, erschien. Dürfen sich Ihre Leser in diesem Jahr noch auf weitere Fälle mit den Kommissaren Eden und Mattern freuen?

Es ist auf jeden Fall geplant, dass auch diese Reihe fortgesetzt wird. Aktuell mache ich mir gerade Gedanken um einen Folgeband, der mit ziemlicher Sicherheit dann auch noch in diesem Jahr erscheinen wird.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.