Marlene Menzel im Interview zu »Inselfang auf Spiekeroog«

Ostfrieslandkrimi-Autorin Marlene Menzel im Interview zu ihrem neuen Buch »Inselfang auf Spiekeroog«.

Ihr neuer, spannender Ostfrieslandkrimi heißt »Inselfang auf Spiekeroog«. Worum geht es darin?

Marlene Menzel: Kommissar Reik Büttner fischt einen Leichnam aus dem Meer. Die Identität des Toten ist zunächst unklar, der einzige Hinweis ausgerechnet ein Foto von Reiks Kollegin Anke Petersen. Diese kann sich jedoch nicht recht an den Mann erinnern und ist außerdem durch ihre beste Freundin abgelenkt, die zu Besuch ist. Der Fall wird noch persönlicher, als sich herausstellt, dass das Opfer einst im selben Dezernat wie Anke gearbeitet hat. Dort gab es seinerzeit Probleme, die zu ihrem Weggang geführt haben. Hängt der aktuelle Todesfall etwa mit ihrer Vergangenheit zusammen? Umso deutlicher wird dies, als die Inselkommissare feststellen, dass noch vier weitere ehemalige Kollegen von ihr aus Hamburg auf Spiekeroog sind. Für Anke bahnt sich ein Drama an …

Anke Petersen bekommt Besuch von ihrer alten Freundin Saskia Mehring. Wer ist das und auf welche Weise trägt sie zur Aufklärung des Falles bei?

Marlene Menzel: Anke und Saskia kennen sich von Kindesbeinen an, haben sich aber nach der Schule aus den Augen verloren und nur über Telefon Kontakt gehalten. Saskia lebt inzwischen getrennt und ist Mutter des kleinen Elias. Doch ihr Wiedersehen wird durch die neue Ermittlung gestört, die ausgerechnet Ankes Vergangenheit in den Fokus rückt. Sie kann sich nicht erinnern, woher sie den Toten kennen soll, doch irgendwie kam er ihr bekannt vor. Anke versucht, ihre Freundin von den Ermittlungen fernzuhalten, damit sich diese nicht sorgt, doch ausgerechnet Saskia und ein Zufall sind es, die Anke auf die richtige Spur bringen, was die Identität des Mannes aus dem Wattenmeer betrifft.

Der Mord in diesem Ostfrieslandkrimi hat mit der Vergangenheit der Kommissarin zu tun. Was ist vor Jahren passiert?

Marlene Menzel: Kommissarin Anke Petersen arbeitete einst in Hamburg und fuhr mit ihrem Partner Cyril Kettler Streife. Außerdem durfte sie inzwischen Mordfälle und andere schwere Delikte aufklären. Doch eines Tages wurde sie ins Büro ihres Chefs bestellt und mit Vorwürfen konfrontiert, die ihr den Boden unter den Füßen wegzogen. Ausgerechnet die rechtschaffene Anke soll einen Passanten bedroht und eingeschüchtert haben! Obwohl sich alle vermeintlichen Beweise in Luft auflösten, verließ sie die Wache lieber und ging in die Heimat ihrer Großmutter, nach Spiekeroog. Hier fand sie wieder zu sich und einen neuen besten Freund und Partner in Form von Reik Büttner, der sie väterlich und kollegial jederzeit unterstützt.

In diesem Ostfrieslandkrimi geht es ja kreuz und quer über die ganze Insel – auf welche Schauplätze können sich die Leser freuen?

Marlene Menzel: Gleich zu Beginn gibt es eine Verfolgungsjagd zu einigen Plätzen auf der kleinen ostfriesischen Insel wie dem Nationalpark-Haus Wittbülten, doch auch in der laufenden Handlung geht es diesmal wild hin und her. Manches Mal befinden wir uns am Sternenkieker-Ort, einer Aussichtsplattform mit Liegen, um den Sternenhimmel zu bewundern, der auf Spiekeroog besonders schön ist, da es kaum künstliches Licht auf der Insel gibt. Oder es geht durch die alten Dünen des Nationalparks, über den langen Deich an den Richelwiesen bis hin zum Hafen, in dem nicht nur Fähren anlegen, sondern auch Fischer wie Tjark Olsen arbeiten. Mit diesem ist Kommissar Reik Büttner auf hoher See und fängt Krabben, als sie einen Toten aus dem Wasser ziehen und mitten hinein in eine spannende Ermittlung rund um Kollegin Anke Petersen schippern.

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.