Preis für Schauspielkunst an Uwe Ochsenknecht

Der Preis für Schauspielkunst 2025 geht an Uwe Ochsenknecht! Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz

Der Preis für Schauspielkunst 2025 geht an Uwe Ochsenknecht! Die Preisverleihung fand am Freitag, 29. August 2025 im ausverkauften Zeltkino B statt. Im Anschluss präsentierte das Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein den aktuellen Film Die Ironie des Lebens (Deutschland 2025), Regie Markus Goller – mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle an der Seite von Corinna Harfouch.

„Vielen, vielen Dank für diesen besonderen Preis. Jeder Preis ist etwas Besonderes, aber dieser Preis ist wirklich etwas Besonderes, weil er aus der Heimat kommt. Ich bin in Mannheim aufgewachsen, deshalb fühle ich mich als Mannheimer. Aber ich hatte nie etwas gegen Ludwigshafen. Seit heute sowieso schon gar nicht. Das ist doch egal - Menschen sind Menschen. Der Kries macht sich zu, gell – weil do dribbde, iwwer de Brigg, do wo isch aaafange hab, do steh isch jetzt halt widder – iwwer de Brigg, halt do! Denn wenn die Mannheimer mir keinen Preis verleihen, dann halt hier. Es ist ganz wichtig, dass es solche Festivals gibt! Denn es gibt die Leute, die sich für den deutschen Film interessieren, wie hier in Ludwigshafen auf dem Festival. Das muss die Politik auch sehen. Deutschland ist da aktuell ganz hinten, das finde ich sehr schade. Ich hoffe, dass das besser wird und freue mich, dass ihr Euch hier alle für Kino interessiert. Vielen Dank, dass ihr da seid. Vielen Dank für den Preis. Ich freue mich“, so Uwe Ochsenknecht.

„Uwe Ochsenknecht wirft sich buchstäblich in seine Rollen hinein, da muss er sie schon sehr unwichtig finden, um sie einfach mal so zu erledigen. Er hat nichts dagegen, wenn es anstrengend wird, manchmal wie bei einem Hochleistungssportler. Wie gesagt: Statistisch 4,25 Filmrollen pro Jahr. (…) „Die Ironie des Lebens“, dieser Film, hat den Ausschlag gegeben. Denn hier in diesem Film, den Sie ja gleich sehen werden, da scheint sich alles verdichtet zu haben, das dieser Uwe Ochsenknecht in seinem Schauspielerleben bisher erlebt und sich erarbeitet hat. Basierend auf einem klug verfassten Drehbuch und unter einer ebenso klugen Regie, geht es in diesem Werk um das, was zugleich das Leben des Uwe Ochsenknecht ausmacht, um´s Show Business, um das Leben auf der Bühne, um den in diesem Beruf irgendwie eingebauten Egozentrismus, der hier aber sozusagen zerlegt wird, zerlegt in die Bestandteile von Ruhm und Einsamkeit, groben Scherzen bei gleichzeitig romantischem Inneren. Aber halt: Wenn Sie denken, so, wie er das hier grandios spielt, so sei er auch selber, der Uwe Ochsenknecht, dann irren Sie. Die Rolle habe ihn zwar dazu bewegt, über sein Leben nachzudenken, erzählt er, und er habe all seine Erfahrungen in diese Rolle gelegt, aber es ginge ihm deutlich besser als dem Charakter, den er spielt. Er sei mit sich zufrieden, ergänzt er noch. Das ist gut, denn wir sind es auch, sehr sogar. Deshalb freuen wir uns, ihm unseren diesjährigen „Preis für Schauspielkunst“ zu“, sagte Intendant Michael Kötz bei der Preisverleihung.

Das 21. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein findet noch bis zum 7. September 2025 statt. Zum Gesamtprogramm: Festival des deutschen Films .